
Vor mittlerweile einem Jahr wurden sie als weiteres leistungssportliches Element ins Leben gerufen: Die BVSA Regionalauswahlen. In insgesamt fünf Mannschaften wurden die talentiertesten Jugendlichen einer Region konzentriert und werden nunvon engagierten Trainern betreut. Doch wie fällt das Fazit nach dem ersten Jahr aus? Wir haben uns umgehört und stellen Woche für Woche eine Regionalauswahl vor.
Team Anhalt - Gespannt auf den Vergleich
Marcus Brambora ist froh, wenn am kommenden Sonntag das zweite Turnier der BVSA-Regionalasuwahlen steigt. Endlich hat der Trainer des Team Anhalt eine Kontrollmöglichkeit, kann er den Leistungsstand seiner Nachwuchstalente im Vergleich mit den anderen Auswahlen sehen.
Seit seiner Gründung vor gut einem Jahr betreut Brambora die Auswahl als Trainer, zunächst mit Unterstützung des ehemaligen Spielers und FSJlers Martin Wiech vom BC Anhalt. Doch genau wie der mittlerweile nicht mehr zum Trainerstab gehört, so sind auch die anfangs aus Dessau angereisten Talente nicht mehr im Trainingsstandort Anhalt anzutreffen. Ganz allein ist Brambora dennoch nicht, bekommt hin und wieder Hilfe von Sixers-Nachwuchsleiterin Anja Petermann. „Es wäre trotzdem schön, wenn ich einen festen zweiten Trainer hätte”, erzählt Marcus Brambora.
Neun Kinder begrüßt er regelmäßig zum Training in der Halle, den Großteil stellen die BSW Sixers-Nachwuchsspieler, die Marcus Brambora auch aus seiner Tätigkeit als Nachwuchstrainer des Pro B Teams kennt. Komplettiert wird das Team von zwei Talenten aus Zörbig. Beide sind bereits ein wenig älter, ihren jüngeren Trainingspartnern also schon ein wenig voraus. „Der Austausch bringt den Kindern eine Menge”, sagt der Auswahltrainer, „sie lernen ein wenig mehr als die anderen.”
Natürlich sei das Niveau im Vergleich zu den anderen Mannschaften noch schwer abzuschätzen, dazu fehlt, wie schon erwähnt, das direkte Duell. Die Trainingsbedingungen für das Team sind indes nicht schlecht. Mit neun Spielern kann gut gearbeitet werden. Jeder Trainer legt immer sehr viel Wert darauf, dass er im Training zwei komplette Mannschaften zur Verfügung hat - beim Modus vier gegen vier ist das gegeben.
Doch ist das Duell fünf gegen fünf schon ein wichtiger Bestandteil bei den Nachwuchstalenten. „Die Sandersdorfer Kids schauen schon was bei der ersten Mannschaft läuft”, erzählt Marcus Brambora, „da wissen sie ganz genau Bescheid.” Und so dürfen die Spieler des Pro B Teams gerne auch als Vorbilder bezeichnet werden. Auch wenn natürlich in ihr Bewusstsein irgendwann einmal die NBA einen größeren Stellenwert bekommt, so ist die Welt der besten Basketballliga doch sehr weit entfernt.
Ganz anders verhält es sich da schon mit den Spielern der ersten Mannschaft der Sixers. Die sind für die Nachwuchstalente greifbar, man kann mit ihnen sprechen, sich genau anschauen, wie sie spielen. Doch ist natürlich die richtige Bewertung der Qualität eines guten Spielers noch nicht hundertprozentig ausgeprägt. „Großes Gewicht hat immer noch, wer viele Punkte macht”, erzählt Marcus Brambora, „sie sehen nur, dass ein Spieler 30 Punkte macht, aber nicht, dass er dafür 40 Würfe nimmt.”
Doch werden seine Talente im Laufe der Zeit eben genau diese Werte richtig einzuordnen wissen. Spätestens dann, wenn sie selber auf eine größere Anzahl Spiele kommt. Davon werden mit dem Turnier am Sonntag in Bitterfeld sowie den beiden Terminen am 19. Mai auf jeden Fall weitere dazukommen. Dabei geht es weniger um die Siege. „Die Kids sollten spielerisch und individuell überzeugen”, so Brambora, „wenn man dann noch gewinnt, ist es umso besser.” Aber es ist eben nicht das wichtigste. Noch nicht.
Kommende Termine Regionalauswahl-Turniere
12.02.2011 in Bitterfeld (Teams Anhalt, Mitte, West)
19.05.2011 in Aschersleben (Teams stehen noch nicht fest)
30.06.2011 Ort und Teams stehen noch nicht fest