Mission Europameisterschaft! Die deutsche Nationalmannschaft der Herren hat ihre Vorbereitung auf die EM in Litauen mit einem Trainingslager auf Gran Canaria begonnen. Mit dabei ist auch der Zerbster Carsten Straube. Der Bundesliga-Schieri pfeift zusammmen mit seinem Kollegen Nicolas Brendel die Trainingsspiele des Teams von Dirk Bauermann. Und ganz nebenbei berichtet er täglich für bvsa.de in einem kleinen Tagebuch.
Tag 1 / Sonnabend
Los ging es für mich am Samstagmittag in Berlin. Beim Start am Flughafen Tegel herrschten 14 Grad und Regen. Knapp fünf Stunden nach der Landung sah die Sache mit dem Wetter schon ganz anders aus. Es war zwar bewölkt, aber etwa 35 Grad - schon ein kleiner Unterschied.
Ich wurde vom Mannschaftsbetreuer des DBB abgeholt. Schnell ins Hotel einchecken, dann gings 15 Minuten später gleich auch schon wieder in den Bus mit dem Team und der gesamten Delegation und wir fuhren in die Halle. Dirk Bauermann führte das Training durch - gegen Ende der Einheit stiegen dann auch wir ein. Es fanden Spiele fünf gegen fünf statt. Geleitet habe ich die mit meinem Kollegen Nicolas Brendel. Erst Gegen 21 Uhr Ortszeit - wir sind hier eine Stunde früher als in Deutschland- haben wir die Halle in Las Palmas verlassen.
Die Spanier haben hier eigens für den Deutschen Basketball Bund einen Bus organisiert, auf den sie das DBB-Logo und sogar “Deutsche Nationalmannschaft” gedruckt haben. Das macht schon Eindruck. Unser Hotel befindet sich in San Agustin, etwa vierzig Minuten von der Halle und gut zwanzig Minuten vom Flughafen entfernt. Anschließend fanden sich alle im Hotel zum gemeinsamen Essen zusammen. Um elf Uhr ging dann ein langer Tag für mich zu Ende.
Viele Eindrücke gab es noch nicht, weil es heute zeitlich sehr eng gestrickt war. Am Sonntag hat Coach Bauermann die erste Trainingseinheit auf halb elf gelegt. Doch davon erzähle ich euch dann im nächsten Teil.
Viele Grüße, Carsten.
Nationalspielerinnen im Dauereinsatz
Die Monate Juli und August sind für die DBB-Kader des BVSA immer mit den Europameisterschaften in den verschiedenen Alterklassen verbunden.
Den Anfang machte die Halle Lions Bundesligaspielerin Julia Kohlmann in der DBB-Auswahl U20. Nach einem guten Turnier in Frankreich fuhr man mit gewissen Hoffnungen zur Europameisterschaft nach Novi Sad (Serbien). Nach dem Vorrunden-Aus reichten zwei Siege gegen Weißrussland und Rumänien nur zum 15. Platz. Kohlmann steigerte sich kontinuierlich im Turnierverlauf, konnte aber den Abstieg auch nicht verhindern.
Nach einem Turnier in Spanien wurden Anna Heise und Laura Hebecker für die U18 WM in Miskolc (Ungarn) nominiert. Sie müssen in ihrer Vorrundengruppe Anfang August gegen Bulgarien, England und Weißrussland spielen.
Alle drei Spielerinnen werden in der kommenden Saison im Kader für die Bundesliga-Mannschaft des SV Halle stehen und dabei hoffentlich ihre internationale Erfahrung nutzen können.
Auf dem Weg nach England zu einem letzten Vorbereitungsturnier ist Mareike Müller. Sie gehört zum festen Stamm der DBB-Auswahl U16, die vom 11. bis 21. August die Europameisterschaft in Arad (Rumänien) austragen wird. Hier wird in der Vorrundengruppe gegen Schweiz, Irland sowie Dänemark gespielt und im Verlauf des Turniers der Aufstieg in die A-Gruppe angepeilt. In der kommenden Saison wird Mareike noch einmal die SV Junior Lions in der Weiblichen Nachwuchs-Bundesliga (WNBL) anführen und sicher auch in der 1. Regionalliga zum Einsatz kommen.
89 Tickets für 89 Euro
Als neues Ticketangebot speziell für die jugendlichen Fans der Wölfe hat der Mitteldeutsche Basketball Club in diesem Jahr für alle Schüler und Studenten die Junior-Dauerkarte eingeführt. Dieses Pro A Saisonticket ist auf 89 Stück limitiert und zu einem unschlagbaren Preis von nur 89 Euro zu erwerben. Damit können alle Heimspiele der Hauptrunde besucht.
Normalerweise kostet eine ermäßigte Dauerkarte in dieser Preiskategorie normalerweise 152,60 Euro bzw. 124,60 Euro. Erwerben können die Plätze Schüler, Studenten, Wehr- und Zivildienstleistende gegen Vorlage des jeweiligen Nachweises. Mit dem Junior-Block soll ein Bereich entstehen, in dem sich die Jugendlichen zu den Heimspielen treffen, sich über die Spiele austauschen und die Stimmung im Wolfsbau zusätzlich anheizen.
Die Junior-Dauerkarten sind ab sofort und solange der Vorrat reicht in der MBC-Geschäftsstelle am Georgenberg 25, in Weißenfels, erhältlich.
Justabs Damen suchen Verstärkung
Endlich Regionalliga! Nach drei Landesmeistertiteln in den Jahren 2007, 2008 und 2011wagen die Damen von Justabs Halle endlich den großen Schritt in die Regionalliga, um sich dort mit neuen Gegnern zu messen. Für den Kern der Mannschaft, der nun schon über Jahre zusammen in der Oberligaspitze gespielt haben, ist das die Erfüllung eines lange gehegten Traumes.
Zwar wurde bereits in der Vergangenheit die sportliche Qualifikation für die Regionalliga geschafft, jedoch wurde das Aufstiegsrecht wegen unsicherer Kaderstärke und mangelndem wirtschaftlichen Hintergrund nie angenommen. Doch 2011 soll es endlich soweit sein.
„Das einzige was vielleicht noch fehlt sind ein bis zwei neue Spielerinnen die mit uns den Sprung in die Regionalliga wagen und unseren Kader verstärken”, meint Kapitän Nancy Loth. Diesbezüglich schauen sich die Damen den ganzen Sommer über mit wachen Augen um. Spielerinnen mit Interesse können sich gern über info@justabs.de melden und einfach mal mit reinschnuppern.
Tigers in bewegten Bildern
Die BG Aschersleben Tigers, Aufsteiger in die 1. Regionalliga Nord, hat sich auch auf medialem Gebiet Verstärkung gesucht. Ab sofort geht “Tigers TV” auf Sendung. Das Format soll eine neue Plattform mit Infos rund um den Verein werden: Spielberichte, Hintergrundinformationen im Magazin-Format ergänzend zur Berichterstattung der Medien und der Tigers Webseite.
Die Berichte werden auf YouTube hinterlegt und können über den Webseiten www.asl-tigers.de, www.tigers-tv.de oder www.hitradio-online.de aufgerufen werden. Die User können über Facebook oder E-Mail direkt mit den „Machern” in Kontakt treten und ihre Meinung, Anregungen oder auch Kritik äußer. Die Beiträge werden im HD-Format erstellt, aber in geringerer Auflösung in das Netz gestellt.
Für die Inhalte sind Mario Scheffler und Thomas Franzky in Absprache mit dem Verein verantwortlich. Tigers TV wird von mediaPro aus Aschersleben produziert und zum Teil durch regionale Sponsoren finanziert.
BVSA kompakt stellten Martin Dornhoff, Thomas Schaarschmidt und Steffen Gehmlich zusammen.

Direkt zu Ferienbeginn starteten traditionell die BVSA Sommer Camps - unterstützt durch unseren Ausrüster Spalding - in Osterburg. Zum Sichtungscamp des Jahrgangs 1999 fanden sich insgesamt 29 Teilnehmer ein - darunter neun Mädchen. Im darauf folgenden Mini-Camp traten noch 19 junge Basketballbegeisterte an, um ihr Können zu erweitern.
In Camp I suchten die Verbandstrainer Christian Steinwerth, Sandra Rosanke und Sascha Prötzig nach den nächsten Auswahlspielern Sachsen-Anhalts. Unterstützt wurden sie dabei durch die Stützpunkttrainer Mario Leuschner, Florian Pätzolt, Florian Zetzsche und Rookie-Coach Maria Uhlenhaut. Für eine adäquate Betreuung war also gesorgt.
In diversen Tests mit den Inhalten Athletik, Ausdauer und Spielfähigkeit im Eins gegen Eins bis hin zum Vier gegen Vier kristallisierten sich die aussichtsreichsten Kandidaten heraus. Dass die Ansprüche an “die Bewerber” auch in diesem Jahr wieder kein Pappenstiel waren, zeigte sich auch an der ungewöhnlich hohen drop out Quote. „Leider verließen uns im Wochenverlauf ganze acht Teilnehmer. Das zeigt uns einerseits, dass die Ansprüche an unsere Auswahlspieler recht hoch sind, andererseits aber auch, dass die Kids nicht immer gut vorbereitet auf den Charakter eines Sichtungscamps antreten. Die Umstellung der Jahrgänge auf eine noch frühere Sichtung ist hierbei sicherlich ein anderer gewichtiger Faktor”, kommentierte Landestrainer Christian Steinwerth und deutete Veränderungen für die nächsten Jahre an.
Am Ende qualifizierten sich also wirklich die Besten der Besten für die Auswahlen: männlich gecoacht von Florian Pätzolt und weiblich mit Headcoach Christian Steinwerth.
BVSA-Team weiblich 99
Laura Schinkel, Janina Schinkel, Celina Kühn (alle SV Halle), Emma Lucie Hanke, Caro Buchmann, Jessica Mescheritzki, Charlotte Kreuter, Anna Elisabeth Schulz (alle USV Halle), Justine Taubert (BSW Sixers)
BVSA-Team männlich 99
Yannick Hennelotter, Anton Albrecht, Ralf Maleska, Jannik Vetterling, Albrecht Kranich (alle Hallescher SC 96), Franz Veit (MBC Weißenfels), Luis Pabst, Michel Radestock, Edo Merdzanic (alle USV Halle), Lukas Kaibel (USC Magdeburg)
In Camp II stand dann im Anschluss noch mehr der Spaß im Vordergrund, obwohl auch hier bereits erste Tests die Teilnehmer (Titelfoto) an eine leistungsorientierte Einstellung heranführen sollten. Regelmäßiges Schwimmen wechselte sich so mit Basketballtraining und kleinen Spieleinheiten ab. „Das Niveau der teils sehr jungen SpielerInnen hier, Jahrgang 2003 zum Beispiel, war durchaus ermutigend. Ich glaube, da kann eine gute leistungsstarke Generation ab dem 99er Jahrgang auf uns zukommen”, freute sich Christian Steinwerth über das Gesehene.

Von der Sportschule in Halle nach Amerika - dieser Traum ist für Alex Giergen wahr geworden. Als 13-Jähriger wechselte er aus Norddeutschland an das Eliteinternat an die Saale und spielte dort vier Jahre für den Halleschen SC 96. Über die Stationen Speyer und Lynchburg Virginia hat er sich nun einen Platz im Team der Towson Tigers gesichert. Die Mannschaft spielt in der höchsten US-Collegeliga in der Colonial Athletic Divsion. In unserem ausführlichen Interview spricht der heute 20 Jahre alte Giergen über die Zeit in Halle, die Anforderungen am College und erklärt ganz nebenbei auch, wie hoch der Frauenanteil an seiner neuen Universität ist.
Mittlerweile verfügst du über einiges an Erfahrung im Basketball. Doch irgendwann muss jeder Basketballer mit diesem Sport anfangen. Wie war es bei dir mit den Anfängen? Wann und durch wen bist du wie und wo zum Basketball gekommen?
Giergen: Angefangen habe ich mit dem Basketball im Alter von zehn Jahren durch meinen Bruder. Zu dieser Zeit haben wir Handball im Verein gespielt und hatten damit auch sehr viel Spaß und Erfolg. Durch die NBA-Highlights auf DSF und And One Tapes fanden wir die Sportart immer attraktiver und fingen dann einfach an, auf einen Freiplatz zu gehen und dort diese ganzen Tricks zu üben, die wir davor angeschaut haben. Und seit dem Tag konnte ich den Ball nicht mehr fallen lassen. Das erste Jahr habe ich nur auf dem Freiplatz gespielt und dann habe ich meine Fähigkeiten im Verein ausprobiert, das war beim TSV Travemünde)
Als Kind der alten Bundesländer bist du dann in die neuen Bundesländer an die Sportschule nach Halle gewechselt. Wie kam es zu eigentlich dieser Entscheidung?
Giergen: Als ich 13 Jahre alt war habe ich Max Hilner kennengelernt, der zu der Zeit mit vielen meiner Basketball-Kollegen befreundet war. Er erzählte mir über die Sportschule, das er dort für zwei Jahre gespielt hat und es ihm sehr gefallen hat. So habe ich dann jemanden an der Sportschule kontaktiert und nachgefragt ob ich ein Probetraining machen könnte. Der damalige Stützpunkt-Trainier Malte Scheper hat dieses Training mit mir dann absolviert und sagte mir, dass er mich gerne haben würde in Halle. Daraufhin bin ich ab dem nächsten Schuljahr direkt nach Halle gewechselt und hab da meine Realschulreife gemacht.
Wie war deine Zeit an der Sportschule? Bereust du dorthin gegangen zu sein oder kannst du es sogar empfehlen?
Giergen: Die Zeit hat mich enorm weiter gebracht, sportlich wie auch menschlich. Mit 14 Jahren schon allein auf den Beinen zu stehen, dir selber Essen zu kochen am Wochenende, den ganzen Tag zu trainieren, lernen oder zu Schule zu gehen, ohne dass deine Eltern in der Nähe sind, hat mich in einem frühen Alter schon sehr selbstständig gemacht. Wenn ich heutzutage zurückschaue und mich frage ob es die richtige Entscheidung war, würde ich die Frage immer mit „Ja” beantworten. Durch zwei Trainingseinheiten am Tag und zahlreichen Spielen am Wochenende hat es mich basketballerisch auch auf ein anderes Level gebracht.
An was denkst du besonders gerne zurück oder vermisst du aus deiner Zeit in Sachsen-Anhalt?
Giergen: Die Landauswahlzeiten mit dem 91er Jahrgang waren unvergesslich. Wir haben zwar beim Bundesjugendlager leider nicht gezeigt, wie gut wir waren, aber es war dennoch ein tolle Zeit. Unser damaliger Trainer Martin Dornhoff wird auch immer in meinen Erinnerungen bleiben, da er von den gut zehn Trainern, die ich bisher hatte, mir am meisten beigebracht hat. Nicht nur sportlich. Auch menschlich.
Bei den BIS Baskets Speyer durftest du auch deutsche Erfahrungen sammeln. Wie kam es zum Kontakt nach Speyer und hat es dich in deiner Entwicklung weitergebracht?
Giergen: Der Kontakt kam durch Michael Gartmann zustande, ein Trainer aus Halle, der nach Speyer gezogen ist um sich dort beruflich weiterzuentwickeln. Eines Tages schlug er mir vor, mir Speyer anzuschauen, mal mitzutrainieren, da er Talent in mir sah. Ich nahm den Vorschlag an, bin runter gefahren, hab mittrainiert und mir das Sportinternat angeschaut. Es gefiel mir sehr gut und ich hab mich entschieden den Sprung zu machen. Die Erfahrung mit dem Zweitliga Team war gut, ich musste mich jeden Tag durchkämpfen, da ich es nicht gewohnt war gegen 100-Kilo Jungs jeden Tag zu spielen. Meine zwei Jahre in Speyer waren somit sehr hilfreich in meiner Entwicklung. Ich musste Elias Harris jeden Tag verteidigen, der zu der Zeit die Pro B dominiert hat, insofern hat es mich sehr verbessert.
Eben dieser Elias Harris spielt momentan bei den Gonzaga Bulldogs in der US-College Liga. Hat dein Wechsel in die Staaten etwas mit ihm zu tun?
Giergen: Elias hatte natürlich eine Vorbildfunktion für mich in den zwei Jahren, die ich in Speyer verbracht habe. Doch der Traum, Division I College Basketball zu spielen, kommt nicht durch seine Entscheidung nach Gonzaga zu wechseln, sondern es war mein Kindheitstraum. Ich habe schon immer College-Basketball verfolgt und diese spektakulären und emotionalen Final Fours haben mich so beeindruckt, dass ich unbedingt eines Tages dort selbst mal spielen möchte. Mein Highschool-Kontakt kam durch einen ehemaligen Basketballer, Paul Hallgrimson, der heute eine Exchange Student Agentur leitet. Er kam nach Düsseldorf um sich mit mir und meiner Familie zu treffen und die Situation zu besprechen. Daraufhin habe ich den Sprung an eine High School in Lynchburg, Virginia gemacht.
Ich habe mir erhofft durch das extra Jahr entdeckt zu werden von Coaches, um dann an ein College zu wechseln. Doch so einfach wie sich das anhört, lief es dann doch nicht. Nach dem Schuljahr stand ich zwar da mit einigen Angeboten (für Stipendien), doch keine dieser Schulen war auf dem Level, dass ich mir für meine Zukunft vorgestellt habe. Glücklicherweise habe ich einen legendären AAU Coach kennengelernt bei einem All-State All-Star Game in Virginia bei dem ich eingeladen worden war. Dieser Coach, Buddy Mason, hat mich dann mehr oder weniger unter seine Fittiche genommen und wir sind durch die ganze Ostküste gereist und haben AAU Turniere gespielt mit unserem Team „Lynchburg Hoops”. Nach einigen Turnieren hat dann bei meinem Coach nur noch das Telefon geklingelt und Angebote sind reingeflogen von Division I Colleges.
Ich habe dann mir eine Liste gemacht von den Schulen, die mir am besten gefallen und dort habe ich dann meine Official Visits gemacht. Nachdem ich bei der University of Alabama Birmingham (Conference USA), Duquense University (Atlantic 10) und Towson University (CAA) meine jeweils zwei Tage verbracht habe, habe ich mich für Towson University entschieden. Nachdem ich dort zugesagt habe und wieder für drei Wochen zurück in die Heimat geflogen bin, fing der eigentliche Stress an. I-20 Visum beantragen, Auslandsversicherung abschliessen und vom NCAA Clearinghouse akzeptiert werden. Als ich dann alle Dinge erledigt habe und im Flieger nach Baltimore saß, habe ich erst mal durchgeartmet und realisiert, dass mein Traum wahr geworden ist.
Wie wurdest du allgemein und sportlich in Amerika aufgenommen? Brauchtest du eine lange Eingewöhnungszeit, um dich wohlzufühlen?
Giergen: Es kommt immer auf die Person drauf an, die den Sprung macht. Wenn man offen gegenüber den Menschen ist und auch mal eine Runde Smalltalk verträgt, dann hat man gar keine Probleme in den USA. Die Menschen hier sind sehr viel lockerer im Umgang mit neuen Gesichtern. Sie werden auf einen zukommen und sich begeistern dafür, dass du aus Deutschland kommst und ganz allein in ein fremdes Land gereist bist ohne Familie. Also ich hatte null Probleme mich hier einzugewöhnen und sportlich hat es ein wenig länger gedauert, da der Spielstil hier wesentlich schneller ist. Athletik spielt eine ganz andere Rolle hier am College, jeder kann springen, ist schnell und stark. Das war ich natürlich nicht gewohnt aus Deutschland.
In Deutschland spieltest du eher eine der kleineren Positionen.
Giergen: In Deutschland habe ich die meiste Zeit auf dem Flügel verbracht, da meine Stärke ist von draussen zu werfen. Als ich dann an die High School gewechselt bin, hat mich der Coach anders benutzt, da ich mit 2,01 Meter und 100 kg auch die Power Forward Position spielen kann. Aber jetzt am College werde ich glücklicherweise wieder meine Position Small Forward spielen.
Warum nun gerade die Towson Tigers?
Giergen: Bei meinem Visit in Towson hat mich Coach Pat Kennedy rumgeführt, den Campus gezeigt. Als er mir dann die Stories erzählt hat von den Spielern die er gecoacht hat wie etwa Sam Cassell, Quentin Richardson, Bobby Simmons und Gary Neal bin ich natürlich dahingeschmolzen. Und als er erwähnt hat dass die Towson University einen Frauenanteil von 70 Prozent hat, war es ein „done deal”.
Wie war dein Tagesablauf an der Sportschule und wie war der an der Highschool? Gibt es Dinge, die du in Amerika kennengelernt hast und gern nach Deutschland exportieren würdest?)
Giergen: Die Professionalität. Da Basketball in den USA solch ein hohen Stellenwert hat, wird natürlich mehr Geld und Zeit in die Sportart investiert. Die Einstellung der Leute, die sie betreiben, ist auch oft anders, viel zielstrebiger und fokussierter. Der Trainingsablauf in den USA ist auf die Minute abgestimmt. Der Coach plant in Minutenrhythmen, zum Beispiel 10 min stretch & warm-up, 5 min Towson Drill, 7 min - 2-man Drill und so weiter.
Dadurch hat das Ganze mehr Struktur und gibt dem Coach eine besserer Übersicht an was gearbeitet werden muss. Doch das Herausragende an der Sportschule in Halle war die Einplanung des Individualtrainings am Morgen und dem Teamtraining am Abend. Dadurch hat man sich enorm weiterentwickelt weil der Fokus wirklich auf dir lag. An der Highschool hatte man nur eine Trainingseinheit am Tag, dafür war die doch sehr lange und intensiv.
Hast du noch Kontakt zu den Leuten aus Halle oder Speyer?
Giergen: Ja, zu einigen ehemaligen Teamkollegen und Klassenkameraden. Wenn ich im Sommer für 15 Tage nach Hause komme, werde ich einige von den Jungs auch wiedersehen.
Was ist dein Ziel für die Zeit am und nach dem College? Wenn du ein Angebot aus Deutschland bekommen würdest, würdest du es annehmen?
Giergen: Da ich vergangene Saison ein Redshirt Jahr gemacht habe, also nicht gespielt habe, werde ich noch vier Jahre hier in Towson spielen können. Ich hoffe wir werden es bis zu meinem letzen Jahr schaffen, uns einen Conference Titel zu erarbeiten und ein gutes NCAA-Turnier zu spielen. Da unsere Conference mit Teams wie VCU, Old Dominion oder George Mason eine der besten im ganzen Land ist, wird es sehr schwer, aber mit unserem neuen Coaching Staff haben wir die Möglichkeit dieses Programm sehr erfolgreich zu machen.
Individuell möchte ich nach meiner College-Karriere nach Europa zurückkehren und dort professionell für fünf bis zehn Jahre spielen. Würde ich ein Angebot aus Deutschland jetzt annehmen und dafür mein Studium hinschmeißen? Man müsste mir ein Angebot machen, dass ich nicht ablehnen könnte!
Wie sieht eigentlich ein typischer Tag am College aus?
Giergen: Es geht los mit 7 Uhr aufstehen. 7.30 Uhr ist Frühstück. Von acht bis 11 habe ich Vorlesungen. Mittag ist um 11.30 Uhr und dann wird von eins bis vier trainiert. Von halb fünf bis halb sechs folgt eine Stunde Krafttraining, bevor ich um sechs Abend esse. Naja, und bevor es dann ab 21 Uhr Freizeit gibt, steht von sieben bis neun betreutes Lernen auf dem Programm. Aber das nehme ich in Kauf, für meinen Traum.
Weil?
Giergen: Egal was andere Leute einem sagen, wenn man jung ist, dass man zu schlecht sei oder zu dünn, zu klein oder sowas sollte keinerlei negativen Einfluss auf einen haben. Es sollte einem als Motivation dienen. Als ich an die Sportschule nach Halle kam, wog ich geschätzte 60 kg bei 1,85m. Ich war immer einer der dünnsten in meinem Team, bis ich eines Tages mir in den Kopf gesetzt hab den Spieß mal umzudrehen. Nun wiege ich 100,5 kg bei 2,01m. Wenn man einen Traum hat und dafür alles tut um ihn zu erreichen, wird man es auch schaffen!
Das Gespräch führte Thomas Weidig.

Sie haben den Basketball in Sachsen-Anhalt geprägt, sind untrennbar mit der Geschichte dieses Sportes in Mitteldeutschland verbunden. In der BVSA-Serie „Legenden” werden Spieler, Trainer, Schiedsrichter und Vereinsfunktionäre vorgestellt, die für immer unvergessen bleiben.
Heute erzählen wir von einem Magdeburger Urgestein, dass den Damenbasketball in der Landeshauptstadt wie kaum ein zweiter geprägt hat: Lutz Gerecke.
Auf den ersten Blick scheint der Keller von Lutz Gerecke ein ganz gewöhnlicher zu sein. Doch wer einen Schritt hinein wagt, betritt zugleich ein kleines Museum: glänzende Medaillen, die Ehrenmitglieds-Urkunde des USC Magdeburg und Wimpel aus allerlei Ländern hängen an der Wand. Die niedergeschriebene Geschichte des Magdeburger Damen-Basketballs steht derweil im hölzernen Vitrinen-Schrank - eine Basketball-Chronik in 33 Bänden, zusammengestellt von Gerecke persönlich. Bestehend aus Zeitungsartikeln, Statistiken, Urkunden und Bildern von 1967 bis 2010, erzählt die Chronik von den guten wie den schlechten Zeiten des Damen-Basketballs in Magdeburg. Und somit auch vom Leben des Lutz Gerecke.
Vom Fanfarenzug zum Basketball
„Für mich war die Arbeit an der Chronik immer Entspannung”, sagt Gerecke heute. Ob er damals gedacht hätte, beim Betrachten der Bücher im Jahr 2011 auf eine 40-jährige Trainerlaufbahn zurückzublicken, darf bezweifelt werden.
Denn geboren 1940 in Magdeburg, schenkte er dem orangefarbenen Leder zunächst wenig Beachtung. Nach vier Jahren am Institut für Lehrerbildung in Quedlinburg war Gerecke von 1958 bis 1965 als Lehrer in Rottmersleben tätig, absolvierte parallel dazu ein Sport-Fernstudium. Anschließend zog es ihn zurück in seine Heimat Magdeburg, an die Ernst-Thälmann Schule. Sein Engagement beschränkte sich dabei nicht nur auf die Lehrertätigkeit: so leitete er zudem den Fanfarenzug der Schule (bestehend aus 80 Kindern), spielte selbst Trompete und war bei den jungen Musikanten dementsprechend beliebt. Doch schon bald sollte für die Musik keine Zeit mehr bleiben.
Aufgrund der Schwangerschaft einer Kollegin übernahm der Hauptsportlehrer deren Sportklasse. Nun galt es 90 Jungen und Mädchen gleichzeitig zu unterrichten. „Da musste ich mir natürlich etwas einfallen lassen”, erzählt Gerecke, „ich habe dann schnell erkannt, dass man im Basketball körperliche und geistige Dinge schulen kann, wie in kaum einer anderen Sportart.” Es dauerte nicht lange und die ganze Ernst-Thälmann Schule - damals größte Schule im Bezirk Magdeburg mit rund 1.600 Schülern - spielte Basketball. Und auch Lutz Gerecke war dem Basketball-Fieber verfallen.
Eine entscheidende Begegnung
Im Jahr 1967 kreuzten sich dann die Wege von Lutz Gerecke und Horst Neuhof, dem Urvater des Magdeburger Basketballs - eine entscheidende Begegnung. Denn Neuhof, der mit seiner Mannschaft regelmäßig in der Sporthalle der Ernst-Thälmann Schule trainierte, war ständig auf der Suche nach Unterstützung und überzeugte Gerecke davon, sich dem Magdeburger Damen-Basketball anzunehmen - der Beginn seines Trainerdaseins.
„Als Autodidakt war ich meinen Spielerinnen damals nur eine Lektion voraus”, so sagt der damalige Trainer-Neuling rückblickend. Doch er lernte schnell, zahlreiche freiwillige Helfer unterstützten ihn und die Mitgliederzahl der Abteilung Basketball bei Motor Süd Magdeburg (später PH/Lok Magdeburg) wuchs. Der Aufstieg in die DDR-Oberliga (höchste Spielklasse) folgte 1972. Die Mannschaft etablierte sich auf der Landkarte des Damen-Basketballs, stellte zahlreiche Auswahlspielerinnen und konnte Titel im Damen- und Nachwuchsbereich feiern.
Besonderen Wert legte Gerecke stets auf die Vorbereitung: so ließ er von 1967 bis 2006 lediglich zwei Trainingseinheiten ausfallen - zwei von tausenden. Eine schier unglaubliche Bilanz. „Beim ersten Mal gab es einen Wolkenbruch. Das Wasser stand bis zu den Dächern der Autos”, erinnert er sich, „und beim zweiten Mal da war es so nebelig, dass man die Hand vor den Augen nicht sehen konnte.” Gute Gründe um ein Training ausfallen zu lassen. Doch trotz der widrigen Umstände fanden einige Spielerinnen den Weg zur Halle, leider vergebens. „Das habe ich mir nie verzeihen können”, sagt Lutz Gerecke noch heute. Diese Hingabe zeichnete ihn Zeit seines Schaffens aus.
Vorzeitiges Ende der Trainerlaufbahn?
Nach der Wiedervereinigung folgte die Eingliederung in den Universitätssportclub (USC) Magdeburg. Sportlich gesehen lief es danach optimal: die Mannschaft qualifizierte sich für die 1. Regionalliga Nord (dritthöchste Spielklasse) und erreichte dort nach anfänglichen Schwierigkeiten nur noch vordere Platzierungen.
Doch auf Lutz Gerecke wartete im Jahr 1995 eine Schreckensnachricht: was erste Anzeichen bereits vermuten ließen, wurde traurige Gewissheit - Diagnose Parkinson. Bedeutete dies das vorzeitige Ende der Trainerlaufbahn? Die Antwort gaben seine Spielerinnen: „Ich habe die Mädchen damals nach ihrer Meinung gefragt. Sie sagten ich solle weitermachen, wenn es möglich sei.”
Es war möglich, Lutz Gerecke machte weiter. „Mit den Jahren habe ich mich an die Krankheit gewöhnt”, so sagt er. Leicht sei es dennoch nicht. Doch Gerecke ist niemand, der jammert, niemand der seine Krankheit in den Vordergrund stellt.
Viel lieber spricht er über sportliche Erinnerungen. Da wären zum Beispiel die zahlreichen Reisen. Während zu DDR-Zeiten Turniere in Polen oder Tschechien gespielt wurden, machten sich die Magdeburger Basketball-Damen in den 1990er Jahren auf zu neuen Ufern. Zweimal führte sie der Weg in die USA, einmal nach Israel. „In den USA haben wir zwei Wochen lang gegen verschiedene Teams gespielt. Anschließend haben wir noch zwei Wochen Urlaub gemacht und sind per Bus die Westküste entlang gefahren”, erinnert sich Gerecke an ein unvergessliches Erlebnis.
Mit dabei war auch Tochter Nora, eines von drei Kindern. Während des Aufenthalts entdeckte die damals 10-jährige ihre Begeisterung für die Sportart und ging anschließend lange Zeit für den USC auf Korbjagd - gegenwärtig ist sie in Braunschweig aktiv. Für die Spielerinnen war die Reise ins Mutterland des Basketballs ein zusätzlicher Ansporn. Zumindest lassen dies die Ergebnisse der folgenden Jahre vermuten.
So hatten die USC-Damen mehrmals die Möglichkeit von der 1.Regionalliga in die 2.Bundesliga aufzusteigen, verzichteten jedoch aufgrund der zu hohen finanziellen Belastung. Im Jahr 2000 war es dann endlich soweit, das Aufstiegsrecht wurde wahrgenommen, die Magdeburgerinnen spielten in Deutschlands zweithöchster Spielklasse.
„Der Aufstieg in die 2. Damen-Basketball Bundesliga war sportlich gesehen der größte Erfolg meiner Karriere”, sagt Lutz Gerecke, „und nicht nur der Aufstieg, sondern vor allem die Tatsache, dass wir in dieser Liga sportlich bestehen konnten.” Doch die finanzielle Situation zwang den USC nach nur einer Saison zum bitteren Gang zurück in die 1.Regionalliga. Dort hielt sich die Mannschaft bis zum Rücktritt Gereckes im Jahr 2006 - und spielte somit unter seiner Leitung immer mindestens in der 1.Regionalliga.
Ehrenmitglied auf Lebenszeit
Mittlerweile hat sich einiges verändert: die USC-Damen sind bis in die Oberliga, Sachsen-Anhalts tiefste Spielklasse im Frauen-Basketball, abgerutscht. Von Erfolgen vergangener Tage, kann der neue Trainer Stefan Hart (23) - seit 1. Juli 2011 im Amt - momentan nur träumen. Leistungsträgerinnen verließen den Verein zum Saisonende, nun soll mit jungen Nachwuchskräften ein Neuanfang gestartet werden.
Lutz Gerecke beobachtet das Geschehen natürlich nach wie vor. Immerhin wurde er 2006 zum USC-Ehrenmitglied auf Lebenszeit ernannt. Die Galionsfigur des Magdeburger Damen-Basketballs sieht dem neuen Trainer und der Zukunft des USC durchaus positiv entgegen: „Stefan Hart ist der Aufgabe gewachsen und hat meine vollste Unterstützung.”
Hart schätzt diese Unterstützung und weiß um die Verdienste Gereckes: „Man kann mit Worten gar nicht beschreiben was Herr Gerecke für den Verein geleistet hat”, so sagt er, „seine unglaubliche Liebe und Leidenschaft für den Basketball sollte niemals in Vergessenheit geraten.”
Das wird nicht passieren. Denn ein Gang in den Keller von Lutz Gerecke genügt, um sich die Geschichte des Damen-Basketballs in Magdeburg vor Augen zu führen. Und ein Gespräch mit Lutz Gerecke genügt, um zu erkennen, dass er eine wahre Basketball-Legende ist.
Daniel George (Text & Fotos)
Bereits erschienen in der Reihe “Legenden”:
Marlies Ixmeier - 04.09.2009
Siegfried Käsebier - 21.02.2011

MBC verstärkt sich auch abseits des Parketts
Für die Rückkehr in die Beko Basketball Bundesliga verstärkt sich der Mitteldeutsche BC Woche für Woche mit neuen vielversprechenden Namen. Zuletzt gab der Club mit Marcus Smallwood die Verpflichtung des besten Rebounders der Pro A und mit Aaron Cook auch die des besten Passgebers bekannt.
Doch auch außerhalb des Spielfeldes vermeldete der MBC einen Neuzugang: Die 25-jährige Julia Päschke wurde als neue Marketing Managerin engagiert und wird künftig sehr eng mit den beiden Geschäftsführern Jörg Hexel und Martin Geissler zusammenarbeiten. Zu ihren Aufgabenfeldern gehören unter anderem die Sponsorenakquise, die Weiterentwicklung der Marketing-Strategien sowie insbesondere der intensive Kontakt und die Pflege der MBC-Partner und Sponsoren.
Vom Basketball versteht Päschke auch sportlich einiges: In ihrem Heimatverein EBV Eisenhüttenstadt war sie einst als Spielerin, Trainerin und Schiedsrichterin tätig.
Johnson soll die Sixers führen
Auch eine Liga tiefer in der Pro B sind bei den BSW Sixers neue Hoffnungsträger gefunden. Nachdem der Verein am Wochenende bestätigte, mit dem Amerikaner Ryan McLemore seinen besten Rebounder und drittbesten Scorer der letztjährigen Aufstiegssaison erneut verpflichtet zu haben, ist nun auch die Königsposition im Aufbau nach Übersee vergeben.
Ab sofort wird der 1,70 Meter große Omar Johnson als Point Guard die Geschicke der Sixers lenken. Seine Collegezeit verbrachte Johnson an der University of Texas at San Antonio - für den 25-jährigen ist es das erste Engagement in Europa.
Basketball-hungrige Fans sollten sich daher bereits den 24. August fest im Kalender vermerken: Dann treffen die beiden besten Teams des Landes in Sandersdorf in einem Testspiel aufeinander.
Vorfreude auf die Lions steigt
Die Nummer eins auf der weiblichen Basketball-Landkarte Sachsen-Anhalts ist dagegen auch weiterhin der SV Halle. Nach der Verpflichtung von Jaroslaw Zyskowski als neuem Headcoach wurden nun auch an der Spielerfront Tatsachen geschaffen.
Neben den wichtigen Vertragsverlängerungen der slowakischen Nationalspielerin Michela Abelova sowie der Kanadierin Tamara Tatham haben die Lions-Veranatwortlichen mit Alissa Pierce eine weitere Top-Spielerin verpflichten können. Die 25-jährige US-Amerikanerin kommt von den Rhein-Main Baskets nach Halle und war in der Spielzeit 2009/10 DBBL-Topscorerin.
Und nicht zuletzt ist da auch noch die Rückkehr von Nadja Prötzig, die nach zwei Jahren Wanderschaft wieder ins Lions-Trikot zürückkehrt.
Eagles Nummer sechs und sieben
Eine Woche = zwei Verpflichtungen: So scheint der neue Rhytmus bei Erstregionalligist BBC Magdeburg zu lauten. Mit der Rückkehr von Felix Neumann (Aschersleben Tigers) und der Weiterverpflichtung von Dennis Gebert ist der Kader von Trainer Michael Opitz nun auf sieben Spieler angewachsen.
Sowohl Gebert als auch Neumann waren Wunschkandidaten von Opitz, der, wenn der aktuelle Rhytmus beibehalten wird, in zwei Wochen seinen Kader komplett haben dürfte.
Neu ist auf jeden Fall auch das Logo, dass der BBC Magdeburg nach der Auflösung der BG aus BBC und USC nun wieder führt. Das Team wird jedoch auch weiter als “Febro Eagles Magdeburg” firmieren.
BVSA kompakt stellten Thomas Schaarschmidt, Anna Blumtritt und und Thomas Weidig zusammen.
Wenn andere Urlaub machen, dann beginnt für die Talente von morgen die härteste Zeit des Jahres. Seit Montag schwitzen insgesamt 29 Nachwuchsspieler im BVSA-Leistungscamp in der Landessportschule Osterburg. Zwanzig Jungs und neun Mädchen stellen sich bis Sonntag dem Programm der BVSA-Trainer Christian Steinwerth, Sandra Rosanke, Sascha Prötzig, Florian Pätzolt, Maria Uhlenhaut, Rene Zetsche und Mario Leuschner. Das Ziel: Die Bildung der männlichen und weiblichen Landesauswahl des Jahrgangs 1999. “Alle ziehen gut mit und wir werden versuchen, hier und da auch mal den Spaß nicht zu kurz kommen zu lassen”, verspricht Landestrainer Christian Steinwerth.
Magdeburger rocken ab sofort
In Sachen Kaderzusammenstellung stockt es offiziell noch etwas beim Erstregionalligisten BG Magdeburg - erst fünf Spieler sind offiziell für die nächste Saison an Bord. Wirtschaftlich aber scheint der Verein auf dem richtigen Weg, fast täglich kann Präsident René Monser neue Unterstützer präsentieren.
Zu denen zählt nun mit “Rockland” auch ein offizieller Radiopartner. Künftig wird Rockland unter anderem mit Radiospots die Heimspiele-Spiele des BBC Magdeburg bewerben und ausführlich vom Auftritt der Febro Eagles berichten.
„Basketball ist bei jungen Leuten schwer angesagt und wird sicher mit dem Nowitzki-Hype und der Basketball-Euromeisterschaft weiter an Interesse gewinnen”, meint Rockland-Geschäftsführer und Programmdirektor Mario A. Liese, “wir wollen mithelfen, dass der Basketball auch in der Region einen größeren Stellenwert bekommt und die Febro Eagles auf dem Weg in die 2. Liga unterstützen!”
Spieler Nummer fünf ist im übrigen der 19-jährige Dominic Zydorek. Der 1,93m große Zydorek spielte in der letzten Saison für den MBC (NBBL), für die BG Magdeburg II (Oberliga) und für die Febro Eagles in der Regionalliga. Dort überzeugte er durch Athletik und tollen Einsatz.
Meldeschluss für Season Opening 2011
An diesem Freitag endet die Anmeldephase für das BVSA Season Opening 2011 am 10./11. September 2011 in Dessau. Interessierte Mannschaften können das Anmeldeformular per Mail oder Fax einsenden.
Oberharzer besetzen Trainerposten neu
Landesmeister und Zweitregionalliga-Aufsteiger Bodfeld Baskets Oberharz hat nun auch auf der Trainerposition namhafte Verstärkung an Bord geholt. Ab sofort betreut der Litauer Dainius Pleta die Mannschaft und wird damit Nachfolger von Holger Neubert, der das Team in nur vier Jahren als Spielertrainer von der Bezirksliga bis in die 2. Regionalliga führte.
Der 40-jährige Pleta war als Spieler litauischer Meister und später unter anderem beim SV Halle, dem BV Chemnitz (2. BL) und BiG Gotha (2004 - 2009) aktiv. Als Trainer betreute er den BV Chemnitz II, Oettinger Rockets Gotha (1. RL 2009/2010 als Head Coach und Assistant Coach, ProB 2010/2011 Assistant Coach) und stieg mit ihnen in die Pro B auf.
“Aufgrund der Tatsache, daß die Anforderungen in der höheren Liga dieses Jahr immer größer werden und durch meine beruflichen Aktivitäten ich die Spieler nicht in dem notwendigen Maß betreuen kann, bin ich sehr froh über diese Lösung”, meint Holger Neubert, “außderm kann ich mich wieder mehr auf meine Rolle als Spieler konzentrieren.”
Dichtes Testprogramm für den MBC
Der Pro A Ligist Mitteldeutscher BC hat seinen Vorbereitungsplan für die Saison 2011/12 bekannt gegeben. Nach dem Trainingsauftakt am 8. August bricht das Team drei Tage später ins Trainingslager auf, welches wieder im tschechischen Chomutov abgehalten wird. Insgesamt zehn Tage bleiben die Mitteldeutschen dort, beendet wird das Trainingslager am 20. August mit einem nicht-öffentlichen Testspiel gegen den Gastgeber BK Chomutov.
Nach der Rückkehr aus Tschechien steht am 24. August ein Vorbereitungsspiel gegen den Pro-B-Aufsteiger und Kooperationspartner BSW Sixers in Sandersdorf an. Am 28. August reisen die Wölfe dann nach Braunschweig und bestreiten dort eine Partie gegen den Play-Off-Viertelfinalisten New Yorker Phantoms.
Das erste Mal präsentiert sich das neu formierte MBC-Team am 31. August vor heimischem Publikum in der Stadthalle Weißenfels. Dann kommt der EuroChallenge-Gewinner von 2010, die BG Göttingen, in den Wolfsbau.
Am 2. September empfangen die Wölfe vor heimischer Kulisse zwei alte Bekannte. Dann sind der frühere MBC-Kapitän Will Chavis und sein Teamkollege Martin Ides mit dem Nürnberger Basketball Club (NBC) zu Gast. Die Nürnberger sind als Nachrücker in die Pro A aufgestiegen. Einen Tag später laufen die Saalestädter bereits in Gotha gegen den Pro-B-Ligisten BIG Oettinger Rockets auf.
Am 7. September brechen die Wölfe zu einem Turnier ins finnische Karhu auf. Am 12. September kehren die Mitteldeutschen zurück nach Deutschland. Dort wartet am 15. September mit Pro-A-Konkurrent BG Karlsruhe der ehemalige Verein von Headcoach Silvano Poropat im Wolfsbau auf den MBC.
Ein Wiedersehen mit Ex-Leitwolf Björn Harmsen gibt es am 18. September in der Stadthalle, wo gegen die LTi Giessen 46ers die Vorbereitungsphase der Wölfe abgeschlossen wird.
Mit dabei sein wird dann auch der neueste Wolf: Malte Schwarz. Der 1,88 Meter große Basketballer kommt von Phoenix Hagen aus der BBL und erhält beim MBC einen Vertrag über ein Jahr mit der Option für eine weitere Saison bei BBL-Aufstieg. Der 22-Jährige wird als Backup auf den Guard-Positionen eingesetzt und wird vor allem Darius Hargrove auf der Shooting-Guard-Position ergänzen.
Auf den Spuren von Tibor Pleiss
Bei der Endrunde um die Norddeutsche Meisterschaft in Oldenburg Anfang Juni lief er noch einmal für männliche U16-Mannschaft des USV Halle auf, nun heißt es: Abschied nehmen. Der 15-jährige Andreas Obst, eines der größten Basketball-Talente des Landes, wechselt in das Jugendprogram des Deutschen Meisters Brose Baskets Bamberg. Erstmals gesichtet wurde der 1,86 Meter große Obst bereits beim Bundesjugendlager 2010. Nun liegt vor ihm ein spannender und sicher auch steiniger Weg, um eines Tages etwa in die Fußstapfen eines Tibor Pleiss zu treten. Alles Gute, Andreas. Sachsen-Anhalt wird dich nicht vergessen.
BVSA kompakt stellten Thomas Schaarschmidt, Anna Blumtritt und und Thomas Weidig zusammen.
Am ersten Ferientag trafen sich die neu formierten Regionalauswahlen der einzelnen Stützpunktgebiete des BVSA in Aschersleben, um in einem Turnier die ersten Rückschlüsse auf Trainings und Spielerkader zu gewinnen. Gespielt wurde mit allen fünf Regionalteams im Format „Jeder gegen Jeden” nach verkürzter Spielzeit. Es entwickelten sich beinahe ausnahmslos enge Partien, die teils mit nur einem Punkt Unterschied ihren Ausgang fanden.
„Besonders freut mich, dass es alle beteiligten Regionalauswahlen geschafft haben, trotz des Ferienbeginns an diesem ersten gemeinsamen Turnier teilzunehmen. Wir wollten unbedingt einen beeindruckenden Start für das Gesamtprojekt hinbekommen und das ist Dank der Teams wirklich gelungen”, freute sich der Initiator des Programms, Landestrainer Christian Steinwerth, im Ascanaeum zu Aschersleben.
Dabei war die Alterstruktur sehr gemischt. Waren die Teams „Süd” und „Anhalt” sogar mit 2001er Jahrgängen bestückt, konnte man aber auch Spieler der Geburtsjahre 1995/96 erblicken. Klar, dass es dabei schwer war, die Spiele unter einem gemeinsamen Sichtungsaspekt zu beobachten. „Hier muss man den Coaches ein großes Kompliment machen, die durch aufmerksame Wechsel immer die Fairness im Blick behielten”, hieß es dazu vom Landestrainer.
Nicht nur hierbei war die Benennung der Regionaltrainer anscheinend die richtige. Auch die Spielweise der Teams ließ auf solide Trainingsarbeit schließen. „Alle Spiele waren intensiv und recht schnell. Dass noch Nachholbedarf im taktischen wie auch technischen Bereich vorhanden ist, war aber auch Teil unserer gemeinsamen Manöverkritik. Aber gerade da soll ja das System Regionalauswahl greifen”, gaben die Trainer nach einer kurzen „Arbeitsberatung” zu Protokoll.
Obwohl es also nicht um den Turniersieg ging, sondern viel mehr um das Sammeln von Spielerfahrungen für Spieler und Trainer, seien die Ergebnisse dennoch nicht verschwiegen: Mit dem Team „West” unter Gastgebertrainer Nandor Kovacs kamen die Hausherren als Erster ins Ziel. Ebenfalls drei Siege und eine Niederlage hatten die Teams „Mitte” und „Nord”, die aufgrund des Dreiervergleichs die Plätze zwei und drei belegten.
Mit den Teams „Süd” und „Anhalt” hatten die jüngsten Mannschaften noch große körperliche Nachteile und platzierten sich als Vierter und Fünfter dieser ersten Turnierauflage.
Dass es nach den Sommerferien mit diesen Vergleichen weitergehen soll, waren sich alle Teilnehmer einig: „Dieser Tag hat die Spieler von Spiel zu Spiel besser gemacht”, so Christian Steinwerth, “je öfter wir das machen, desto routinierter werden die Jungs und das Niveau insgesamt wird steigen.”
Am 25.06.2011 fanden in Zerbst der XIII. Jugendtag sowie der XVI. Landesverbandstag statt. Ab sofort können im Download-Bereich der BVSA-Homepage die Protokolle vom XIII. Jugendtag, vom XVI. Landesverbandstag sowie die Anträge mit Abstimmungsergebnis eingesehen werden. Die Versionen der Satzung & Ordnungen des BVSA sind ebenfalls auf der Homepage im Download-Bereich des BVSA aktualisiert wurden.
Norman Gunkel, Geschäftsführer
In Amtliche Mitteilungen, Verbandsnews, allgemeine News

Der Basketball Verband Sachsen-Anhalt (BVSA) wird in den kommenden Jahren die Förderung seines Nachwuchses noch intensiver und effizienter umsetzen. Als wichtiger Eckpunkt in einer gezielten nachhaltigen Entwicklung und Betreuung von Talenten hat der Verband bereits vor einigen Monaten ein neues Konzept ins Leben gerufen. In fünf territorial abgegrenzten Gebieten wurden Regionalauswahlen ins Leben gerufen, die gleich zweierlei Funktion erfüllen.
„Wir wollen zum einen die leistungsstärksten und vielversprechendsten Spieler aus Vereinen einer Region zusammenführen, zum anderen aber auch ein Netzwerk mit den betreuenden Trainern bilden”, erklärt BVSA-Landestrainer Christian Steinwerth (Foto), der das Projekt konzipiert hat und selbst etwas überrascht ist: „Das Feedback war unglaublich positiv.” Ohne viel Überzeugungsarbeit leisten zu müssen, zeigten sich die Vereine schnell bereit, das Konzept mit Leben zu erfüllen, stellten Hallenzeiten zur Verfügung, fanden geeignete Trainer und konnten 10- bis 15-jährige Kinder für die Auswahlen begeistern.
Die sind mittlerweile an fünf Standorten (Nord, Mitte, West, Süd, Anhalt) zu Hause. „Das Training ist überall sehr gut angelaufen, die Akzeptanz ist hoch”, freut sich Christian Steinwerth, „nun ist es Zeit, sich miteinander zu messen.”
Aus diesem Grund hat der BVSA am kommenden Sonnabend (9. Juli) nach Aschersleben eingeladen - dort stehen sich die fünf Regionalauswahlen zum ersten Mal im direkten Vergleich gegenüber. Zukünftig sollen pro Jahr drei oder vier dieser Turniere stattfinden. „Wir bekommen da natürlich einen super Überblick über die Leistungsfähigkeit der Mannschaften und das Potenzial jedes Talentes”, sagt Christian Steinwerth. Nicht nur der Landestrainer freut sich auf die Premiere am Sonnabend. “Ich bin sehr gespannt auf die Spiele”, sagt Marcus Barmbora, der die Asuwahl Anhalt betreut, “ich hoffe, dass wir 2-3 Dinge umsetzen können, die wir die letzten Wochen geübt haben.”
„Die Kinder erscheinen Woche für Woche hochmotiviert zum Training”, hat Stefan Stagge, einer der Trainer der Auswahl Mitte, beobachtet. „Die Kinder sollen vor allem lernen, ihren bisher erlernten Fähigkeiten zu vertrauen und dieser unter Druck anwenden zu können.” Auch Nándor Kovács, Coach der Auswahl West, ist vom Erfolg des Konzeptes überzeugt. „Ich sehe wirklich in jedem einzelnen Training eine Verbesserung.”
Kovács Mannschaft wird am Sonnabend Gastgeber in Aschersleben sein, in der Mannschaft stehen Spieler der Aschersleben Tigers, SC Osterwieck, Martineum Halberstadt und der Bodfeld Baskets Oberharz. „Die Arbeit macht mir unheimlich viel Spaß”, meint Nándor Kovács, „die Basis ist für unseren Sport doch das Entscheidende.”
Uwe Stephan, verantwortlich für das Team Nord, sieht zudem schon jetzt ein neues Miteinander in der Region. „Man geht merklich schon ganz anders miteinander um.” Kommunikation und Verständnis füreinander würden gestärkt - sowohl bei den jungen Basketballern als auch bei den Verantwortlichen in den Vereinen.
„Genau darauf zielen wir auch ab”, meint Christian Steinwerth, „wir mögen vielleicht ein kleines Basketball-Land sein. Doch wenn wir in diesem alle an einem Strang ziehen, kann genau deshalb am Ende dabei viel entstehen.” Man darf gespannt sein, wie die ersten Ergebnisse am Sonnabend in Aschersleben aussehen werden.
Zeitplan 1. BVSA Regionalauswahl Turnier
Sonnabend 9. Juli 2011
10.00 Uhr Mitte - West Süd - Anhalt
11.00 Uhr Nord - Mitte West - Süd
12.00 Uhr Süd - Mitte Nord - Anhalt
Pause
13.45 Uhr Anhalt - West Süd - Nord
14.45 Uhr Nord - West Anhalt - Mitte
Austragungsort
Sporthalle Ascaneum Aschersleben
Otto Lilienthal Straße 22
06449 Aschersleben
Regionalauswahlen im Überblick
Nord
Trainer Manuel Gericke / Gardelegen / Mo 16.30-18.30 Uhr
Süd
Trainer Sascha Prötzig /Halle / Do 16.30-18 Uhr
West
Trainer Nándor Kovács / Halberstadt Mo 16.30-18 Uhr
Mitte
Trainer Stefan Stagge & Marcel Albrecht / Wolmirstedt / Fr 17-19 Uhr /Magdeburg / Fr 17-19 Uhr
Anhalt
Trainer Marcus Brambora / Sandersdorf / Die 18-20 Uhr
Text: Thomas Schaarschmidt / Foto: Frank Aleithe