Basketball News

550 Fans feiern All Stars in Aschersleben

Donnerstag, 6. Januar 2011

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Zum fünften Mal traf sich am Donnerstag der Basketball Verband Sachsen-Anhalt (BVSA) zu seinem All Star Tag - diesmal in der Ballhaus-Arena in Aschersleben. Nach Sandersdorf (2007, 2008), Magdeburg (2009) und Halle (2010) war die Stadt im Vorharz damit zum vierten Ausrichterort des BVSA-Jahreshöhepunktes.

Wunsch geht in Erfüllung

Im besonderen Fokus des gesamten Tages stand dabei das All Star Game der 25 besten Basketballer des Landes Sachsen-Anhalt. Mit 108:105 nach Verlängerung setzte sich dabei das Team Weiß gegen die Mannschaft in der bunten Spielkleidung durch. „Wir hatten den Plan, dass das Spiel in die Verlängerung geht”, verriet Nandor Kóvàcs, Trainer vom siegreichen Team, „dass der Wunsch dann aber in Erfüllung geht, war am Ende aber sehr knapp.”

Nach ausgeglichenem Spielverlauf hatte sich das Team Weiß im letzten Viertel zwischenzeitlich einen Vorsprung von über zehn Punkten erarbeiten können. Nach der Aufholjagd des von Holger Neubert (Bodfeld Baskets Oberharz) gecoachten Teams war es Lokalmatador Steffen Müller (Aschersleben Tigers) vergönnt, mit einem Korbleger bei ablaufender Spielzeit für den 93:93-Ausgleich vor den 550 Zuschauern in der Halle zu sorgen.

Diese hatte allerdings schon am Vormittag ihre Pforten geöffnet. Von 11 bis 15 Uhr war die Ballhaus-Arena fest in der Hand des Basketball-Nachwuchses. Unter der Leitung von Nándor Kovács hatten 22 Kinder ein ausführliches Programm zu absolvieren. Unterstützung erhielt der Coach des Zweitregionalligateams aus Aschersleben von einigen All Star Spieler und zwei Fiba-Schiedsrichtern aus Afrika. Djeri Nourou und Kader Mahamadou waren an diesem Tag als Unparteiische angesetzt, sind in ihrer Heimat auch gleichzeitig Trainer und belegen momentan an der Universität Leipzig einen internationalen Trainerlehrgang. „Es war eine tolle Gelegenheit, unsere Arbeit mit Trainern aus einem anderen Land zu teilen”, freuten sich die beiden afrikanischen Gäste, „man konnte sehen, dass hier gute Nachwuchsarbeit geleistet wurde”, zeigten sie sich von den gesehenen Leistungen des Nachwuchses durchaus begeistert.

Tigers-Spieler wird Dunking-Champion

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Dunk Contest: Rolando Little

Doch nicht nur die Kinder in der Ballhaus-Arena, sondern auch einige Trainer des Verbandes hatten mehrere Stationen zu durchlaufen. Die absolvierten im benachbarten Ascaneum einen Trainer-Lehrgang unter der Leitung von Lehrwart Andreas Lau und Landestrainer Christian Steinwerth. Der fand sich kurze Zeit später auf dem Parkett des Ballhauses wieder.

In der Funktion eines von drei Jury-Mitgliedern galt es für ihn, Ascherslebens Vereinsvize André Blechschmidt und Tigers-Spieler Marco Klingberg, den neuen Dunking-Champion zu küren. Nach der Vorrunde hatten sich Justice Nall (Aschersleben Tigers) und Rolando Little für das Finale qualifizieren können. In diesem amerikanischen Duell sollte der Gastgeber am Ende knapp die Nase vorn haben.

Auch im anschließenden All Star Game standen sich die beiden Regionalligaspieler wieder gegenüber. Dort machte Justice Nall gleich mit dem weiter, womit er im vorangegangenen Wettbewerb aufgehört hatte - mit einem Dunking. Auch im weiteren Spielverlauf sollten sie sich ein heißes Kopf-an-Kopf-Rennen bei den erzielten Punkten liefern. Während bei Nall am Ende eine 27 stand, erreichte Little 26 Punkte. In dessen Team Bunt ragte allerdings Everage Richardson (Bodfeld Baskets Oberharz) mit 41 Zählern heraus - sechs Mal war er dabei von der Dreierlinie erfolgreich.

Seine Stärke von der Dreierlinie stellte er auch beim Dreiercontest unter Beweis. Er und sein US-amerikanischer Landsmann Julio Anthony (BSW Sixers) setzten sich in einem siebenköpfigen Bewerberfeld um die Krone des Dreierkönigs durch und duellierten sich während der Halbzeitpause des All Star Games ein weiteres Mal. Mit 22 von 30 möglichen Punkten setzte sich dabei Julio Anthony durch und sorgte dafür, dass nach Elton Coffield zum zweiten Mal ein Sixers-Spieler zum besten Dreierschützen Sachsen-Anhalts wurde.

Lob an den Veranstalter

Während der zweiten Spielhälfte und der fünfminütigen Verlängerung nahm er allerdings wieder auf der Tribüne Platz und musste mit ansehen, wie beinahe Everage Richardson sein Team Bunt in der Verlängerung zum Sieg geführt hätte. Seine dort erzielten zehn Punkte sollten aber nicht reichen. „Trotzdem war er für mich heute der beste Spieler”, zollte Trainer Holger Neubert der Leistung seines Spielers Respekt, „aber das ist in so einem Spiel nicht wichtig. Es war auf jeden Fall eine sehr gelungene Veranstaltung, mit der Aschersleben neue Maßstäbe gesetzt hat.”