Basketball News

Mitgas Streetball-Tour 2010

Freitag, 2. Juli 2010

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Die Streetball-Tour ist eine beliebte Veranstaltungsreihe der Sportjugend Sachsen-Anhalt zusammen mit dem Basketball Verband Sachsen-Anhalt. Unter dem Motto “Mit Streetball gegen Drogen und Gewalt” finden seit 1996 jährlich Stadtfeste, Aktionstage, Schulfeste und diverse Streetball-Events statt.

Im Spiel ohne Betreuer und Schiedsrichter sind die Mitspieler aufgefordert, Konfliktsituationen selbst zu lösen und Entscheidungen zu tolerieren. Im Mittelpunkt stehen dabei die gewaltfreie sportliche Begegnung und das ungezwungene Zusammensein von Jugendlichen. Die im Sport geltenden Regeln wie Fairness, Chancengleichheit, Nichtdiskriminierung und Multikulturalität erlangen beim Streetball eine hohe Bedeutung und leisten einen wichtigen Beitrag zur Gewaltprävention bei Jugendlichen.

Seit 2010 unterstützt die MITGAS Mitteldeutsche Gasversorgung GmbH das Streetball-Projekt der Sportjugend Sachsen-Anhalt. Unmittelbar nach der Bekanntgabe veranstalteten beide Partner ein gemeinnütziges Turnier auf dem Firmengelände der EnviaM, bei dem es auf die Treffsicherheit der Angestellten des Energiekonzerns ankam. In einem vorgegebenen Zeitrahmen waren die Distanzwurfqualitäten gefragt, denn pro Treffer gab es 10 Euro - am Ende standen 8.000 Euro auf dem Scheck, der an ein soziales Projekt weitergereicht wurde.

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Entstehung der Tour

“Es ist 1996, meine Freundin ist weg und bräunt sich…”, sang damals schon die beliebte Hip-Hop-Combo “Fettes Brot”, die garantiert auch im nagelneuen Tour-Bus von Bernhard Wittke zu hören war. Er und die Sportjugend Sachsen-Anhalt erkannten in diesem Jahr den aufsteigenden Trend des Basketballs im Lande. In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Basketball Bund feilte das Team an einem Plan, der diesen Sport den Basketballern Sachsen-Anhalts näher bringen sollte - der Grundstein der Streetball-Tour war gelegt.

Sofort nach der Genehmigung des Projektes wurde das dazu nötige Equipment besorgt. “Damals hatten wir keinerlei Erfahrung mit einem solchen Projekt”, erinnert sich Bernhard Wittke, “deshalb bin ich dem nordrhein-westfälischen Landesverband sehr dankbar für seine Starthilfe.” Bald sollte jedes Bundesland seine eigene Streetball-Tour haben und ein German-Championship im Streetball austragen. Der Sinn des Projektes war zum einen die Jugendlichen an den Sport heran zu führen - doch hauptsächlich sollten sozial benachteiligte junge Menschen präventiv eine sinnvolle und gewaltfreie Freizeitbeschäftigung im Streetball finden. So lag es nahe, dass die Tour vorwiegend an Brennpunkten wie Magdeburg-Olvenstedt oder Halle-Neustadt Halt machte.

Durch die Förderung des Landes und des Deutschen Basketball Bundes konnten neben den Fahrzeugen, der technischen Ausrüstung und den mobilen Anlagen auch feste Streetball-Plätze gebaut werden. “Dort, wo Plätze benötigt wurden, haben wir geholfen”, so der Chef der Streetball-Tour.


Das Highlight

Nach all seinen Dienstjahren als Tourleiter braucht Wittke nicht lange überlegen, als es um die Frage nach dem persönlichen Highlight ging. “Der Gewinn der German-Championships im Streetball Ende der neunziger Jahre”, schießt es aus dem Mund des Dessauers heraus,”das war ein tolles Erlebnis.”

Die “Köthener Keiler” um den Sneaker-Baron und BVSA All Star Toby Ay gewannen den Titel als beste Streetball-Mannschaft in einem packenden Finale. Das in Herten ausgetragene Turnier, zu dem sich die besten Teams aller Bundesländer qualifizierten, erlebte einen Krimi. “Das Spiel ging in die Verlängerung”, erinnert sich Wittke,”und wurde mit 12:11 gewonnen.”

Für ihn sei jeder Jugendliche, der Spaß am Basketball habe, ein Highlight, doch an diesen Nachmittag in Herten erinnert er sich besonders gern zurück.


Die Tour 2010

Die aktuelle ‘Mitgas-Streetball-Tour’ ist in vollem Gange - sie startete Ende Mai mit dem Auftakt-Turnier in Naumburg. Sie führt quer durchs ganze Land und endet mit den Streetballnächten in Stendal und Merseburg am 19./ 20. November.

Am Turnier in Kalbe/Milde vom 12. Juni, erkennt man das immer noch starke Interesse am Streetball. Mit knapp 50 teilnehmenden Mannschaften zählt es zu den großen Turnieren des Landes.