Basketball News

Basketball SZENE - Oskar gegen Alba, Doppel Alex und Pokalkracher

Mittwoch, 24. Februar 2010

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Mehr als fünfzig Basketballspiele werden jedes Wochenende während der Saison von den im BVSA organisierten Teams absolviert. Dabei kommt es nicht nur auf dem Feld, sondern auch daneben zu vielen kleinen und großen Geschichten. Einige davon sollen jeden Mittwoch hier in der Rubrik Basketball-Szene erzählt werden. In der heutigen Ausgabe stehen interessante Personalien im Mittelpunkt.


Einer für Alba

In Weißenfels und wahrscheinlich auch der gesamten Basketball-Community Sachsen-Anhalts fiebert man dem kommenden Sonnabend entgegen: Ab 19.30 Uhr gastiert dann Alba Berlin zum Beko BBL Highlight in der Stadthalle. Kurz vor seinem heimlichen Saisonhöhepunkt hat der MBC der Partie noch einmal eine besonders pikante Note hinzugefügt: Ab sofort wird das deutsche Top-Talent Oskar Faßler mit einer Doppellizenz beim Mitteldeutschen Basketball Club auf Korbjagd gehen. Der 21-jährige Shooting Guard war erst Ende Januar von Alba zum Kooperationspartner Science City Jena gewechselt, um mehr Spielzeit zu erhalten. Künftig wird er neben seinem Stammverein Jena auch in Weißenfels BBL-Erfahrung sammeln.

2010-02-22-faslerBereits mit 17 Jahren kam der gebürtige Berliner zum ersten Mal in der Beko BBL für Alba zum Einsatz. Die ersten Basketballschritte machte er beim TuS Neukölln. 2004 wechselte das Nachwuchstalent von den Marzahn Basket Bären zum TuS Lichterfelde. Ab 2005 lief er mit einer Doppellizenz für ALBA und Lichterfelde auf. Der 1,98 Meter große Basketballer durchlief alle Junioren- und Jugend-Nationalteams und avancierte dabei schnell zum Leistungsträger. Im Sommer nahm Faßler mit der A2-Nationalmannschaft an der Universiade in Belgrad teil und machte damit nachhaltig auf sich aufmerksam. Beim Ligakrösus des deutschen Oberhauses kam der Shooting Guard in der laufenden Spielzeit nur auf Kurzeinsätze, stand in acht Partien rund viereinhalb Minuten im Schnitt auf dem Parkett.

Der Wechsel zu Science City Jena hat sich für ihn schon wegen seines Wunsches nach mehr Spielzeit gelohnt. In den bisher bestrittenen fünf Begegnungen der Jenaer kam Faßler auf fast 24 Spielminuten pro Partie, legte dabei 8,6 Punkte und 3,6 Rebounds auf. Mit der Doppellizenz will der Youngster auch in der Beko Basketball Bundesliga viel Spielzeit erlangen und somit wichtige Spielerfahrung sammeln. „Ich freue mich darüber, dass es mit einer Doppellizenz für den MBC geklappt hat”, so Faßler, “mein Ziel ist es, mir viel Spielzeit zu erarbeiten und die Rolle, die mir zugewiesen wird, so gut wie möglich zu erfüllen. Ich möchte der Mannschaft so gut es geht helfen und gemeinsam viele Spiele gewinnen. Nach der Vertragsauflösung mit Alba Berlin ist die Doppellizenz eine super Lösung für mich und die beiden Mannschaften.”

In seinem ersten Einsatz im MBC-Trikot gegen Frankfurt wurde Faßler gleich acht Minuten eingesetzt, verteilte einen Assist und schnappte sich einen Rebound. Gegen die alten Kollegen darf die Bilanz am Sonnabend durchaus ausgebaut werden.


Zweimal Alex für Wetzlar

Am vergangenen Wochenende war das Nachwuchsprojekt „Talente mit Perspektive” zu Gast in Dessau. Insgesamt 95 Mädchen in der Altersklasse U14 aus acht verschiedenen Bundesländern nahmen an dem Vorauswahlturnier in der Sporthalle des Hugo-Junkers Berufsschulzentrums teil. Das vom DBB zusammen mit seinem Hauptsponsor der ING-DiBa durchgeführte Projekt findet 2010 bereits im dritten Jahr statt.

Das Turnier in Dessau war hierbei eines von vier Vorauswahlturnieren auf dem Weg zum Finale in Wetzlar. Bei den Vorauswahlturnieren hatten Spielerinnen und Spieler die Möglichkeit vor den Augen der Bundestrainer ihr basketballerisches Können zu zeigen und sich im besten Fall für einen der zwei Regionalkader je Standort zu
qualifizieren. In Dessau übernahmen die Bundestrainer Imre Szittya (Damen), Alexandra März (weibliche U18) und Ortwin Doll (weibliche U16) die Sichtung der weiblichen Talente aus Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Baden- Württemberg, Hamburg, Berlin, Thüringen und Hessen an den Turniertagen.

2010-02-24-bb-szene-schlenkerDer Oberbürgermeister der Stadt Dessau-Roßlau Klemens Koschig hieß die Spielerinnen und Trainer am Samstagvormittag willkommen und zeigte sich sehr erfreut darüber, dass in Zusammenarbeit mit dem Sportamt bereits zum dritten Mal perfekte Rahmenbedingungen für dieses hochklassige Turnier geschaffen werden konnten.

Am Ende setzte sich das Team Niedersachsen im Finale gegen Team Berlin mit 48:25 durch und darf sich somit verdient als Sieger dieses Vorauswahlturniers bezeichnen. Die Siegermannschaft stellte letztendlich auch mit insgesamt 8 Spielerinnen die meisten Nominierungen für die beiden Regionalkader. Doch auch Sachsen-Anhalt stellt mit Alexandra Kurzeja (USV Halle) und Alexandra Schlenker (Baskets Wolmirstedt, Foto) zwei Nominierte. Dazu wird auch Landespooltrainerin Sandras Rosanke als Coach mit nach Wetzlar zum Finalturnier reisen. Glückwunsch an unser Trio!



Erster Finalist wird gesucht

Morgen Abend beginnt mit dem ersten Halbfinale zwischen Gastgeber Hallescher SC 96 und der BG Aschersleben Tigers der Kampf um den Einzug ins Landespokalendspiel der Herren 2010. Wenn beide Teams ab 20.15 Uhr in der altehrwürdigen Sporthalle Burgstraße in Halle aufeinandertreffen, dann tun sie dies mit gestärktem Selbstvertrauen.

Am größten dürfte dies bei den Gästen aus dem Harz sein, die am vergangenen Wochenende mit dem 80:63-Heimsieg gegen den VfB Hermsdorf II den siebenten Regionalliga-Sieg in Folge feiern konnten. Aber auch auf Seiten des HSC darf man selbstbewusst sein: Etwas überraschend siegte die Mannschaft zuletzt auswärts bei den Berlin Baskets - immerhin Tabellenzweiter - mit 79:70. Dabei versenkten die Hallenser nicht weniger als 11 Dreier - ein gutes Warmschießen für den Donnerstagabend.

Das zweite Halbfinale wird am kommenden Mittwochabend in Sandersdorf zwischen den BSW Sixers und der BG Magdeburg ausgetragen. Bei den Damen empfangen die Justabs-Frauen am Dienstagabend die BSW Sixers, hier wird der Gegner für den bereits feststehenden Finalisten und Pokalverteidiger USC Magdeburg gesucht.


Zitat der Woche

Ich bin stolz auf das Erreichte, das uns von kaum einer Seite zugetraut wurde. In den Play-Offs muss allerdings eine Steigerung her, um das Halbfinale zu überstehen.”

Florian Zillibiller, Trainer der BG Aschersleben II, über die überraschende Qualifikation seines Teams für die Play-offs der Oberliga Herren.

Die Basketball Szene stellten Thomas Schaarschmidt, Anna Blumtritt und Christian Kattner zusammen.