Sachsen-Anhalt rüstet sich für den Super-Samstag. Wer immer einen Basketball im Herzen schlagen hat, sollte sich auf den Weg in die Weißenfelser Stadthalle machen. Dort stellt sich der deutsche Primus Alba Berlin vor und dürfte für einen neuen Zuschauerrekord sorgen. Die Verantwortlichen haben für die Abendkasse ausreichend Sitzplatztickets zurückgehalten, so dass auch Kurzentschlossene noch eine Chance auf den BBL-Kracher haben. Und sonst? Wird natürlich auch noch anderswo gespielt, was unsere weiteren fünf Spielempfehlungen wiederspiegeln.
Beko Basketball Bundesliga Herren
Mitteldeutscher BC (12-12) - Alba Berlin (19-4) / Sa, 19.30 Uhr
Es ist der Moment, in dem ein Aufstieg in die Beko BBL noch einmal besonders großen Spaß macht: Alba kommt. Das Spiel gegen die deutsche Nummer eins (ok, Oldenburg ist Meister, dann eben die gefühlte Nummer eins..) weckt beim MBC und seinen Fans besondere Emotionen. Das machte schon das Hinspiel Mitte Januar deutlich, als Hundertschaften von der Saale an die Spree reisten, um den Weißenfelsern in der Auswärtspartie in der O2-World die Daumen zu drücken. Das Spiel ging zwar deutlich mit 65:86 verloren, doch blieb als Erlebnis trotzdem haften.
Nun schauen die Albatrosse in der Stadthalle vorbei - und die wird am Samstagabend rappelvoll sein. Schon seit Tagen räuspert und wispert es sich in der Region nur noch zu einem Thema: Alba lockt die Fans in Scharen. Doch nicht nur wegen zu erwartender gut gefüllter Eintrittskassen ist die Vorfreude bei den MBC-Verantwortlichen groß. “Das ist für uns eigentlich das leichteste Spiel der Saison”, sagt Coach Björn Harmsen, “wir können absolut locker in die Partie gehen und werden einfach mal versuchen, Berlin vielleicht etwas zu ärgern.”
Um eine Sensation zu schaffen, das weiß man beim MBC genau, müsste schon viel zusammenkommen, noch dazu wo die Weißenfelser auch in Zukunft nicht auf Johnnie Gilbert zurückgreifen können. Doch allein schon die Tatsache, Alba zu einem Punktspiel zu empfangen, macht den Samstagabend in Weißenfels zu einem ganz besonderen - und ist Lohn für die Arbeit der Wölfe in den vergangenen Jahren. Genießen ist angesagt.
2. Regionalliga Herren Ost, 20. Spieltag
Hallescher SC 96 (6-10) - Greifswalder SV (1-14) / Sa, 16.30 Uhr
Das Pokalhalbfinale gegen die Aschersleben Tigers vor Augen hatte man beim Halleschen SC 96 am Donnerstagmittag aber schon das Regionalligaspiel gegen Greifswald im Kopf. “Wir sind komplett und wollen mit einem Sieg die Weichen für den Klassenerhalt stellen”, blickte Coach Cornell Kairies optimistisch in Richtung Samstag. Ob das Halbfinale im Landespokal nun die berühmte misslungene Generalprobe war oder einfach das Warmup für die morgige Partie gegen Greifswald sei dahingestellt. Eines ist jedoch Fakt: Es wurde mit 72:75 verloren.
Ein Ausgang, der gegen Greifswald wohl nicht auf dem Wunschzettel des HSC stehen dürfte. Ein Blick auf die Tabelle zeigt dabei eigentlich eine klare Ausgangslage. Mit nur einem Sieg und 14 Niederlagen sind die Nordlichter das Schlusslicht der Tabelle. Ein Pflichtsieg, wenn da nicht das Wörtchen wenn, oder in dem Fall Michael Buse wäre. Der ehemalige MBC-Center verstärkte seinen Heimatclub vor dem letzten Punktspiel und führte ihn mit 28 Punkten prompt zum ersten Saisonsieg. “Ich habe damals selber mit ihm zusammengespielt”, schaut Kairies auf die MBC-Zeit zurück, “ich kenne seine Stärken, aber auch seine Schwächen.” Und mit diesem Wissen sollte es doch auch zu einem Sieg reichen.
Oberliga Herren, Nachholspieltag
VfL Kalbe/Milde (7-10) - BG Aschersleben Tigers II (10-7) / Sa, 19 Uhr
Eigentlich sind in der Oberliga alle Messen gesungen. Eigentlich. Denn das spannendste Play-off Rennen aller Zeiten ist zwar vor dem letzten Spieltag der regulären Saison prinzipiell beendet. Was jedoch noch offen bleibt, ist in welcher Reihenfolge die vier Meisterschaftsanwärter nun in die Post Season starten. Einzig sicher ist: Der USV geht von der Pole Position ins Rennen. Doch dahinter ist noch alles offen.
Glaubt man jedoch Florian Zillibiller, ist dem nicht so. “Wir haben maximal eine 50/50 Chance, uns noch zu verbessern”, sagt der Coach der Tigers II. Er wird selbst genau wie vier seiner wichtigsten Spieler (Münch, Hallermann, Neumann, Brune) nicht mit nach Kalbe reisen, was den VfL zum mehr als kleinen Favroiten für die Partie macht. Nachdem die Kalbe-Truppe zuletzt den BC Anhalt aus den Play-offs kegelte, könnte ihr nun durchaus auch die zweite Überraschung in Folge gelingen.
Nachwuchs Basketball Bundesliga, 14. Spieltag
Mitteldeutscher BC (3-10) - TV Langen (6-7) / So, 14 Uhr
Das letzte Spiel der regulären Saison für den MBC. Die Giraffen aus Langen befinden sich mitten im Kampf um den letzten verbleibenden Play-off Platz und sind somit auf einen doppelten Punktgewinn in Halle angewiesen. Doch die Wölfe werden die zwei Punkte sicherlich nicht freiwillig verschenken, denn es ist noch eine Rechnung aus dem Hinspiel offen. Damals gab es eine sehr unglückliche 85:86-Niederlage in Langen und die Wölfe wollen Revanche dafür nehmen. MBC-Coach Kairies macht eine klare Ansage: „Wir haben die Ereignisse in der Schlussphase des Hinspiels nicht vergessen und meine Mannschaft wird hoch motiviert in diese Partie gehen.”
2. Regionalliga Damen (Ost), 14. Spieltag
USC Magdeburg (6-4) - SSV Lokomotive Bernau (6-5) / So, 15 Uhr
Die Damen des Universitäts Sportclub Magdeburg liegen derzeit auf dem fünften Tabellenplatz. Am Sonntag empfangen sie in der Sporthalle Schroteplatz den viertplatzierten SSV Lok Bernau. Das Hinspiel in Bernau war eine klare Sache. Mit 98:61 gewannen die Landeshauptstädter. Elisabeth Röhrmann erzielte damals 31 Punkte. Überhaupt ist Röhrmann mit 23.6 ppg die Topscorerin der 2. Regionalliga Ost. Trotz der negativen Heimbilanz (2:3) ist der USC der Favorit des Spiels.
Bezirksliga Südost Herren, 14. Spieltag
TV “Gut Heil” Zerbst (9-2) - MTV Wittenberg (11-0) / Sa, 14 Uhr
Vor der Saison war das Ziel des MTV Wittenberg klar: Nach dem unnötigen Abstieg aus der Landesliga Südost wollte man den sofortigen Wiederaufstieg schaffen. Und der MTV hat den Worten Taten folgen lassen. Gewinnt Wittenberg am Samstag gegen Zerbst, wäre dem Team der Aufstieg wohl nicht mehr zu nehmen. Einiges dagegen haben wird Thomas Sauermilch. Der Zerbster Flügelspieler, der auch unter den Körben schwer zu stoppen ist, macht knapp 30 ppg. Das Hinspiel gewann Wittenberg deutlich mit 77:56.
Die Wochenendvorschau stellten Marcus Bräuer, Thomas Schaarschmidt, Rico Warias, Chris Huhn und Christian Kattner zusammen.