
Es ist Halbzeit in den Nachwuchs-Staffeln des BVSA - Grund genug um ein erstes Zwischenfazit zu ziehen. Doch wer übersichtliche Tabellen mit identischen Spielzahlen erwartet, wird enttäuscht werden. Auch erste und zweite Halbserie haben altersklassenbezogen unterschiedliche Termine. Zudem ist das Wettkampfssystem vielfältiger geworden. Schwerpunkt bleibt für alle Nachwuchsspieler/innen die Landesmeisterschaft. Für einige Talente sind jedoch die Nachwuchsbundesligen als grössere Herausforderung dazu gekommen. Ihrem überregionalen Charakter geschuldet, erfordern sie auch Terminkompromisse in der Landesmeisterschaft. Ein Lob den Jugendtrainern in den Vereinen: Sie haben die Terminkoordination gut bewältigt.
Umfangreicherer Spielverkehr bei den Mädchen
Das Interesse von Teams aus unserer Nachbarschaft, aus Leipzig und aus Jena, ihren Spielverkehr zu erweitern, hat auch unseren Spielbetrieb bereichert. Nachdem Gaststarter aus Sachsen und Thüringen bei den Jungen seit drei Jahren Normalität sind, praktizieren in dieser Saison auch die Mädchen den Ligabetrieb mit Gästen. Wir können dadurch erstmalig in der AK 13 und AK 15 Spielverkehr in Sechserstaffeln und in der AK 17 in einer Vierer- Staffel anbieten. Den Wünschen aus Kalbe geschuldet, gibt es zusätzlich eine kleine Bezirksliga weiblich 13.
In der AK w13 wird vermutlich der USV Halle Herbstmeister werden. SC Osterwieck, SV Halle , Ladybaskets Jena und eventuell der TSG Markkleeberg kämpfen um die nächsten Plätze. Über den Meistertitel ist aber noch lange nicht das letzte Wort gesprochen. Der BBV Leipzig hat viele Anfänger im Team und sammelte erste Wettkampferfahrungen.

Die BSW Sixers haben in ihr neues weibliches Stützpunktteam auch Spielerinnen aus Dessau und Zörbig integriert.
Ein ähnliches Bild bietet die AK w15. Dem USV Halle ist zur Halbzeit der erste Rang nicht mehr zu nehmen. Auch hier kämpfen SV Halle, Ladybaskets Jena und SC Osterwieck um die nachfolgenden Ränge. Das Stützpunktteam der BSW Sixers befindet sich im Aufbau. In der AK w17 ist ebenfalls der USV Halle als „Halbzeitmeister” zu erwarten. Der Kampf um den Titel wird ein Zweikampf mit dem USC Magdeburg. Zwischen MTW Wittenberg und BBV Leipzig wird um „Bronze” gerungen.
Christine Schaks, Abteilungsleiterin und Trainerin des USV Halle ist zufrieden: „Erfreulicherweise gibt es bei den Mädchen in dieser Saison zahlreiche knappe Resultate. Wir sind sehr zufrieden, dass wir uns auch bisher in diesen Begegnungen durchsetzen konnten”.
Intensiver Spielverkehr bei den jüngeren Jahrgängen
Bei zwei Nachwuchs-Bundesligen der Jungen ist selbstverständlich der Einfluss auf den Landesspielbetrieb bedeutender. So gibt es bei der AK m20 nur ein
Viererfeld und auch bei der AK m18 fehlt ein Team zum kompletten Feld. Die Jungen dieser Altersklassen, die nicht in der NBBL oder JBBL spielen, können jedoch ihr Spieldefizit in Herrenspieleinsätzen kompensieren.
In der m20 zieht der HSC 96 souverän seine Kreise. Es folgen SSV Weissenfels und der USV Halle. In der m18 spielt der Gast USC Leipzig um die Tabellenspitze mit. Da erst fünf Spiele ausgetragen sind, wollen wir über weitere Plazierungen nicht spekulieren. Volle Starterfelder gibt es in den jüngeren Altersklassen der Jungen. Auch hier spielen Gäste aus Leipzig . Dominik Braun vom USC Leipzig freut sich: „Für uns bereichern die Spiele mit überschaubaren Entfernungen den Terminkalender. Wir bestreiten diese Spiele vorrangig mit den jüngeren Jahrgängen der Alterklassen, um die Führungsspieler von morgen Erfahrungen sammeln zu lassen”.
Auf Platz eins in der m16 steht zur Zeit der USV Halle, die BG Ascherleben gehört neben USC Leipzig und dem HSC 69 zu den aussichtsreichsten Anwärtern auf die nächsten Ränge. Alle drei haben noch zwei Spiele in der I. Halbserie zu bestreiten. Der MBC Weissenfels und die BG Magdeburg befinden sich im Aufbau. In dieser Altersklasse habe die Rundenspiele nur einen Qualifikationswert. Die Entscheidung fällt im Play-off.

Christine Schaks.
Zur m14 nochmals Christine Schaks vom USV: „ Wir freuen uns, dass wir mit unserem stärksten Team, der männlichen U14, bisher die Erwartungen erfüllen konnten.” Das Team steht mit vier Siegen ungeschlagen an der Tabellenspitze. Der HSC 96, Baskets Wolmirstedt und MBC Weissenfels kämpfen um die nächsten Ränge. Der Gast aus Leipzig, der USC, hat bisher erst einen Sieg, aber gute Spiele abgeliefert. Der SV Halle baut, nach einigen Jahren Pause, eine neue junge Mannschaft auf.
Mädchen wie erwartet auf Bundesebene stark
Der BVSA ist auf Grund seiner guten Ergebnisse DBB- Leistungschwerpunkt weiblich. Es überrascht nicht, dass die Mädchen des SV Halle mit Trainer Martin Dornhoff in den Gruppenspielen der weiblichen Nachwuchsbundesliga (WNBL) souverän Siege einfahren. Ernsthafter Rivale um Gruppenplatz eins ist das auch noch ungeschlagene Team aus dem Raum Grünberg - am Sonntag kommt es in der Sporthalle Burgstraße in Halle zum Duell. Unabhängig vom Ausgang dieses Spiels beginnt für die Hallenser „der Ernst des Lebens” erst in der Play-off-Phase. In Kenntnis der bisherigen Leistungsdichte bei den Mädchen war nicht zu erwarten, dass die Gruppenspiele viele leistungsfördernde Spiele bringen werden.
In der NBBL und JBBL sind die 19-jährigen und 16- jährigen Talente bisher noch ohne Sieg. Das NBBL-Team des MBC mit Trainer Cornell Kairies hat es in den bisherigen Jahren immer in der zweiten Halbserie und den Play-off-Spielen zur Leistungssteigerung und zum Klassenerhalt geschafft. Chancenlos war in den bisherigen Spielen der JBBL das MBC-Team mit dem Trainertrio Christian Steinwerth, Stefan Mähne und Florian Pätzolt. Ein Fingerzeig könnte die noch ausstehende Partie gegen den ebenfalls noch sieglosen Gegner aus Berlin geben.
Gunther Schmidt ist BVSA-Finanzwart sowie Staffelleiter der Nachwuchs-Landesligen und lebt in Steuden. Er kann per Mail erreicht werden.