Archive for November, 2009

“Es geht nicht nur um das Gewinnen”

Samstag, November 28th, 2009

2009-11-28-interview-head1

Das mit Spannung erwartete Sachsen-Anhalt Derby in der 1. Regionalliga Nord der Herren zwischen den BSW Sixers und der BG Magdeburg endete am Samstagabendmit einem klaren 86:69-Erfolg für die Sixers. Auf beiden Trainerbänken saßen dabei US-Amerikaner. Mit Keith Gray (Sixers) und Michael Mai (Magdeburg) halten zwei engagierte Coaches die Fäden bei ihren Teams in den Händen. Was lag also näher, als die beiden Exil-Amerikaner einige Tage vor dem Derby zusammentreffen zu lassen und sie über Basketball, ihre Erfahrungen in Deutschland sowie natürlich einen Ausblick auf das Derby zu befragen.

Eines wurde dabei schnell deutlich: Während in dem früheren Bundesliga-Profi Gray, der mit 65 Punkten in einem Spiel bis heute einen aktuellen Erstligarekord hält, noch immer das Herz des Spielers schlägt, verkörpert Michael Mai, der seine Karriere auf dem Feld verletzungsbedingt früh beenden musste, einen ganz anderen Trainertypus.


Vom Spieler zum Trainer, wann war der Punkt, an dem sie entschieden haben, vom Feld auf die Bank zu wechseln?

Gray: (lacht) Das konnte ich mir eigentlich nie vorstellen. Ich wusste immer, dass es schwer werden würde, jemanden zu trainieren, der nicht wie ich damals als Spieler alles aus sich herausholt, nicht auf dem höchsten Level spielt. Das hat es mir in meiner bisherigen Trainerkarriere nicht gerade einfach gemacht. Ich verlange sehr viel, aber ich lerne mittlerweile auch dazu. Als Coach musst du die Leute trainieren, die im Team sind, nicht jeder kann ein großartiger Spieler werden. Am Ende wollte ich einfach wissen, ob ich es hinkriege, ein guter Coach zu sein.

Mai: Mit 25 hatte ich schon viel Basketball hinter mir, einige schwerere Verletzungen und habe gespürt, dass mein Körper diese Belastung auf Dauer nicht mehr aushält. Doch Basketball war ein großer Teil meines Lebens und ich wollte ihn nicht aufgeben. Auf einer meiner Touren mit einem Showteam habe ich gesehen, welch großen Einfluss man als Trainer auf eine Gruppe von Menschen haben kann. Das war für mich eine Vision, der ich gefolgt bin.


Sie leben nun beide schon viele Jahre in Deutschland, können sie sich noch an ihre ersten Eindrücke erinnnern?

2009-11-28-interview-maiMai: Das war im Jahr 1995, als ich mit meinem Collegeteam nach Deutschland gekommen bin. Wir haben ein Camp in Lörrach absolviert und später eines in Chemnitz. Ich weiß noch genau: Ich bin aus dem Flugzeug gestiegen und habe in den ersten zwei Stunden der Zugfahrt vier Filme für meinen Fotoapparat verbraucht. Es gibt hier so viele Sachen, die Amerikaner nicht kennen: In Deutschland stehen Kirchen, Schlösser oder Häuser die gebaut wurden, hunderte Jahre bevor Amerika überhaupt erst gegründet wurde. So etwas hatte ich noch nie gesehen. Und ich erinnere mich an die freundlichen Menschen hier, die uns so freundlich aufgenommen haben. Und natürlich an mein erstes Schnitzel.

Gray: Ich bin 1987 nach Deutschland gekommen und habe mich sofort sehr wohl gefühlt. Vorher bin ich ein Jahr auf den Philippinen gewesen und das war schon ein riesiger Unterschied. Das ganze soziale System, die Art und Weise, wie man sich um mich als Spieler gekümmert hat, das hat mich schon beeindruckt.


Nach all den Jahren, was mögen sie an Deutschland am meisten? Und was stört sie?

Mai: Es mag etwas altmodisch klingen, aber ich schätze die Möglichkeiten, die Deutschland mir bietet. Dabei meine ich nicht nur die Tätigkeit als Trainer, sondern auch die kurzen Entfernungen. In fünf Stunden kannst du in fünf verschiedenen Ländern sein und so viele Dinge erleben und Menschen treffen. Alles ist sehr nah.

Was ich wirklich mag und gleichzeitig auch nicht mag: Die Freundschaften hier in Deutschland sind sehr eng und tief, auf der anderen Seite ist es sehr schwer, welche zu schließen. In Amerika kannst du einen Freund im Fahrstuhl zwischen der ersten und zweiten Etage finden, aber hier sind die Menschen eher reserviert und schauen dich eher etwas verwirrt an, wenn du sie im Fahrstuhl grüßt. Es ist manchmal hart für mich, sich daran zu gewöhnen.

Gray: Die Gesellschaft ist hier geschlossener. Es dauert länger, bis du in eine Gruppe hineinkommst, es braucht alles mehr Zeit.


Keith Gray lebt nun seit dem Sommer in einer kleinen Stadt namens Sandersdorf. Ist das ein Problem?

Gray: Ich bin eigentlich eher ein Großstadt-Typ, und klar, in Sandersdorf läuft das alles einen Tick ruhiger ab. Sehr viel ruhiger. (lacht) Aber es stört mich nicht, ich kann damit umgehen.


Zurück auf das Spielfeld: Welchen Eindruck haben sie über die Jahre vom deutschen Basketball gewonnen?

Gray: Ich bin jetzt seit 22 Jahren in Deutschland und ganz ehrlich: Ich kann keinen wirklichen Fortschritt erkennen. Was fehlt, ist eine konsequente Nachwuchsförderung. Die neu eingeführten NBBL und JBBL sind gute Ideen aber es fehlt die finanzielle Basis. In Amerika wird soviel Geld in Highschools und Colleges investiert, dort wird die Basis für erfolgreichen Basketball gelegt. Es ist in Deutschland zu wenig Geld für den Nachwuchs vorhanden und dann sind im deutschen Basketball-System aus meiner Sicht auch einige wichtige Dinge nicht in Ordnung.

2009-11-28-interview-grayWarum zum Beispiel existieren keine Sommerligen? Wenn die Saison vorbei ist, macht jeder Ferien. Dann verstehe ich nicht, warum man in der ersten Liga so viele Amerikaner spielen lässt. Es ist doch deutscher Basketball, oder? Es müssten mehr Deutsche dort spielen, auch um für den Basketball zu werben. Es kann nicht sein, dass das nur Dirk Nowitzki tut, der auch noch in Amerika spielt. Und wo ist der nächste Dirk? Hat das bisherige Nachwuchs-Förderungs-System einen neuen hervorgebracht? Irgendwas läuft da nicht richtig.

Mai: Eine der großen Stärken im US-Sport ist die Begeisterung um das Spiel herum. Dafür wird viel getan in Amerika und das lockt immer wieder viele Jugendliche an. Deutschland hat da Nachholbedarf.

Doch man muss sich auch fragen, welche Perspektiven junge Spieler in Deutschland haben. Wenn ich zu einem jungen Spieler in meinem Club gehe und ihm sage, er soll hart arbeiten, was ist dann für ihn drin? In Amerika geht es um Prestige an der Highschool, eventuell ein Stipendium am College und für die allerbesten sogar um einen lukrativen NBA-Vertrag. Das ist eine Perspektive. Aber in Deutschland? Wenn du dich reinhängst, schaffst du es vielleicht in die Pro A und verdienst tausend Euro im Monat. Das ist keine große Motivation.

Doch es geht nicht nur um das Geld, sondern auch um fehlendes Prestige und Anerkennung. Wenn du in Magdeburg auf die Straße gehst und sagst, ich bin ein Basketballspieler, dann antworten neun von zehn Leuten: Was, es gibt ein Basketballteam hier in Magdeburg? Wir spielen vor 200 bis 300 Leuten unsere Heimspiele, in Amerika kommen selbst bei den Highschool-Spielen tausende. Wir müssen den Nachwuchsspielern Perspektiven bieten, die sie reizen. Dann wird auch das Niveau steigen.


Welchen Einfluss hat man als US-Coach auf die Entwicklung in Deutschland?

Gray: Michael und ich oder zehn andere Trainer aus Amerika können den deutschen Basketball nicht auf das nächste Level heben. Das könnten nur Leute wie Detlef Schrempf oder Dirk Nowitzki, wenn sie hierher zurückkommen würden. Svetislav Pesic hat 1993 als ausländischer Trainer mit dem deutschen Team den EM-Titel gewonnen, aber was ist danach passiert? Nichts. Ich sage es immer wieder: Das hier ist deutscher Basketball. Nur die Deutschen selbst können ihn voranbringen. Wir als Amerikaner bringen unsere Erfahrungen ein, versuchen mit unseren Mannschaften Spiele zu gewinnen. Aber hilft das dem Nachwuchs? Machen wir damit die NBBL besser?

2009-11-28-interview-mai-2Mai: Einer der Nachteile des Wettkampfsystems ist eben, dass es manchmal nur um schwarz oder weiß geht, um gewinnen oder verlieren. Den Jugendlichen beizubringen, dass zu gewinnen das einzige Ziel ist, dass jede Niederlage ein Scheitern bedeutet, ist die falsche Botschaft.

Ich glaube, dass es verschiedene Arten für eine Mannschaft gibt, Erfolg zu definieren. Natürlich würden wir in Magdeburg auch gern so oft wie möglich gewinnen und aufsteigen. Aber manchmal kämpft man dann so sehr um ein Ziel, das man auf dem Weg dahin anfängt zu straucheln und aus dem Tritt kommt. Deshalb versuchen wir ganz einfach immer unser Bestes zu geben und im Training und Spiel hart zu arbeiten. Das ist unser Fokus, der Rest ergibt sich dann. Kann ich deswegen besser mit Niederlagen umgehen? (lacht) Natürlich nicht, ich hasse sie, ärgere mich heute noch über unnötig verlorene Spiele, die schon lange her sind. Aber man muss auf das große Ganze schauen: Hat sich das Team weiterentwickelt? Haben sich die Spieler verbessert?

Damit sich der deutsche Basketball wirklich entwickelt, glaube ich, müssen wir nicht nur die großen Standorte stärken. Was dem Land fehlt, sind gute Programme in den mittleren Ebenen, eine breite Mittelklasse, aus der die besten Talente dann herausgepickt werden. Schaffen es die Verantwortlichen, hier mehr Begeisterung und Interesse zu generieren, würde das die deutsche Basketball-Landschaft komplett verändern.



Immer das Beste geben und am Ende schauen was herauskommt - diesen Luxus gibt es in Sandersdorf nicht.2009-11-28-interview-gray-2

Gray: Nein. Jedes Team, jeder Verein definiert eben Erfolg anders. Die Sixers haben sich den Aufstieg zum Ziel gemacht und davon sind wir noch ein großes Stück entfernt. Es hapert noch am Zusammenspiel und es ist mein Job, dieses Problem zu lösen. Wir haben sieben oder acht Spieler, die 15 Punkte machen können und die Aufgabe heißt zu klären, wer die drei sind, die im Spiel dann eben jeweils 15 machen - und welche drei nicht.

Natürlich wäre ich auch lieber in einer Situation wie Michael, dass ich ein Team entwickeln kann. Doch bei den Sixers hat man ein Team auf einen Schlag zusammengestellt. So etwas benötigt normalerweise Zeit, um zusammenzuwachsen. Diese Zeit haben wir aber nicht - denn dem entgegen steht unser Saisonziel. Wir müssen sofort gut sein, in jedem Spiel.


Das gilt natürlich nicht zuletzt für das Derby. Wer verliert, verabschiedet sich vorerst von der Tabellenspitze. Welche Tatktik haben sie sich zurecht gelegt?

Gray: Bitte Michael zuerst fragen. (lacht)

Mai: Es wird sehr hart für uns. Man kann nicht sagen, wir müssen ihr Außen- oder Innenspiel stoppen, dann haben wir sie im Griff - denn sie sind von überall gefährlich. Wie stoppt man acht Leute, die alle für 15 Punkte gut sein können? Das ist eine Herausforderung. Aber ich würde nicht anreisen, wenn ich nicht an unsere Chance glauben würde.

Gray: Wir werden um diesen Sieg kämpfen müssen und haben Respekt vor Magdeburg. Wer am besten verteidigt, wird gewinnen.


Angenommen, sie könnten vor dem Anpfiff einen Spieler des Gegners für ihr Team auswählen. Wer wäre das?

Mai: Ich würde den Sixers-Trainer nehmen - als Spieler. Wenn Keith das Gleiche über mich sagt, wäre er verrückt.

Gray: Ich denke, ich würde mich für einen Point Guard entscheiden.


Im Baseball gibt es für einen Pitcher das “Perfect Game”, ein perfektes Spiel ohne jeden Fehler. Wie sieht für Keith Gray und Michael Mai ein perfektes Basketball-Spiel aus?

Mai: Ich liebe es, wenn zwei gute Teams vierzig Minuten lang alles aus sich herausholen. Mir ist ein intensives Spiel mit zweimal Verlängerung , in dem jeder alles gibt, lieber als ein klarer Erfolg.

Gray: Schon als Kind wollte ich immer um irgendetwas spielen. Meisterschaften, Pokale. Wenn es um einen Titel geht, wenn viel auf dem Spiel steht, dann ist es perfekt.



Das Gespräch führten Thomas Schaarschmidt und Christian Kattner.

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In Basketball News


Die Wochenendvorschau - 28./29.11.

Freitag, November 27th, 2009

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Nach einer wie immer quälend langen Offseason saust das orangene Leder seit Ende September nun endlich wieder regelmäßig durch die Reusen. Damit ihr im Dickicht der Spielpläne den Durchblick behaltet, sucht euch die bvsa.de-Redaktion ganz subjektiv, quer durch alle Ligen und ohne Anspruch auf Vollständigkeit jeden Freitag sechs interessante Spiele des Wochenendes heraus: Die Wochenendvorschau.


TOP SPIEL DER WOCHE

1. Regionalliga Nord Herren, 10. Spieltag
BSW Sixers (4-3) - BG Magdeburg (4-4) / Sa, 18 Uhr

Wer das Sachsen-Anhalt Derby des Tabellendritten (Sixers) gegen den Zweiten (BG) verliert, muss sich vorerst aus dem Titelkampf verabschieden. Druck dürfte diese Konstellation jedoch nur auf den in Bestbesetzung antretenden Gastgeber ausüben, in Magdeburg ist man ob der Verletzenmisere mit der bisherigen Saison eigentlich recht zufrieden und geht die Partie ohne große Illusionen an.

“Wenn es normal läuft”, sagt BG-Vorstandssprecher Peter Bogel, “gewinnen die Sixers dieses Spiel.” Inwiefern der erst gut eine Woche in Magdeburg weilende Neuzugang Aaron Lee Anderson schon ein Faktor im Derby sein kann, ist noch offen, eines aber ist BG-Coach Michael Mai klar: “Die Partie wird eine Herausfoderung für uns.”

2009-11-27-wep-interviewDas jedenfalls bekannte er im großen Doppel-Interview mit Sixers-Trainer Keith Gray. Die beiden Amerikaner auf den Trainerbänken trafen sich am Mittwoch dieser Woche (Foto) und plauderten über das Derby, ihre Erfahrungen in Deutschland und ihre Ansichten über den deutschen Basketball. Ein fast zweistündiges und kurzweiliges Gespräch, dass es morgen hier komplett auf bvsa.de zu lesen geben wird.

Die perfekte Einstimmung für ein hoffentlich spannendes Spiel in der Sandersdorfer Ballsporthalle - das viele Fans verdient hat.


MUSS MAN SICH ANSCHAUEN

Weibliche Nachwuchs Bundesliga, 6. Spieltag
SV Halle Junior Lions (5-0) - Team Mittelhessen (4-0) / So, 15 Uhr

Fünf Spiele, fünf Siege mit durchschnittlich 35 Punkten Unterschied - der Start in der neuen WNBL ist für den SV Halle bisher eine Erfolsgeschichte. “Die Spiele sind für das Team sehr wertvoll und stellen für uns ein neues Level dar”, meint Coach Martin Dornhoff, der besonders auf Divisions-Topscorerin Laura Hebecker (24.4 ppg) baut.

Doch am Sonntag wird es nicht nur auf sie ankommen, wenn die ebenfalls noch ungeschlagenen Mittel-Hessinnen aus Grünberg und Marburg in der Burgstraße zum Topspiel auflaufen. “Wir müssen stabil und gut verteidigen”, fordert “Doc” Dornhoff von seinen Mädels.


2. Regionalliga Herren Ost, 10. Spieltag
Aschersleben Tigers (3-5) - White Devils Cottbus (8-0) / Sa, 19.30 Uhr

Duplizität der Ereignisse - auch in der vergangenen Saison empfingen die Tigers im November auf einem Durchhänger-Ast den Aufstiegsfavoriten aus Brandenburg. Der damals überraschende Heimsieg befeuerte eine nachfolgend gute zweite Tigers-Saisonhälfte - und trug dazu bei, die Cottbuser einmal mehr am Aufstieg straucheln zu lassen.

Wiederholung möglich? Das scheint schwierig. Nach einem dritten und einem zweiten Platz zeigt der Trend bei den Devils diesmal klar in Richtung 1. Regionalliga. Zu den gestandenen Kräften wurden die starken US-Amerikaner Matt James Dlouhy (20.9 ppg), Joseph Paul De Maestri (19.3 ppg) und Collin Robert Matteson (13.5 ppg) hinzugefügt. Zwar verließ De Maestri das Team bereits nach dem dritten Spieltag Richtung Salzkotten, doch mit Darren Stackhouse (18.0 ppg), Cousin von NBA-Star Jerry Stackhouse, wurde sofort adäquater Ersatz gefunden. Doch in Aschersleben bleibt man optimistisch, will auf harte Verteidigung setzen.


AUCH NICHT SCHLECHT

Nachwuchs Basketball Bundesliga, 5. Spieltag
Mitteldeutscher BC (0-4) - TSV Breitengrüßbach (4-0) / So, 12 Uhr

Der Nachwuchs des MBC steht am Wochenende vor einer wohl scheinbar unlösbaren Aufgabe, denn mit dem TSV Tröster Breitengüßbach schaut einer der heißesten Anwärter auf die diesjährige NBBL-Krone in der altwürdigen Burgstraße vorbei. Vergangene Saison standen die Franken bereits im Final Four, diesmal darf es wohl ein wenig mehr sein.

Dafür wurde unter anderem U18-Nationalspieler Philipp Neumann verpflichtet. Aber auch der Rest der Mannschaft, von der vier Spieler bereits dem PRO B-Kader des TSV angehören, ist alles andere als schwach. Zumindestens extra motivieren muss MBC-Trainer Cornell Kairies seine Jungs diesmal nicht.

Oberliga Damen, 6. Spieltag
BSW Sixers (2-1) - USV Halle II (3-0) / Sa, 13.30 Uhr

So richtig offiziell war es von den Damen der BSW Sixers nicht gemacht worden: Trotzdem aber geisterte das Wort “Aufstieg” vor Saisonbeginn durch die Köpfe und den Verein. Mittlerweile hat man (Frau auch) sich in dieser Hinsicht beruhigt - hungrig auf einen Sieg gegen die bisher noch ungeschlagenen USV II-Damen um Imke Deutschländer und Jana Koch ist man aber trotzdem.



Die Wochendvorschau stellten Chris Huhn, Thomas Schaarschmidt und Daniel Havlitschek zusammen.

In Basketball News


Einsatzsperre ausgesprochen

Donnerstag, November 26th, 2009

Der Spieler H. Thiel  (MSV Börde Magdeburg) wurde am 21.11. im Spiel OLH 038 wegen SR-Beleidigung disqualifiziert. Gegen den Spieler wird eine Einsatzsperre von 1 Pflichtspiel (22.-29.11.09) und ein Strafgeld ausgesprochen.

Jauckus / Spielleiter

In Spielkommission, allgemeine News


Keine Seniorenbestenermittlung

Donnerstag, November 26th, 2009

Für den im Ansetzungsheft / Seiten 61 ausgeschriebenen Wettbewerb liegen, trotz Erinnerungs-eMail an die Vereine, nach dem Meldeschluss (16.11.09)  bis zum heutigen Tag  keine Teilnahmemeldungen für die BVSA-Seniorenbestenermittlung 2009/2010 der AK II + AK III / Damen + Herren  vor.  Der Wettbewerb entfällt somit auf BVSA Ebene.

Jauckus / Spielleiter

In Spielkommission, allgemeine News


Ein erstes Jugend-Fazit

Donnerstag, November 26th, 2009

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Es ist Halbzeit in den Nachwuchs-Staffeln des BVSA - Grund genug um ein erstes Zwischenfazit zu ziehen. Doch wer übersichtliche Tabellen mit identischen Spielzahlen erwartet, wird enttäuscht werden. Auch erste und zweite Halbserie haben altersklassenbezogen unterschiedliche Termine. Zudem ist das Wettkampfssystem vielfältiger geworden. Schwerpunkt bleibt für alle Nachwuchsspieler/innen die Landesmeisterschaft. Für einige Talente sind jedoch die Nachwuchsbundesligen als grössere Herausforderung dazu gekommen. Ihrem überregionalen Charakter geschuldet, erfordern sie auch Terminkompromisse in der Landesmeisterschaft. Ein Lob den Jugendtrainern in den Vereinen: Sie haben die Terminkoordination gut bewältigt.


Umfangreicherer Spielverkehr bei den Mädchen

schmidt-gunther-autorDas Interesse von Teams aus unserer Nachbarschaft, aus Leipzig und aus Jena, ihren Spielverkehr zu erweitern, hat auch unseren Spielbetrieb bereichert. Nachdem Gaststarter aus Sachsen und Thüringen bei den Jungen seit drei Jahren Normalität sind, praktizieren in dieser Saison auch die Mädchen den Ligabetrieb mit Gästen. Wir können dadurch erstmalig in der AK 13 und AK 15 Spielverkehr in Sechserstaffeln und in der AK 17 in einer Vierer- Staffel anbieten. Den Wünschen aus Kalbe geschuldet, gibt es zusätzlich eine kleine Bezirksliga weiblich 13.

In der AK w13 wird vermutlich der USV Halle Herbstmeister werden. SC Osterwieck, SV Halle , Ladybaskets Jena und eventuell der TSG Markkleeberg kämpfen um die nächsten Plätze. Über den Meistertitel ist aber noch lange nicht das letzte Wort gesprochen. Der BBV Leipzig hat viele Anfänger im Team und sammelte erste Wettkampferfahrungen.

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Die BSW Sixers haben in ihr neues weibliches Stützpunktteam auch Spielerinnen aus Dessau und Zörbig integriert.

Ein ähnliches Bild bietet die AK w15. Dem USV Halle ist zur Halbzeit der erste Rang nicht mehr zu nehmen. Auch hier kämpfen SV Halle, Ladybaskets Jena und SC Osterwieck um die nachfolgenden Ränge. Das Stützpunktteam der BSW Sixers befindet sich im Aufbau. In der AK w17 ist ebenfalls der USV Halle als „Halbzeitmeister” zu erwarten. Der Kampf um den Titel wird ein Zweikampf mit dem USC Magdeburg. Zwischen MTW Wittenberg und BBV Leipzig wird um „Bronze” gerungen.

Christine Schaks, Abteilungsleiterin und Trainerin des USV Halle ist zufrieden: „Erfreulicherweise gibt es bei den Mädchen in dieser Saison zahlreiche knappe Resultate. Wir sind sehr zufrieden, dass wir uns auch bisher in diesen Begegnungen durchsetzen konnten”.


Intensiver Spielverkehr bei den jüngeren Jahrgängen

Bei zwei Nachwuchs-Bundesligen der Jungen ist selbstverständlich der Einfluss auf den Landesspielbetrieb bedeutender. So gibt es bei der AK m20 nur ein
Viererfeld und auch bei der AK m18 fehlt ein Team zum kompletten Feld. Die Jungen dieser Altersklassen, die nicht in der NBBL oder JBBL spielen, können jedoch ihr Spieldefizit in Herrenspieleinsätzen kompensieren.

In der m20 zieht der HSC 96 souverän seine Kreise. Es folgen SSV Weissenfels und der USV Halle. In der m18 spielt der Gast USC Leipzig um die Tabellenspitze mit. Da erst fünf Spiele ausgetragen sind, wollen wir über weitere Plazierungen nicht spekulieren. Volle Starterfelder gibt es in den jüngeren Altersklassen der Jungen. Auch hier spielen Gäste aus Leipzig . Dominik Braun vom USC Leipzig freut sich: „Für uns bereichern die Spiele mit überschaubaren Entfernungen den Terminkalender. Wir bestreiten diese Spiele vorrangig mit den jüngeren Jahrgängen der Alterklassen, um die Führungsspieler von morgen Erfahrungen sammeln zu lassen”.

Auf Platz eins in der m16 steht zur Zeit der USV Halle, die BG Ascherleben gehört neben USC Leipzig und dem HSC 69 zu den aussichtsreichsten Anwärtern auf die nächsten Ränge. Alle drei haben noch zwei Spiele in der I. Halbserie zu bestreiten. Der MBC Weissenfels und die BG Magdeburg befinden sich im Aufbau. In dieser Altersklasse habe die Rundenspiele nur einen Qualifikationswert. Die Entscheidung fällt im Play-off.

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Christine Schaks.

Zur m14 nochmals Christine Schaks vom USV: „ Wir freuen uns, dass wir mit unserem stärksten Team, der männlichen U14, bisher die Erwartungen erfüllen konnten.” Das Team steht mit vier Siegen ungeschlagen an der Tabellenspitze. Der HSC 96, Baskets Wolmirstedt und MBC Weissenfels kämpfen um die nächsten Ränge. Der Gast aus Leipzig, der USC, hat bisher erst einen Sieg, aber gute Spiele abgeliefert. Der SV Halle baut, nach einigen Jahren Pause, eine neue junge Mannschaft auf.


Mädchen wie erwartet auf Bundesebene stark

Der BVSA ist auf Grund seiner guten Ergebnisse DBB- Leistungschwerpunkt weiblich. Es überrascht nicht, dass die Mädchen des SV Halle mit Trainer Martin Dornhoff in den Gruppenspielen der weiblichen Nachwuchsbundesliga (WNBL) souverän Siege einfahren. Ernsthafter Rivale um Gruppenplatz eins ist das auch noch ungeschlagene Team aus dem Raum Grünberg - am Sonntag kommt es in der Sporthalle Burgstraße in Halle zum Duell. Unabhängig vom Ausgang dieses Spiels beginnt für die Hallenser „der Ernst des Lebens” erst in der Play-off-Phase. In Kenntnis der bisherigen Leistungsdichte bei den Mädchen war nicht zu erwarten, dass die Gruppenspiele viele leistungsfördernde Spiele bringen werden.

In der NBBL und JBBL sind die 19-jährigen und 16- jährigen Talente bisher noch ohne Sieg. Das NBBL-Team des MBC mit Trainer Cornell Kairies hat es in den bisherigen Jahren immer in der zweiten Halbserie und den Play-off-Spielen zur Leistungssteigerung und zum Klassenerhalt geschafft. Chancenlos war in den bisherigen Spielen der JBBL das MBC-Team mit dem Trainertrio Christian Steinwerth, Stefan Mähne und Florian Pätzolt. Ein Fingerzeig könnte die noch ausstehende Partie gegen den ebenfalls noch sieglosen Gegner aus Berlin geben.


Gunther Schmidt ist BVSA-Finanzwart sowie Staffelleiter der Nachwuchs-Landesligen und lebt in Steuden. Er kann per Mail erreicht werden.

In Basketball News


Hinweis an alle Schiedsrichter und Vereine

Mittwoch, November 25th, 2009

Bezugnehmend auf die allgemeinen Hinweise für den Wettspielbetrieb im BVSA ist nach Punkt 22 darauf zu achten, dass nur die Trikotnummern von 4 - 19 erlaubt sind. Die Schiedsrichter sind angewiesen darauf zu achten und eventuelle Verstöße auf dem Spielberichtsbogen zu vermerken.

Sven Rosenbaum, Schiedsrichterkommission

In Schiedsrichter, Verbandsnews, allgemeine News


Basketball SZENE - USA for BVSA, Harmsen bloggt

Mittwoch, November 25th, 2009

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Mehr als fünfzig Basketballspiele werden jedes Wochenende während der Saison von den im BVSA organisierten Teams absolviert. Dabei kommt es nicht nur auf dem Feld, sondern auch daneben zu vielen kleinen und großen Geschichten. Einige davon sollen jeden Mittwoch hier in der Rubrik Basketball-Szene erzählt werden. Diese Woche berichten wir von einem prominenten neuen Blogger und werfen einen ersten Blick auf das All Star Voting.


US-Fraktion führt das Voting an

Gut zehn Tage ist das Voting zum BVSA All Star Game 2010 nun bereits online - und auch im vierten Jahr in Folge zeichnet sich eine Rekordbeteiligung ab. Bis zum Dienstagabend waren bereits gut 5.600 Stimen von exakt 234 Votern abgegeben worden. Eine Tendenz zeigt sich dabei ganz deutlich: USA rules.

Mit Everage Richardson (TuS Elbingerode) und Elton Coffield (BSW Sixers) führen in der Zwischenwertung sowohl im Nordwesten als auch im Südosten jeweils zwei US-Profis die Abstimmung an. Hinter den beiden Spitzenreitern aus Übersee aber scheint das Feld so offen wie selten zuvor.

Neben All Star Veteranen wie Tobias Ay (Justabs Halle) und Felix Neumann (BG Magdeburg) können sich auch neue Gesichter wie Marcus Zawatzki (USV Halle) oder Sebastian Brune (Baskets Wolmirstedt) Hoffnung auf einen Einsatz am 6. Januar 2010 in Halle machen.

Etwas überraschend erscheint im Nordwest-Team die starke Präsenz von Spielern des Burger BV. Der Landesligist stellt momentan fünf der 15 meistgewählten Spieler - ein Schelm, wer hier ein Abstimmungs-Bashing vermutet…Wer die 24 All Stars endgültig sein werden, wird am 10. Dezember bekannt gegeben. Einen Tag vorher endet die Abstimmung. Also - votet fleißig weiter.


Hilfe bis Weihnachten

Neu in Magdeburg: Aaron Lee Anderson.

Neu in Magdeburg: Aaron Lee Anderson.

Die Saison in der 1. Regionalliga ist noch jung - doch die BG Magdeburg hat bereits Verletzungssorgen angesammelt, die locker für zwei Spielzeiten ausreichen würden.  Erst fielen Sascha Pöllnitz und Perica Simic aus, dann kam Peter van Rij hinzu. Simic und van Rij kehrten zwar vor zwei Wochen wieder zurück - Simic aber, für die BG eigentlich unverzichtbar auf den großen Positionen, verletzte sich gleich wieder und fällt bis Weihnachten aus.

Doch die Verantwortlichen reagierten - und flogen vergangene Woche als Ersatz pünktlich zum Freitagabend-Heimspiel gegen Göttingen mit Aaron Lee Anderson einen Neuzugang ein. Der 24 Jahre alte und 1,98 m große Flügelspieler fügte sich beim knappen 93:90-Erfolg nach Verlängerung mit 22 pts und 10 reb in 29 min Spielzeit prima ins Team ein - und das, obwohl ihm noch der Flug und eine gewisse Unaustrainiertheit in den Knochen steckten.

Doch der sympathische Anderson könnte in den kommenden Wochen noch zum großen Plus der Magdeburger werden. Vergangene Saison avancierte er in Diensten des TV Lauf mit 28.9 ppg zum Topscorer der 2. Regionalliga Südost/Nord. Den Kontakt zum früheren Spieler der University of Houston stellte BG-Coach Michael Mai her, der Anderson vom “News Release” Basketball-Team kennt, das einmal pro Jahr auch in Wolmirstdt Station macht.


Harmsen bloggt

2009-09-07-harmsenÜber den Mitteldeutschen Basketball Club und seinen Trainer Björn Harmsen wurde in den vergangenen Wochen viel geschrieben und berichtet. Doch wie sieht der MBC-Trainer eigentlich die bisherige Saison selbst? Er, der sein Interesse am Basketball ganz einfach als „Sportsucht” bezeichnet? Die Antwort lässt sich nun ganz einfach nachlesen - dank eines neuen Blogs, der allen B-Ball Junkies dringend empfohlen ist.

Denn hier zieht Harmsen nicht nur ein erstes Zwischenfazit der laufenden Saison und berichtet über sein Spanien-Aufenhalt letzten Sommer in Madrid, nein, er befindet sich auch in höchst prominenter Gesellschaft.


Clip der Woche



















Wie schlägt man die White Devils Cottbus? Vor dieser Frage stehen am kommenden Sonnabend in der 2. Regionalliga die Männer der Aschersleben Tigers, wenn sie im “Ballhaus” den ungeschlagenen und souveränen Tabellenführer aus Brandenburg herausfordern werden. Unvergessenen Anschauungsunterricht zum Thema “Cottbus besiegen” lieferten vor einigen Jahren die BSW Sixers - vor allem dank des sensationellen Buzzer-Beaters zum Sieg durch US-Boy Mark Peters.



Zitat der Woche

“Wir haben wohl gedacht: Jetzt kommen hier ein paar 23-Jährige und spielen mal ein bisschen Basketball.”

Björn Harmsen, Trainer von Erstligist Mitteldeutscher BC nach der 71:95-Heimschlappe gegen Göttingen.

Die Basketball Szene stellten Thomas Schaarschmidt und Chris Huhn zusammen.

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MyBall 12: Franziska Richter

Dienstag, November 24th, 2009

2009-11-24-myball-richter-head

Es gibt sicherlich verschiedene Möglichkeiten Franziska Richter kennenzulernen. Die wohl unangenehmste ist die auf dem Basketballparkett. Hier kennt die aktuelle Topscorerin der BSW Sixers keine Freunde, sondern hat nur die nächsten zwei Punkte für ihr Team im Visier. Sie will mit den BSW Sixers dieses Jahr ganz vorne in der Tabelle der Damenoberliga mitmischen und um den BVSA-Pokal spielen.

Aber Basketball ist nicht ihre einzige Leidenschaft. So kann es durchaus passieren, dass man sie mit ein wenig Glück im halleschen Nachtleben auch auf der Bühne als Sängerin (Riff Club Halle - Mirkofieber) beobachten kann.
Dort präsentiert sie sich genauso selbstsicher wie auf dem Spielfeld, nur wesentlich charmanter.

Foto: Christian Endler



2009-11-24-myball-richter-faktenWarum ich den Ball in die Hand genommen habe
Ich mag Mannschaftsport und habe zeitgleich mit Handball und Basketball angefangen. Und außerdem war ich auf der Suche nach neuen sportlichen Herausforderungen.

Mein erster Trainer hat zu mir gesagt
Foul nicht so viel. (Jürgen Richter)
Du spielst am Grat zwischen Genie und Wahnsinn. (Jan Ramm)

Mein erstes Spiel
Wolfen gegen Bitterfeld. Heute spiele ich mit den “Bitterfelder” Mädels zusammen.

Das liebe ich am Spiel
Schnelligkeit. Gute Aktionen und Pässe die zu Punkten führen. Three Points.

Das ärgert mich
Gut zu spielen und trotzdem zu verlieren.

Das sagt mein Gegenspieler über mich
Das ich eine unangenehme Spielerin bin.

Hier spiele ich am liebsten
Bitterfelder Sportzentrum. Weinberghalle in Halle.

Ich würd gern mal auflaufen mit
In einem DBBL-Team. Oder in einem Mixed-Team mit Steffen Hamann.

Dann höre ich auf
Wenn ich keinen Spaß mehr am Basketball habe.

Meine All Time Starting Five
Anne Zoogbaum, Anja Petermann, Tina Radke, Sabine Wolff und ich.


In MyBall wird jeden Dienstag ein Basketballer oder Schiedsrichter aus Sachsen-Anhalt vorgestellt - egal ob U12 oder Regionalliga.

Bisher erschienen in der Serie MyBall:

17.11.2009 - Marcus Bräuer (IMO Merseburg)
03.11.2009 - Lutz Rütter (USV Halle)

27.10.2009 - Jannis Cziommer (PSV Salzwedel)
06.10.2009 - Martin Dvorák (BBC Halle)
29.09.2009 - Matthias Brucksch (BC Anhalt)
29.08.2009 - Luisa Blume (Baskets Wolmirstedt)
22.08.2009 - Benjamin John (BG Magdeburg)
11.08.2009 - Max Streblow (USV Halle)
05.08.2009 - Frieder Diestelhorst (Mitteldeutscher BC)

In Basketball News


Nächste Landespokalrunden ausgelost

Samstag, November 21st, 2009

2009-11-21-auslosung-magdeburg-kopie

Andy Grabner hatte einen hohen Standard gesetzt: Als der Bürgermeister der Stadt Sandersdorf-Brehna vor einigen Wochen die Achtelfinal-Paarungen im Landespokal der Männer ausloste, da klopften ihm hinterher nicht nur die Vertrter der BSW Sixers auf die Schultern: Acht interessante Ansetzungen hatte Grabner aus dem Topf gefischt und dabei penibel keinen der Favoriten schon früh in diesem Cup-Wettbewerb aufeinandertreffen lassen. “Doch man muss ehrlich sein”, freut sich BVSA-Sportwart Karsten Stier, “Horst Neuhof hat fast noch einen draufgesetzt.”

Der Magdeburger Basketball-Legende kam gestern Abend in der Halbzeit des Erstregionalligaspiels BG Magdeburg gegen BG Göttingen (dass Magdeburg im übrigen dank 22 Punkten und 10 Rebounds von US-Neuzugang Aaron Anderson knapp mit 93:90 nach Verlängerung für sich entschied) die Aufgabe zu, sowohl das Viertelfinale bei den Männern als auch die Halbfinals bei den Damen auszulosen. Das Ergebnis sorgte für viel Applaus: Denn besser - da waren sich die 200 Fans in der Gieseler-Halle einig - kann man es wohl nicht anrichten.


Viertelfinale Herren

Wenn noch vier Regionalligisten im Topf verbleiben, keiner davon auf den anderen trifft und damit den vier anderen Teams attraktive Heimspiele beschert werden, dann nennt man das wohl ein glückliches Händchen. “Sieht nach einem hochklassigen Halbfinale und Endspiel aus”, bekannte der neue BVSA-Landestrainer Christian Steinwerth. Doch zuvor müssen sich die Favoriten erst einmal durchsetzen. Besonders das Saale-Derby zwischen Oberliga-Spitzenreiter USV Halle und Zweitregionalligist Hallescher SC 96 dürfte es dabei in sich haben.

Die BG Magdeburg reist zum Landesligisten BSV Ammendorf, der immerhin m Achtelfinale den Oberligisten VfL Kalbe/Milde ausschaltete. Auch die BSW Sixers, im Vorjahr Finalist, müssen bei einem Landesligisten antreten: Sie werden von Justabs Halle herausgefordert.

Der einzig verbliebene Bezirksligist im Wettbewerb, der MTV Wittenberg, empfängt die Aschersleben Tigers.

Die Paarungen im Überblick

BSV Ammendorf (LOSH) - BG Magdeburg (1. RLN)

USV Halle (OLH) - Hallescher SC 96 (2. RLO)

Justabs Halle (LSOH) - BSW Sixers (1. RLN)

MTV Wittenberg (BSOH) - BG Aschersleben Tigers (2. RL)

Der offizielle Spieltermin bei den Männern ist der 19./20.12.2009. Die Heimmannschaften melden bitte bis spätestens 7.12.09 die Spielbeginnzeit und die Spielhalle per eMail an Spielleiter F.J. Jauckus.

Abweichungen vom offiziellen Spieltermin sind ebenfalls bis zum 7.12.09 mit einem Verlegungsantrag kostenfrei, aber mit Zustimmung des Spielpartners, beim Spielleiter einzureichen. Der Antrag kann per eMail zugeschickt werden. Die Zustimmung des Partners kann gleichfalls per eMail zugestellt werden. Die RLN-Mannschaften werden gebeten, rechtzeitig vor dem Rückmeldetermin Kontakt mit den Heimmannschaften aufzunehmen, sofern eine Terminabweichung erforderlich ist.

Bei möglichen Spielterminabweichungen darf der Zeitraum bis 31.01.2010 nicht überschritten werden.


Halbfinale Damen

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Pokalverteidiger bei den Damen: Der USC Magdeburg.

Im traditionell viel kleineren Feld der Damen könnte es am 31. März 2010 ebenfalls zu einem attraktiven Endspiel kommen. Horst Neuhof loste für die Semifinal-Begegnungen ein reines Oberliga-Duell mit Parallelen zu den Männern und eine Vorjahres-Wiederholung aus.

So muss genau wie ihre männlichen Kollegen auch die Damenmannschaft der BSW Sixers bei Justabs Halle antreten, Pokalverteidiger USC Magdeburg (2. RLN) reist wie in der Saison 2008/09 im Halbfinale zu Oberligist SC Osterwieck.

Die Paarungen im Überblick:

Justabs Halle (OLD) - BSW Sixers (OLD)

SC Osterwieck (OLD) - USC Magdeburg (2. RLN)

Der offizielle Spieltermin bei den Frauen ist der 27. / 28.02.2010. Die Heimmannschaften melden bitte bis spätestens 31.12.09 die Spielbeginnzeit und die Spielhalle per eMail an Spielleiter F.J. Jauckus.

Abweichungen vom offiziellen Spieltermin sind ebenfalls bis zum 31.12.09 mit einem Verlegungsantrag kostenfrei, aber mit Zustimmung des Spielpartners, beim Spielleiter einzureichen. Der Antrag kann per eMail zugeschickt werden. Die Zustimmung des Partners kann gleichfalls per eMail zugestellt werden. Die RLN-Mannschaft wird gebeten, rechtzeitig vor dem Rückmeldetermin Kontakt mit der Heimmannschaft aufzunehmen, sofern eine Terminabweichung erforderlich ist.

Bei möglichen Terminabweichungen darf der Zeitraum bis 07.03.2010 nicht überschritten werden.

In Basketball News


Die Wochenendvorschau - 21./22.11.

Freitag, November 20th, 2009

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Nach einer wie immer quälend langen Offseason saust das orangene Leder seit Ende September nun endlich wieder regelmäßig durch die Reusen. Damit ihr im Dickicht der Spielpläne den Durchblick behaltet, sucht euch die bvsa.de-Redaktion ganz subjektiv, quer durch alle Ligen und ohne Anspruch auf Vollständigkeit jeden Freitag sechs interessante Spiele des Wochenendes heraus: Die Wochenendvorschau.


TOP SPIEL DER WOCHE

1. Bundesliga Herren, 11. Spieltag
Mitteldeutscher BC (6-2) - MEG Göttingen (4-3) / Sa, 19.30 Uhr

Gleich zweimal trafen der Mitteldeutsche Basketball Club und die MEG Göttingen in der Vorbereitungsphase auf die BBL-Saison aufeinander. Zuerst mussten sich die Wölfe den starken Veilchen mit 92:85 in Göttingen geschlagen geben, bevor der Aufsteiger in der Stadthalle Weißenfels siegreich mit 97:90 vom Parkett ging.

Die bisherige BBL-Bilanz der Göttinger sieht recht überzeugend aus. In sieben Begegnungen fuhren die Niedersachsen vier Erfolge ein. Die Heimweste ist allerdings noch blütenweiß. Am Dienstagabend musste Vizemeister Bonn mit einer 74:89-Niederlage im Gepäck den Heimweg antreten. Auswärts zeigen sich allerdings Schwächen, noch kein Spiel konnten die Göttinger dort gewinnen.

Radenko Pilcevic wird die nächsten Spiele mit Gesichtsmaske bestreiten. Der Point Guard hatte sich im Spiel gegen Düsseldorf die Nase angebrochen. Im Training bekam er dann den Ellbogen eines Mitspielers ab und zog sich dadurch einen dreifachen Nasenbruch zu.

An das letzte Pflichtspiel gegen Göttingen haben die Wölfe schlechte Erinnerungen. Ende März 2007 machte der MBC in der Göttinger Godehard-Halle die Meisterschaft für Göttingen durch eine 70:82-Niederlage perfekt. In der Saison 2006/2007 kämpften beide Teams um den Aufstieg in die BBL, wobei am Ende die BG Göttingen den längeren Atem hatte.


MUSS MAN SICH ANSCHAUEN

1. Bundesliga Damen, 9. Spieltag
Halle Lions (4-4) - WWK Donau-Ries (2-6) / Sa, 19.30 Uhr

Nach dem überaus wichtigen Sieg gegen die Rhein Main Baskets gilt es für die Lions, diese Leistung erneut abzurufen, um den Anschluss zum Spitzen-Quartett nicht zu verlieren. Dabei erwarten die Schützlinge von Trainer Peter Kortmann im heimischen Löwenkäfig den Vorjahresfünften.

Zwar beleget Donau-Ries derzeit den letzten Tabellenplatz der bislang spannenden Eliteliga, dennoch schätzt sie Löwen-Trainer Peter Kortmann als sehr gefährlich ein.

Angel Chan.

Neu bei den Lions: Angel Chan.

Erstmals wird am Samstag Halles Neuzugang Angel Chan mit von der Partie sein. Die 22-jährige Aufbauspielerin kommt von der Central Michigan University, ist 1,75 Meter groß und kam erst am Dienstag aus den USA in Halle an. Nach dem emotionalen Abschied am vergangenen Samstag von Spielmacherin Amanda Rego handelte die Teamführung schnell und verpflichtete die Amerikanerin. “Wir werden und können mit Angel unser System ein wenig umstellen”, meinte der Trainer.


Oberliga Herren, 8. Spieltag
BG Magdeburg II (4-3) - MSV Börde Magdeburg (1-6) / Sa, 15 Uhr

Bis zum 7. Spieltag musste Aufsteiger MSV Börde auf den ersten Saisonsieg warten - dann gelang vor zwei Wochen überraschend aber nicht weniger verdient ein 70:67-Erfolg gegen den BBC Halle. Nun wollen die Jungs von Trainer Toni Kohlmeyer im MD-Derby den zweiten Sieg in Folge schaffen, in der Uni-Sporthalle am Schroteplatz dürfte es heiß hergehen. Zieht Börde auch dieses Spiel, dann ist Platz acht keine fünf Straßenbiegungen mehr entfernt. Sondern vorerst nur noch drei. So ähnlich sieht das auch Börde-Topscorer Marcus Reimann: “Nach dem Sieg gegen den BBC Halle können wir wieder optimistischer nach vorne blicken. Auch wenn die BG der Favorit ist, werden wir bis zum Schluss um einen Sieg kämpfen und versuchen weitere wichtige Punkte im Abstiegskampf einzufahren.”


AUCH NICHT SCHLECHT

Landesliga Nordwest Herrren, 7. Spieltag
TuS Elbingerode (6-0) - TSV Niederndodeleben (5-1) / Sa, 19.30 Uhr

NDL-Trainer Andreas Baudach

NDL-Trainer Andreas Baudach

Unter normalen Umständen mit Potenzial zum Topspiel der Woche - doch die Verletzungsprobleme der NDL-Jungs lassen es zwei Kategorien tiefer rutschen. Schon in der Vorwoche, als der TSV daheim gegen die BG III-Oldies die erste Saison-Niederlage kassierte, musste Trainer Andreas Baudach auf zahlreiche Starter verzichten, diesmal fallen mit Czekalla, Grabis, Beil und Ebeling vier Spieler der Starting Five und mal eben so 58 Punkte im Schnitt verletzungsbedingt aus. “Die Partie steht für uns unter keinem guten Stern”, sagt Baudach, der selbst ebenfalls fehlen wird: Gegen Magdeburg sprang er als Spieler ein - und verletzte sich prompt am Meniskus.

Landesliga Südost Herren, 7. Spieltag
SV HTB Halle (0-6) - Einheit Weißenfels II (0-6) / Sa, 18 Uhr

Als Aufsteiger hat man es bekanntlich immer schwerer in einer neuen Liga. Das gilt auch für den HTB Halle, der nach sechs Spieltagen immer noch auf seinen ersten Sieg wartet. Hauptproblem der Hallenser ist die dünne Personaldecke, die sich durch Verletzungsprobleme und beruflichen Verpflichtungen seit Saisonbeginn hartnäckig hält. Und da geteiltes Leid halbes Leid ist, kommt am Samstag die zweite Mannschaft von Einheit Weißenfels mit der gleichen Bilanz an die Saale. Nun könnte man in Richtung erstem Saisonsieg meinen: Wenn nicht jetzt, wann dann ?! Doch wieder einmal scheint es so, als werden die Gastgeber am Samstag nur mit einer Rumpftruppe auflaufen können.


Bezirksliga Südost Herren, Nachholspiel
MTV Wittenberg (4-0) - BBC Halle II (4-0) / Sa, 16 Uhr

Die Basketball-Sonne scheint wieder etwas heller in der Lutherstadt. Nach dem Landesliga-Abstieg im vergangenen Sommer haben sich die MTV-Kobrjäger gefangen und einen guten Bezirksliga-Start hingelegt. Mitverantwortlich dafür ist ganz sicher auch die Rückkehr von Tobias Puppich, in der Saison 03/04 mit 25.3 ppg immerhin die Nummer zwei der Oberligascorerliste. Im Nachholspiel gegen den BBC II könnten die Wittenberger nun den ersten Punktsieg im Aufstiegsrennen einfahren. Gespielt wird in der Sekschule “Friedrichstadt.”



Die Wochenendvorschau stellten Thomas Schaarschmidt, Christian Huhn, Anna Blumtritt und Alexander Schulz zusammen.

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