Archive for Oktober, 2009

MBC wieder in der BBL

Donnerstag, Oktober 8th, 2009

2009-10-08-mbc-preview-head

Wenn am morgigen Freitagabend der Mitteldeutsche Basketball Club mit den Auswärtsauftritt bei den Walter Tigers Tübingen in die 1. Basketball-Bundesliga zurückkehrt, dann macht das Team aus Weißenfels eines der bemerkenswertesten Comebacks in der ostdeutsche Sportlandschaft perfekt. In nur fünf Jahren haben es die Verantwortlichen des MBC geschafft, ihren Club wieder in das Basketball-Oberhaus zu führen - eine Leistung, an der neben dem Management auch eine treue Fanschar und die Wirtschaft der Region ihren Anteil haben.


2009-schaarschmidt-autorGeorge Bush kämpfte händeringend für eine zweite Amtszeit, Gerhard Schröder um das politische Überleben. Von einem Sommermärchen aus Fußballstadien hatte noch niemand gehört, Michael Schumacher holte seinen siebenten WM-Titel - ohne zu ahnen, dass es sein letzter sein würde. Und Jörg Hexel hatte eine böse Vorahnung. “Wenn sie mich damals im Sommer 2004 gefragt hätten, ob wir es einmal wieder zurück in die 1. Liga schaffen, hätte ich nur mit dem Kopf geschüttelt. Das schien unvorstellbar.” Zu hart war der Weißenfelser Basketball nach Jahren des Höhenflugs in der bitteren Realität der Insolvenz und des Zwangsabstieges aufgeschlagen.

Wirtschaftliche Vernunft das Leitmotiv

Fünf Spielzeiten lang hatte der MBC zuvor in der 1. Bundesliga für Furore gesorgt. War als bestplatzierter BBL-Aufsteiger in die Geschichte der Liga eingegangen, hatte in drei Sporthallen seine alten mit immer mehr neuen Fans zu einer riesigen Anhängerschar gebündelt und war auf dem besten Weg, eine starke und unvergleichliche Marke Mitteldeutschlands zu werden. Auf dem Höhepunkt aber, mit dem Gewinn des “Fiba Europe Cups”, zerplatzten alle Zukunftsplanungen an der Zahlungsunfähigkeit der Trägergesellschaft. Und damit fast auch die Marke. “Normalerweise erholt sich ein Unternehmen davon nicht so schnell”, weiß Jörg Hexel, “manche Marken sogar nie.”

2009-10-08-mbc-preview-manager

Verantwortlich für den Background: Die beiden MBC-Geschäftsführer Jörg Hexel (links) und Martin Geissler.

Hexel war es, der gemeinsam mit der regionalen Wirtschaft eine neue Betreibergesellschaft ins Leben rief, der er bis heute als einer von zwei Geschäftsführern vorsteht. “Nach dem Zwangsabstieg standen wir praktisch wieder ganz am Anfang”, weiß auch der zweite Geschäftsführer Martin Geissler.

Auf dem Weg zurück hat man in Weißenfels versucht, die Fehler der Vergangenheit nicht zu wiederholen.

Auch wenn manch einer es nicht mehr hören konnte, “wir geben nur aus, was wir haben und bauen hier in Ruhe etwas Neues auf” wurde zum neuen Leitmotto rund um die Stadthalle. Mit einer wirtschaftlich sauberen und sportlich trotzdem anspruchsvollen Klettertour durch die Ligen sollte dem Umfeld signalisiert werden, dem MBC und seinen neuen Machern wieder Vertrauen schenken zu können.

Der schnelle Aufstieg aus der 1. Regionalliga im Jahr 2005 zurück in die 2. Bundesliga half beim Unternehmen Wiederaufbau. Das mündete in diesem Sommer nun in die sportliche Qualifiaktion für die BBL. Lange schien sich danach die Waage auf die Seite eines Aufstiegsverzichtes zu neigen, zu waghalsig erschien es den Weißenfelsern, das Unternehmen 1. Liga mit einem Mini-Etat zu stemmen - und selbst der wackelte zwischendurch.

Am Ende aber legte die Wirtschaft noch einmal nach, wohl auch in der Gewissheit, einen Imageträger wie den MBC nicht dem Stillstand auszuliefern und ihn als Erstligist noch viel stärker für sich nutzen zu können,  “Doch wir sind bis an die Grenzen gegangen”, gibt Jörg Hexel zu, “unsere Unterstützer befinden sich am Anschlag.” Nicht zuletzt deshalb stehe das “Projekt BBL” in Weißenfels wirtschaftlich vor einer Herausforderung. “Wir müssen es nun schaffen, Sicherheiten für eine dauerhafte Erstligapräsenz zu schaffen.”

12 bis 14 Siege notwendig

Aber auch sportlich wird sich zeigen müssen, ob der MBC die Reife für das Oberhaus besitzt. “Wir haben eine relativ junge Mannschaft, in der alle auch wirklich Gas geben”, verspricht Trainer Björn Harmsen. Zwölf bis vierzehn Siege muss der MBC aus den 34 Spielen wohl einfahren, um sportlich sicher die Klasse zu halten.

Doch Harmsen kümmert nicht nur das nackte Ergebnis. “Das Entscheidende ist, dass man eine Mannschaft hat, die immer kämpft und auch Dinge tut, für die man keine fünf Millionen Euro Etat benötigt. Dinge wie die richtige Einstellung, harte Verteidigung und in der Offensive der Teamgedanke.”

2009-10-08-mbc-preview-trainer

Will mit dem MBC die Klasse halten: Björn Harmsen.

Mit Johnnie Gilbert, Frieder Diestelhorst, Sascha Leutloff und Pro-A MVP Wayne Bernard hat Harmsen vier Säulen der Aufstiegsmannschaft weiter an Bord - die aber müssen sich genau wie der Anhang eine Liga höher naturgemäß umstellen. “Uns muss klar sein, dass wir nicht mehr die Siegesserien der vergangenen Jahre haben werden”, weiß Harmsen, “das muss auch das Umfeld akzeptieren.”

Harmsen selbst erlebt als Trainer zum zweiten Mal den Aufstieg in Liga eins - und glaubt an einen besseren Ausgang als in Jena, wo der 27-Jährige vorletzte Saison den sofortigen Wiederabstieg nicht verhindern konnte und vorzeitig die Bank räumen musste.

“Der Aufstieg damals kam überraschend”, sagt Harmsen, “beim MBC aber ist das Unternehmen von grundauf geplant und war von vornherein ein Ziel.” Die Organisation und Herangehensweise sei in Weißenfels ganz anders. “Außerdem hat man ja hier schon einmal in der ersten Liga gespielt.”

Und so geht man im Burgenlandkreis mit großem Optimismus, aber auch einer gehörigen Portion Demut in das erneute Erstliga-Dasein. Es ist ein ganz anderer, ein neuer MBC, als der von 1999 bis 2004. Einer, der sich sein Comeback verdient hat.


Thomas Schaarschmidt ist stellvertretender BVSA-Vorsitzender und Pressewart, lebt in Dessau und kann per Mail erreicht werden.

In Basketball News


Basketball SZENE - Punktemonster, Center und Freiverwerfer

Mittwoch, Oktober 7th, 2009

2009-basketball-szene-v1

Mehr als fünfzig Basketballspiele werden jedes Wochenende während der Saison von den im BVSA organisierten Teams absolviert. Dabei kommt es nicht nur auf dem Feld, sondern auch daneben zu vielen kleinen und großen Geschichten. Einige davon sollen jeden Mittwoch hier in der Rubrik Basketball-Szene erzählt werden. Diese Woche dreht sich fast alles um die Magdeburger Basketballer, die sowohl größen- als auch punktetechnisch neue Regionen erklimmen.


Neue Twin-Towers in Magdeburg2009-schaarschmidt-autor

Eigentlich sollten sich beim Saisonauftakt der BG Magdeburg in der 1. Regionalliga Nord der Herren am Sonntag alle Augen auf ihn richten: Peter van Rij. Nach einem Jahr in der Pro B beim UBC Hannover war der mittlerweile 33-jährige geborene Holländer mit deutschem Pass im Sommer zur BG zurückgekehrt und versprach nun die alte und neue Lösung auf der Centerposition zu sein.

Doch in der Partie gegen Aufsteiger Hermsdorf, die Magdeburg nach zähem Kampf am Ende mit 76:64 für sich entschied, blieb van Rijs gute Leistung  (13pt, 5rb, 3bs, 5/7 fg in 20min) nicht die einzige bemerkenswerte Performance unter dem Korb. Denn zur Freude der knapp 350 Fans in der Gieseler-Halle konnte sich auch Neuzugang Ole Alsen - besonders in der spielentscheidenden Phase - mit 12pts (6/7fg in 14min) stark in Szene setzen.

2009-10-06-bb-szene-alsen

Gutes Debüt im Magdeburger Trikot: Ole Alsen.

Der 2,02m große und 21 Jahre alte Center war im Sommer von Liga-Konkurrent MTV Itzehoe nach Magdeburg gewechselt, da er in der Landeshauptstadt ein Maschinenbau-Studium begonnen hat. MTV-Teamkamerad Robert Daugs, einst selbst bei den Magdeburgern aktiv, riet unter anderem zum Wechsel. “Außerdem war und ist mir Trainer Michael Mai sympathisch und ich glaube daran, dass er mich besser machen möchte”, freut sich Alsen über seine Entscheidung.

Center-Kollege van Rij ist dabei in Training und Spiel viel mehr Ansporn als Konkurrent. “Es macht richtig Spaß, Peter ist ein Center alter Schule”, lacht Olsen, “er will auch nicht, dass ich mich zurücknehme, sondern fordert mich immer auf, Vollgas gegen ihn zu geben. Er gönnt mir aber trotzdem jede Minute, die ich spiele.” Es scheint, die Magdeburger haben ihr Größenproblem tatsächlich gelöst - und das gleich doppelt.

Viel Verkehr an der Linie

Schon nach zwei Spieltagen zeichnet sich in der Oberliga der Männer ein Trend ab: So oft wie nie zuvor schicken die Männer und Frauen in grau die Mannschaften an die Freiwurflinie: Durchschnittlich 53,5 Freiwürfe gab es in den ersten zehn Partien - rekordverdächtig. Einsamer Spitzenreiter dabei ist der BC Anhalt aus Dessau, der schon 86 Mal ungehindert werfen durfte.

Viel genützt aber hat es dem Team von der Mulde bei gerade einmal 65% Wurfquote jedoch noch nicht - auch ein Grund für die schwache Punkteausbeute bei der 56:65-Heimniederlage nach Verlängerung gegen Vizemeister Wolmirstedt. Der BCA befindet sich allerdings in guter Gesellschaft: Nicht ein Team überspringt bisher die Marke von siebzig Prozent. Es kann nur aufwärts gehen..

Die Punktemonster von der Elbe

Zurück nach Magdeburg. Dass die dritte Mannschaft der BG mit ihren Veteranen immer mal für eine Schlagzeile gut ist, das hat sie erst vergangene Spielzeit wieder bewiesen. Diesmal aber schoss die Landesligatruppe schon im ersten Spiel den Vogel ab.

Beim 145:88-Heimsieg über die Ballers aus Schönebeck gelangen Steffen Mrasek nicht weniger als 78 Punkte - Magdeburger Vereinsrekord und aller Wahrscheinlichkeit nach auch schwer zu überbietende BVSA-Bestmarke für diese Saison. “Das Team hat Steffens Händchen an diesem Tag erkannt und dann auch für ihn gespielt”, meinte BG-Vorstand und Pressechef Peter Bogel über die eindrucksvollen Stats von Mrasek (23/29 FW, 26 2fg) gegen den überforderten Bezirksliga-Aufsteiger.

Wie schon in den Vorjahren juckt die Magdeburger der Ligabetrieb jedoch wenig, sie wollen die Mannschaft auf die Aufgaben bei den Deutschen Meisterschaften 45+ und 50+ (letztere übrigens in Magdeburg) vorbereiten. “Die Ergebnisse in der Liga sind da zweitrangig”, sagt Bogel, was jedoch nichts am Ehrgeiz der Landeshauptstädter ändert. Im Gegenteil: Wenige Stunden nach dem 145er der BG III ließ sich auch die vierte Mannschaft der Spielgemeinschaft nicht lumpen und gewann in der Bezirksliga Nordwest gegen Kalbe II. Mit 149:39. Willkommen im Land der Punktemonster.


Clip der Woche


Mittlerweile ein Fixpunkt im Youtube-Universum: Die Jungs von “Dude Perfect”.

Zur Nachahmung dringend empfohlen.












Zitat der Woche

“Es ist schwierig angesichts der Wirtschaftskrise und es hat viele gute Spieler getroffen.”

Guido Grünheid, Basketball-Nationalspieler, der erst vor wenigen Tagen mit dem Engagement bei Erstligist Mitteldeutscher BC einen neuen Job fand.


Thomas Schaarschmidt ist stellvertretender BVSA-Vorsitzender und Pressewart, lebt in Dessau und kann per Mail erreicht werden..

In Basketball News


MyBall 8: Martin Dvorák

Dienstag, Oktober 6th, 2009

2009-10-06-myball-dvorak-head

Manchmal muss man im Leben etwas verändern, um voran zu kommen. Martin Dvořák entschied sich in der vergangenen Saison an seiner sportlichen Situation etwas zu verändern. Beim USV Halle war seine Lage im Oberliga-Team - bedingt durch sein Studium in Leipzig und den damit fehlenden Trainingszeiten - sagen wir mal: Nicht die Beste. Da bot sich noch in der Hinrunde die Gelegenheit mit zwei weiteren USV-Spielern zum BBC Halle zu wechseln, der nach dem Abgang von Florian Heinrich zu den Sixers erheblichen Bedarf auf der Guard-Position besaß. Die Entscheidung, den USV zu verlassen, sollte sich schnell als die richtige erweisen, beim BBC Halle blühte der Aufbauspieler regelrecht auf und verhalf seinem neuen Club auch dadurch mit zum Klassenerhalt.


2009-10-06-myball-dvorak-faktenWarum ich den Ball in die Hand genommen habe
In der Grundschule wurde damals eine Basketball-AG vom USV Halle angeboten, das schien Spaß zu machen.

Mein erster Trainer hat zu mir gesagt
Bälle mit Henkel gibt es erst nächstes Jahr!

Mein erstes Spiel
Das muss ein Miniturnier in der Weinberghalle gewesen sein, dort wo alles begann.

Das liebe ich am Spiel
Die Dreierlinie.

Das ärgert mich
Wenn meine Würfe jenseits der “6,25″ ihr Ziel verfehlen.

Das sagt mein Gegenspieler über mich
Was für ein netter Bursche.

Hier spiele ich am liebsten
Defintiv auf dem Hauptfeld in der Wiener Stadthalle! Lokal sind mir Listschule und Weinbergweg am liebsten.

Ich würd gern mal auflaufen mit
Den Atlanta Hawks in der Philips Arena.

Dann höre ich auf
Solange man sich selbst auf der Playstation erstellen kann, werde ich wohl ohne große Pause auf dem Feld stehen.

Meine All Time Starting Five
Main Event, Half Man Half Amazing, AO, Spyder, Hot Sauce.


In MyBall wird jeden Dienstag ein Basketballer aus Sachsen-Anhalt vorgestellt - egal ob U12 oder Regionalliga.

Bisher erschienen in der Serie MyBall:
29.09.2009 - Matthias Brucksch (BC Anhalt)
29.08.2009 - Luisa Blume (Baskets Wolmirstedt)
22.08.2009 - Benjamin John (BG Magdeburg)
11.08.2009 - Max Streblow (USV Halle)
05.08.2009 - Frieder Diestelhorst (Mitteldeutscher BC)

In Basketball News


Meldung der SR-Fahrtkosten für OLH / OLD / LNWH / LSOH

Sonntag, Oktober 4th, 2009

Aus gegebenem Anlass möchte ich noch einmal alle Vereine und Mannschaften, die am OLH-, OLD-,LNWH- bzw. LSOH-Wettbewerb teilnehmen, an die ab dieser Saison geltenden Regelungen bezügl. der Meldung und Erfassung erinnern (siehe Ansetzungsheft - Seiten 45+46 bzw. 50).

Je Mannschaft wird eine pro Halbserie zusammengefasste Meldung der Heimspiele mit beigefügten Originalbelegen für die SR-Fahrtkosten zum vorgegebenem Meldetermin erwünscht..

Jauckus/Spielleiter


Erfassung der SR-Fahrtkosten für die Oberliga / Herren + Damen
siehe Ansetzungsheft - Seiten 45+46

Erfassung der SR-Fahrtkosten für die Landesligen / Herren
siehe Ansetzungsheft - Seite 50

Bei den Spielen der OLH / OLD / LNWH / LSOH gilt eine „Pool - Bezahlung” für die Fahrtkosten der Schiedsrichter. D.h., die Fahrtkosten der SR werden über die gesamte Punktspielsaison (außer Play-off-Spiele) erfasst. Nach Abschluss der Hin- und Rückrunde wird aus den gesamten Fahrtkosten (getrennt nach Damen und
Herren) der Mittelwert errechnet. Die unter dem Mittelwert liegenden Mannschaften haben dann nach Aufforderung den Differenzbetrag auf das Konto des BVSA zu überweisen. Erst nach Eingang dieser Beträge kann an die über den Mittelwert liegenden Mannschaften die Ausgleichsumme überwiesen werden. Über den finanziellen Ausgleich werden die Mannschaften von der SpK informiert.

Jede am OLH / OLD / LNWH / LSOH -Wettbewerb teilnehmende Mannschaft hat die SR-Fahrtkosten seiner Heimspiele auf dem dafür vorgesehenen Vordruck, getrennt nach Halbserien, bis:

06.12. 2009 (1. Halbserie)         und       28.02.2010 (2. Halbserie)      für        Oberliga / Herren   (OLH)

23.12. 2009 (1. Halbserie)         und       30.03.2010 (2. Halbserie)      für        Oberliga / Damen  (OLD)

12.12. 2009 (1. Halbserie)         und       30.03.2010 (2. Halbserie)      für        Landesligen / He.   (LNWH + LSOH)

an den Spielleiter F.J. Jauckus (Anschrift siehe Andressenübersicht) zu melden. Eine termingerechte Einsendung der vollständig ausgefüllten Vordrucke ist zwingend notwendig. Bei einer fehlenden Meldung bzw. bei fehlenden Angaben auf der Meldung, werden die SR-Fahrtkosten für dieses Spiel mit 0 € erfasst.

Anmerkung

- Vordruck der SR-Fahrtkostenabrechnung pro Halbserie siehe Anlage zum Ansetzungsheft und im Downloadbereich der BVSA-HP.

In Spielkommission, allgemeine News


Legenden - Marlies Ixmeier

Sonntag, Oktober 4th, 2009

2009-10-04-legenden-ixmeier-head

Sie haben den Basketball in Sachsen-Anhalt geprägt, sind untrennbar mit der Geschichte dieses Sportes in Mitteldeutschland verbunden. In der BVSA-Serie „Legenden” werden Spieler, Trainer, Schiedsrichter und Vereinsfunktionäre vorgestellt, die für immer unvergessen bleiben. Den Anfang macht Marlies Ixmeier aus Sennewitz bei Halle, die heute ihren 75. Geburtstag feiert.


2009-kattner-christian-autorNeue Korbanlagen, neues Parkett, neu errichtete Zuschauertribünen, sanierter Sanitätsbereich - so präsentiert sich heute die Sporthalle Burgstraße in Halle. Das war allerdings nicht immer so. Kaum vorstellbar, dass auf diesem historischen Fleckchen Basketballgeschichte einmal auf rotem Ziegelmehl gespielt wurde, es keine Duschen gab, der Ort vorher gar dem Militär als Reithalle diente. „Anfangs sind wir nach dem Training mit schmutzigen und nassgeschwitzten Körpern nach Hause gefahren”, erinnert sich Marlies Ixmeier, „die Duschräumlichkeiten, die es heute noch gibt, haben wir Spieler damals erst mit aufgebaut.”

Die seit heute 75-jährige Sennewitzerin ist die erste Basketballerin Sachsen-Anhalts, die in den fünfziger Jahren in die damalige Berliner Phalanx der DDR-Nationalmannschaft vordringen konnte. „Sie ist ein sehr zielstrebiger und ehrgeiziger Mensch”, weiß auch Gunther Schmidt zu berichten, einer ihrer früheren Trainer. „Diese Eigenschaften haben sie in ihrem Leben soweit gebracht.” Soweit heißt in dem Fall nicht nur in den Kader der DDR-Auswahl, sondern sogar bis zum Amt des Kapitäns. „Sie hat auf dem Feld das von anderen erwartet, was sie von sich selbst auch verlangte”, so Schmidt, „und das war sehr viel.”

Es war die Eleganz

Basketball war zu dieser Zeit eher eine Randsportart, die zudem noch in den Kinderschuhen steckte - Fußball, Handball und Volleyball waren angesehener. So kam auch Marlies Ixmeier über Umwege zu der Sportart, die sie in ihren Bann ziehen sollte. Zuerst probierte sie Handball - zu brutal, dann Volleyball - nach einem Training abgehakt. Schließlich absolvierte sie ein Basketball-Probetraining und war sofort begeistert. „Die Eleganz in den Bewegungen haben mich fasziniert”, beschreibt sie ihre Eindrücke, „außerdem war Basketball nicht so körperbetont.”

Das hat sich mittlerweile geändert, genau wie die Kleidung der Spielerinnen. „Wir trugen damals noch weiblichere Trikots und Hosen”, lächelt Marlies Ixmeier, „und auch die Bälle waren aus richtigem Leder.” Irgendwie wie damals alles ein wenig anders - eben noch im Entstehen. Ebenso das spielerische Potenzial der Sportler. „Damals haben alle erst während oder nach dem Studium angefangen zu spielen”, so Ixmeier, „erst die Generation nach uns hat bereits in der fünften Klasse begonnen.” Ganz ohne basketballerische Vorkenntnisse stieg Marlies Ixmeier jedoch nicht ein: „Während des Studiums haben wir ein wenig die Grundlagen gelernt”, erinnert sich Ixmeier, „mein Vorteil war allerdings, dass ich seit meiner Jugend viele Sportarten betrieben hatte.”

Marlies Ixmeier feiert heute ihren 75. Geburtstag. //Foto: privat

Marlies Ixmeier feiert heute ihren 75. Geburtstag. //Foto: privat

In Halle studierte die 1934 im heute zu Polen gehörenden Schneidemühl geborene Marlies Ixmeier am Institut für Körpererziehung. „Eine der besten Entscheidungen in meinem Leben”, ist sie noch heute überzeugt. Mit dem erhaltenen Examen und ihrem Beruf als Sportlehrerin fühlte sie sich allerdings nicht ausgelastet. „Ich wollte auch nach meinem Studium regelmäßig Sport machen.”

Und so fand sie sich 1955 in der Basketballmannschaft der HSG Wissenschaft wieder - eine Spätstarterin. Aber nicht ohne Talent. Das fiel auch Leo Hübner, dem Vater des halleschen Basketballs auf. Nach Gerd Konzag trainierte er Marlies Ixmeier zwar nur ein halbes Jahr - aber es sollte die entscheidende Phase ihrer Karriere sein. „Leo Hübner war eine große Persönlichkeit, die mich sehr geprägt hat”, lauten noch heute ihre bewundernden Worte, „und ich glaube das gilt für eine ganze Generation von Spielern.”

Doch auch die Karriere von Marlies Ixmeier sollte Ansporn für viele ihr folgende Körbjägerinnen sein. Drei DDR-Meistertitel, 37 Länderspiele und mit der Ernennung zum „Meister des Sports” die höchste Auszeichnung für einen Einzelsportler in der DDR. „Wir sind wirklich stolz darauf, Vorreiter in dieser Sportart zu sein”, ist sich Ixmeier noch heute bewusst. Selbst vor der eigenen Familie machte das Virus nicht halt - einer ihrer Söhne schafft es sogar bis in die Juniorenauswahl der DDR. Auch nach ihrer aktiven Karriere war die Sennewitzerin stets dem Basketball verbunden. Egal ob als Mitglied des Präsidiums im DDR-Verband, Teambetreuerin der Nationalmannschaft und der halleschen Damen oder Trainerin ihrer Schulmannschaft.

Aufhören im richtigen Moment

So richtig Abschied vom Parkett nahm sie allerdings erst 2002. „Ich habe immer irgendwie Basketball gespielt”, so Ixmeier, „und ich kann behaupten im richtigen Moment aufgehört zu haben. So behalten mich meine letzten Mitspieler in guter Erinnerung.” Und sie den Sport, der ihr Leben so sehr prägte und veränderte: „Der Basketball”, sagt Marlies Ixmeier,” hat auf mein Leben und meine Persönlichkeitsentwicklung einen ganz großen Einfluss gehabt.”

Christian Kattner gehört zum BVSA-Medienteam, lebt in Dessau und kann per Mail erreicht werden.

In Basketball News


MBC Weißenfels aus BVSA-Pokal zurückgezogen

Freitag, Oktober 2nd, 2009

Am 28.09.09 teilte der MBC Weißenfels per eMail mit, das er seine Mannschaft aus dem diesjährigen BVSA-Vereinspokal-Wettbewerb der Herren zurückzieht.

Somit entfällt das Spiel PoHe-013 (USV Halle - MBC Wfs.). Der USV Halle erreicht somit kampflos die 3. Pokalrunde.

Jauckus / Spielleiter

In Spielkommission, allgemeine News


Die Wochenendvorschau: 3./4.10.2009

Freitag, Oktober 2nd, 2009

2009-10-01-wp-head-v2

Nach einer wie immer quälend langen Offseason saust das orangene Leder seit dem vergangenen Wochenende nun endlich wieder regelmäßig durch die Reusen. Damit ihr im Dickicht der Spielpläne den Durchblick behaltet, sucht euch die bvsa.de-Redaktion ganz subjektiv und ohne Anspruch  auf Vollständigkeit jeden Freitag die aus ihrer Sicht sechs wichtigsten Spiele des Wochenendes heraus: Die Wochenendvorschau.

TOP SPIEL DER WOCHE

1. Regionalliga Nord Herren, 2. Spieltag
SSV Lok Bernau (1-0) - BSW Sixers (1-0) / Sa, 18 Uhr

Ein Topspiel schon am 2. Spieltag - geht das? Geht. Nicht wenige sehen im Matchup Bernau vs. Sixers das Duell der beiden stärksten Teams der 1. Regionalliga dieser Saison. Beide Teams haben auch vor der Saison kein großes Geheimnis um ihr Saisonziel gemacht: Aufstieg in die Pro B. Ein Glück, dass in dieser Spielzeit mindestens zwei Teams hoch dürfen. Ein Aufstieg als Erstplatzierter ist aber sicherlich schöner und so will man natürlich den wahrscheinlich ärgsten Konkurrenten in Schach halten.

Dabei hat es Sixers-Teammanager Maik Leuschner schon vor dem Spiel die Sprache verschlagen. Nicht etwa aus Angst zu verlieren - eine schwere Erkältung hatte sich auf seine Stimmbänder gelegt. Folgerichtig hielt er sich während der Woche vom Team weitestgehend fern, um nicht noch den einen oder anderen Spieler anzustecken. Dort laboriert ohnehin schon Elton Coffield an einer im Spiel gegen Oldenburg zugezogenen Verletzung an der Hand. Die hinderte ihn aber schon dort in der zweiten Halbzeit nicht daran, sein Team zu unterstützen.

Und das ist vor allem auf seine Dreier angewiesen. Das Experiment mit Coffield auf der Eins scheint abgeschlossen zu sein, Mathias Haut hinterließ im DBB-Pokal gegen Frankfurt und eben gegen Oldenburg einen hervorragenden Eindruck als Aufbau. Wenig Ballverluste, dafür ein sehr gutes Auge für die Mitspieler und die Fähigkeit scoren zu können, machen ihn im Moment zum General auf dem Feld. Jetzt muss Coach Keith Gray vor allem Chris Anderson und Elton Coffield die richtigen Rollen verpassen.

Scheint Center Eric Babers nach kurzer Anlaufzeit bereits seine Rolle im Team gefunden zu haben, ist noch nicht recht klar, ob Anderson oder Coffield nun der Go-To-Guy im Team ist. Aber vielleicht machen sie es ja wie bei ihrem letzten Auftritt in Bernau. Dort teilten sich beide diese Rolle hervorragend und führten die Sixers in Co-Produktion zum 92:86-Auswärtserfolg.

MUSS MAN SICH ANSCHAUEN

1. Bundesliga Damen, 2. Spieltag
SV Halle Lions (1-0) - BBV Leipzig (0-1) / Sa, 19.30 Uhr

Am vergangenen Samstag konnten die LIONS in Freiburg zum Saisonstart ihr Spiel gegen den Herner TC mit 70:66 gewinnen. Mit zwei wichtigen Punkten im Gepäck, aber auch der Erkenntnis, dass noch viel Arbeit in der Saison 2009/2010 ansteht, ging es zurück in die Heimat. Hier wartet nun gleich ein weiterer Höhepunkt auf das Team von Trainer Peter Kortmann. Beim Heimauftakt im Löwenkäfig kommt es zum mitteldeutschen Derby.

Die Leipzigerinnen musste am ersten Spieltag eine Niederlage einstecken. Gegen den Vorjahresdritten aus Oberhausen unterlag das Team von Coach Ray Ingram mit 66:80. Trotzdem zeigte sich die Amerikanerin Carmen Graciela Guzman bereits als echte Verstärkung. Mit großartigen 31 Punkten (drei Dreier) war sie beim Season Opening die erfolgreichste Werferin der gesamten Liga. Weitere Stützen bei den Eagles sind die Tschechin Katarina Flasarova, die littauische Centerin Sarune Jasiunskaite, die Ungarin Georgina Tajkov und die Kolumbianerin Elena Maria Diaz Lopez.

2009-10-01-wp-caroline-sternerIn der Vorsaison konnten die Löwinnen beide Punktspiele gegen die Messestädterinnen mit jeweils neun Zählern Vorsprung für sich entscheiden. Mit ihren 14 Punkten für die Eagles sorgte dabei auch Caroline Sterner (Foto) für spannende Partien. Nun ist Caro eine Löwin und ihr Einstand in Halle war beachtenswert. Mit 26 Punkten war sie im ersten Spiel gleich beste Werferin der Lions. Gegen ihre alten Spielkameradinnen möchte sie am Samstag mit ihrem neuen Team an diese starke Leistung anknüpfen und mit dafür sorgen, dass die Nummer Eins in der Region weiter aus Halle kommt.


Oberliga Herren, 2. Spieltag
USV Halle (1-0) - BBC Halle (1-0) / Sa, 19 Uhr

Der zweite Spieltag der Oberliga steht - vor allem für die halleschen Basketballanhänger - ganz im Zeichen des Lokalderbys USV vs.  BBC . Beide Mannschaften konnten ihre Auftaktspiele gewinnen. Für BBC-Aufbauspieler Martin Dvorak ist es das schönste Spiel der ganzen Saison: “Einerseits spiele ich gegen meine alten Teamkameraden und Freunde, anderseits wird es ein kleiner Hexenkessel im Wohnzimmer am Weinbergweg .“

Es ist aber nicht nur die Rückkehr der drei Ex-USV-Spieler, Martin Dvorak, Max Gürtler und Stefan Weickardt, die diese Begegnung so brisant macht, sondern auch das erste „echte“ Aufeinandertreffen der Mähne-Brüder Thomas (BBC) und Stefan (USV) auf dem Spielfeld. Stefan Mähne sieht sein Team leicht im Vorteil: „Es wird sicher nicht leicht gegen den BBC, schließlich sind einige Ex-USV-Spieler im Team. Ich denke wir sind Favorit und sollten dank der tiefer besetzten Bank gewinnen.“

Vergangene Saison gab es einen 90:84-Erfolg für den USV Halle nach Verlängerung, bester Schütze war damals Florian Heinrich mit 37 Punkten für den BBC. Das Heinrich seit Anfang des Jahres das USV-Trikot trägt, dürfte bekannt sein. Mehr muss man zu dieser Partie wohl nicht sagen. Außer: Einfach am Weinbergweg vorbeischauen.

AUCH NICHT SCHLECHT

1. Regionalliga Nord Herren, 2. Spieltag
BG Magdeburg (0-0) - VfB Hermsdorf (0-0) / So, 16 Uhr

Am ersten Spieltag konnte die BG noch in Ruhe die Konkurrenz  verfolgen, nun muss das Team von Michael Mai selbst ran. Nur in zwei der bisher sieben Regionalliga-Heimauftakte hieß der Sieger am Ende Magdeburg - doch das soll gegen den Aufsteiger aus Hermsdorf kein schlechtes Omen sein. Es wird spannend zu erleben sein, wie sich die Mannschaft ohne ihre beiden Scharfschützen Marco Klingberg und Alex Stolpe (beide nach Aschersleben) schlägt.

Landesliga Nordwest Herren, 2. Spieltag
TuS Elbingerode (1-0) - BBC Stendal (0-1) / Sa, 17 Uhr

Wie stoppt man den neuen Star der Landesliga, der im ersten Spiel locker 55 Punkte aufgelegt hat? Martin Rothenbeck, Trainer des BBC Stendal, lässt sich vom Elbingeroder US-Profi Everage Richardson nicht in seiner Philosophie beirren. “Gespielt wird immer noch fünf gegen fünf und in unserem Team können alle Spieler an die 20 Punkte machen, das haben sie schon bewiesen.” In Elbingerode und dem Harz dürfte sich herumgesprochen haben, welchen Fang die TuS mit Richardson gemacht hat - der Fanzuspruch wird wohl deutlich steigen.



Die Wochenendvorschau stellten Christian Kattner, Alexander Schulz, Christian Huhn und Peter Bogel zusammen.

In Basketball News


Regionalliga Camp Report: BG Magdeburg

Donnerstag, Oktober 1st, 2009

2009-10-01-cr-bgm-head

Wenn Ende September die Regionalligen in ihre neue Saison 2009/10 starten, dann wird der BVSA erneut gut vertreten sein: Denn obwohl beide Landesmeister aus Sachsen-Anhalt auf ihr Aufstiegsrecht verzichtet haben und der MBC II seine Reserve für den Erfolg in der BBL geopfert hat, gehen bei den Damen und Herren immer noch sechs BVSA-Mannschaften auf Korbjagd. Der Regionalliga Camp-Report stellt sie vor. Teil 4: Die BG Magdeburg in der 1. Regionalliga Nord der Männer.


Die Lage

2009-schaarschmidt-autorManch einer bezeichnet es immer noch als die größte Überraschung der Spielzeit 2008/09 in der 1. Regionalliga Nord der Herren: Der sechste Platz der BG Magdeburg, herausgespielt mit einem Minikader und ohne Unterstützung durch US-Profis, darf gemeinhin als ein echter Erfolg für den Basketball in der Landeshauptstadt gelten. “Mit der Mannschaft des vergangenen Jahres haben wir alle Erwartungen übertroffen”, weiß auch Trainer Michael Mai, “jeder hatte uns als Absteiger auf der Liste”.

Der geborene Äthiopier mit US-Pass, der im nunmehr dritten Jahr in Magdeburg an der Seitenlinie tätig ist, bringt den Überraschungserfolg auf eine einfache Formel: “Ich glaube, wenn du guten Basketball spielst, hast du immer eine Chance. Wir haben richtig gute Jungs im Team und wenn du auf dem Feld die richtigen Entscheidungen triffst, kannst du mit jedem mithalten.” Doch Mai wusste auch auch: Um sich in dieser Saison weiterzuentwickeln, musste die Mannschaft verstärkt werden. Quantitativ wie qualitativ.

“Wir besitzen ein gutes Fundament, aber hatten vor allem bei der Größe Nachholbedarf.” Vergangene Spielzeit fiel die Rolle am Brett nahezu allein Perica Simic zu. Der Abgang von Routinier Marco Klingberg und Scharfschütze Alexander Stolpe (2,0 3pt pg) schmerzt, Mai sieht jedoch auch Positives.. “Wir werden beide sehr vermissen, vor allem für ihre Stärken von der Dreierlinie. Aber ich glaube, wir sind mit den Neuzugängen insgesamt betrachtet in diesem Jahr ein besseres Team.”

Die Neuen

Mit der Rückkehr von Peter van Rij gelang der BG ein kleiner Transfercoup. Nach einer starken Spielzeit 2007/08 im Magdeburger Dress (19,9 ppg, Liga Top-Rebounder) hatte sich der 2,05m große und 33 Jahre alte Center in Richtung Pro B zum UBC Hannover verabschiedet und legte dort in 25 Spielen 10.0 ppg (56% 2fgp) und 4.9 rpg auf. “Er ist ein starker Defensiv-Rebounder, sehr erfahren, weiß was zu tun ist und kann scoren”, so Mai, “er wird uns sehr helfen.” Vor allem aber lässt van Rij Perica Simic und Volodymyr Ivanov wieder auf ihre eigentlichen Positionen rücken, was sich für das Team auszahlen sollte.

Den Wunsch nach Größe im Team erfüllen auch die anderen beiden Neuzugänge Ole Alsen (MTV Itzehoe) und Paul Münsinger (Jena). Die nun brachliegende Shooter-Position hoffen die Magdeburger Verantwortlichen mit Kevin Glenetzky (Aschersleben Tigers) neu zu besetzen. Aus dem Nachwuchs stößt Stefan Ahrens ins Team. Bei den immensen Anstrengungen in eigene Talente könnten im Verlaufe der Saison noch weitere junge Akteure eine Einsatzchance bekommen. “Das”, verspricht Michael Mai, “ist unser Ziel.”


Rotation

Guards: Daniel Günther, Thilo Markiewicz, Tim Schilling, Kevin Glenetzky, Sascha Pöllnitz

Forwards: Volodymyr Ivanov, Ole Alsen, Paul Münsinger, Benjamin John, Marcel Albrecht

Center: Peter van Rij, Perica Simic, Felix Neumann, Daniel Maue

Prognose

2009-10-01-cr-bgm-mai

Geht in seine dritte Saison in Magdeburg: Coach Michael Mai. // Foto: Frank Aleithe

Konkrete Zielstellungen einen Tabellenpatz betreffend will man in Magdeburg  nicht veröffentlichen. “Wir haben das Talent, um wieder in der besseren Hälfte der Liga mitzuspielen”, sagt Michael Mai, “aber als Trainer mag ich es nicht, speziell vor Saisonbeginn, über einen Platz oder die Anzahl unserer Niederlagen und Siege zu reden.” Mai vertritt die These, sein Team müsse jedes Training, jedes Spiel mit viel Einsatz und Leidenschaft bestreiten und jederzeit bereit sein, sich zu verbessern. “Dann kann man auch alles erreichen.”

Die BG der Spielzeit 2009/10 ist sehr athletisch, körperlich groß, ganz sicher nicht mit so viel Tempo im Blut ausgestattet wie noch im Vorjahr und wird wieder eine gute Rolle spielen. Viel wird davon abhängen, wie fokussiert die Mannschaft auftritt und ob die jungen Spieler die in sie gesetzten Erwartungen erfüllen.

Lobenswert ist der Versuch, mit einem neuen Preisgefüge vor allem mehr jugendliche Zuschauer in die Hermann-Gieseler-Halle zu locken. “Unser Team”, sagt Michael Mai, “wird versuchen seinen Beitrag dazu zu leisten.”

Thomas Schaarschmidt ist stellvertretender BVSA-Vorsitzender und Pressewart, lebt in Dessau und kann per Mail erreicht werden.

Bisher erschienen in den Camp Reports:
08.09.2009 - Hallescher SC 96 (2. RL Herren Ost)
15.09.2009 - BSW Sixers (1. RL Herren Nord)
22.09.2009 - BG Aschersleben Tigers (2. RL Herren Ost)

In Basketball News