Basketball News

Nachwuchs-Bundesligen starten in die Saison

Donnerstag, 15. Oktober 2009

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Der deutsche Nachwuchs-Basketball startet an diesem Wochenende in neues Zeitalter. Nachdem mit der Gründung der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (NBBL) zur Saison 2006/07 für Spieler unter 19 Jahren zum ersten Mal die Einführung einer bundesweiten Liga für Talente beschlossen wurde und dieses Modell große Erfolge feierte, wird nun die zweite Stufe gezündet: Mit der Jugend-Basketball-Bundesliga (JBBL) für männliche Spieler unter 16 Jahren und der weiblichen Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (WNBL) für Spielerinnen unter 17 Jahren kommen zwei weitere Ligen hinzu. Und das beste daran: In allen drei Spielklassen wird der BVSA mit einer Mannschaft vertreten sein.

Im männlichen Bereich spielen die Talente des Landes unter dem Dach des Mitteldeutschen Basketball Clubs, die SV Halle Lions stellen das Team für die WNBL. Die Redaktion von bvsa.de stellt die Teams vor und wagt einen Ausblick.


2009-10-15-nbbl-logoNBBL - Mitteldeutscher BC

Nach drei Jahren in der Nordost-Staffel wurde der MBC nun in die Staffel Mitte eingeordnet und trifft dort unter anderem auf den TSV Tröster Breitengüßbach, Würzburg Baskets, Eintracht Frankfurt und die Junior Baskets aus Jena - allesamt Vereine, die vor allem für ihre gute Jugendarbeit bekannt sind. Somit sieht sich das Team um MBC-Trainer Cornell Kairies einigen neuen Herausforderung gegenüber.

Auf Grund der Altersbeschränkung müssen die Wölfe in der NBBL ohne ihre beiden Leistungsträger Felix Neumann und Jörg Soyk aus dem vergangenen Jahr auskommen. Dadurch entstand unter den Körben ein großes Loch. Da kam die Verpflichtung des 1,99m Centers Paul Münsinger von Kooperationspartner BG Magdeburg gerade richtig. Er wird zusammen mit Kevin Weber für die Reboundarbeit zuständig sein und soll auch in der Offensive die kleinen Guards punktemäßig entlasten.

In dieser Saison steht ganz besonders Aufbauspieler Tim Vogt im Vordergrund, der das neue NBBL-Team führen soll. Erste Bewährungsprobe ist am Sonntag um 12 Uhr in der Burgstraße - dann treffen die Wölfe auf die Franken Hexer aus Nürnberg.


2009-10-15-jbbl-logoJBBL - Mitteldeutscher BC

Mit einem Kader von 15 Spielern gehen die beiden Trainer Christian Steinwerth und Stefan Mähne das Abenteuer JBBL an. Der Großteil der Mannschaft kommt vom USV Halle, unterstützt durch Akteure aus Wolmirstedt, Magdeburg sowie dem HSC 96. In der Staffel Nordost sind fünf Berliner Teams und Chemnitz die Gegner - alles andere als eine leichte Aufgabe.

“Für die meisten Spieler handelt es sich um das erste leistungsorientierte und konsequente Training ihrer Karriere”, hat Steinwerth erkannt, “vor allem körperlich und technisch besteht erheblicher Nachholbedarf.” Das Ziel heißt daher Klassenerhalt, obwohl noch nicht genau feststeht ob die bisher 56 Teams schon nach dieser oder erst der übernächsten Saison auf 48 reduziert werden. Ebenso unklar ist noch, wie die Meisterschaft nach dem Ende der regulären Saison im Februar 2010 ausgespielt werden soll.

Steinwerth aber sieht trotz der Defizite auch eine große Stärke in seinem Team: “Der Mannschaftsgeist stimmt, wir geben nie auf.” Erst recht nicht, seid der als Eckpfeiler eingeplante Arik Schumann beim Bundesjugendlager in Heidelberg eine schwere Knieverletzung erlitt, die einen Einsatz in der Saison 09/10 unmöglich macht. “Unser Team”, sagt Steinwerth, “spielt auch für Arik.”

Erster Auftritt wird am Sonntag bei den Talenten von Alba Berlin sein.


WNBL - SV Halle Lions

Schon zur Gründung war die WNBL für den BVSA ein Erfolg - denn es schien fast schon selbstverständlich, dass auch der SV Halle für seine Junior-Lions eine Lizenz erhielt. Deutschlandweit wird eine erste Punktspielrunde in vier Regionalgruppen gespielt, bevor dann im März/April in den Play-off-Runden um die Deutsche Jugendmeisterschaft gekämpft wird.

Die SV Halle Junior-Lions wurden in die Regionalgruppe Mitte mit den Mannschaften TG 1837 Hanau, Team Mittelhessen, TuS Lichterfelde Berlin, SG 1886 Weiterstadt, Team Oberfranken Bamberg/Nürnberg und Chemnitzer Basketgirls eingeordnet. In einer Hin- und Rückrunde werden dann die Play-off-Kandidaten ermittelt. Besonders die Teams Mittelhessen und Oberfranken sind stark einzuschätzen, weil die Mannschaften aus mehreren Vereinen formiert wurden.

Für  Halle werden spielen: Denise Alkewitz, Laura Hebecker, Elisa Hebecker, Anna Heise, Inken-Viktoria Henningsen, Louise Molitor, Mareike Müller, Daria Platanova, Anna Christin Quell, Anna Lisa Sievers, Maria Uhlenhaut und Kelly-Terra Weise.  Das erste Heimspiel wird am 18.10. gegen die SG 1886 Weiterstadt um 15 Uhr in der Sporthalle Burgstraße stattfinden.


Die Vorschau stellten Christian Huhn, Martin Dornhoff und Thomas Schaarschmidt zusammen.