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Regionalliga Camp Report: BSW Sixers

Dienstag, 15. September 2009

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Wenn Ende September die Regionalligen in ihre neue Saison 2009/10 starten, dann wird der BVSA erneut gut vertreten sein: Denn obwohl beide Landesmeister aus Sachsen-Anhalt auf ihr Aufstiegsrecht verzichtet haben und der MBC II seine Reserve für den Erfolg in der BBL geopfert hat, gehen bei den Damen und Herren immer noch sechs BVSA-Mannschaften auf Korbjagd. Der Regionalliga Camp-Report stellt sie vor. Teil 2: Die BSW Sixers in der 1. Regionalliga Nord der Männer.


Die Lage

2009-schaarschmidt-autorIn Sandersdorf ist man auch im Sommer 2009 seinem Motto der Vorjahre treu geblieben: The only way is up. Die Mannschaft soll, vielleicht sogar muss, in die Pro B aufsteigen. Der Vorstand hat dazu das Team der Vorsaison gründlich seziert und es für einen erfolgreichen Run in den Profi-Basketball umgebaut. Das ging längst nicht geräuschlos vonstatten und fing schon beim Trainer an.

Nach zwei erfolgreichen Jahren endete die Ära Fritz Espenhahn auf der Trainerbank, für ihn wurde mit Ex-Bundesligaprofi Keith Gray ein neuer Weg im Coaching eingeschlagen. Fünf Abgängen stehen fünf teilweise hochkarätige Neuzugänge gegenüber, deren Qualitäten als Einzelspieler unbestritten sind. Nun gilt es daraus ein Team zu machen, in dem die Hierarchien klar verteilt sind. Bei drei US-Profis (neben dem neuen Kapitän Elton Coffield und Neuzugang Eric Babers verfügt Routinier Chris Anderson auch über einen deutschen Pass) sicher keine leichte Aufgabe.

Das große zusätzliche Plus der Sixers bleibt jedoch das Umfeld: Der Verein, seine vielen Sponsoren und die grenzenlos begeisterungsfähigen Fans sind heiß auf den Aufstieg und werden für den gemeinsamen Traum viel investieren. Haben die Verantwortlichen, wie selbst bekundet, aus den Problemen der Vorsaison die richtigen Schlüsse gezogen, riecht es tatsächlich nach dem nächsten Kapitel der Sixers-Erfolgsgeschichte.

Die Neuen

Soll die Sixers unter den Körben verstärken: Eric Babers. //Foto: André Kehrer

Soll die Sixers unter den Körben verstärken: Eric Babers. //Foto: André Kehrer

Fünf neue Gesichter sind im Team - jedes einzelne davon stellt eine Verstärkung dar und bereichert die Mannschaft mit neuen Qualitäten. Da wäre zum einen der hoch geschätzte Guard Mathias Haut, der nach erfolgreichen Stationen in Jena und Leipzig seine Führungsqualitäten nun in Sandersdorf unter Beweis stellen will. Mit ihm im Schlepptau wechselte aus Leipzig Flügelmann Hanno Freimuth zu den Sixers - beurteilt man die Vorbereitung, sind ihm viele wichtige Minuten sicher.

Ob auf den Positionen eins und zwei hinter Haut, US-Profi Elton Coffield und neben Routinier Marcus Brambora noch viel Spielzeit auf den dritten Neuzugang Ronny Weihmann wartet, ist unsicher, Weihmanns schier unbändiger Trainingsfleiß und seine Ruhe ausstrahlende Spielweise könnten ihn aber zu einem wichtigen sechsten oder siebenten Mann machen. Unter dem Korb wird Sebastian Harke, der aus der Pro B in Osnabrück zurück in alte Gefilde wechselte, ein Schlüsselrolle zufallen: Reboundet er gut und sorgt er für die einfachen Punkte, ist er für die Startformation gesetzt.

Ähnliches gilt für den dritten US-Profi im Team, Eric Babers. Bei seiner ersten Auslandsstation muss der wendige 2,03m-Mann zeigen, dass er sowohl auf als auch neben dem Feld bereit für das Abenteuer Europa ist. Die ersten Anzeichen aber versprechen viel Positives. Der wichtigste Neuzugang dürfte jedoch auf der Bank sitzen. Wie es Trainer Keith Gray gelingen wird, die vielen starken Einzelspieler zu einem Team zu formen, davon hängt letztendlich auch der Erfolg ab.

Rotation

Guards: Marcus Brambora, Ronny Weihmann, Mathias Haut, Elton Coffield

Forwards: Chris Anderson, Hanno Freimuth, Sebastian Harke

Center: Daniel Montag, Eric Babers, Michael Haucke

Prognose

Wer die Sixers-Verantwortlichen gut kennt, der weiß, dass sie den nächsten Gegner immer einen Tick stärker reden, als er meist ist. Unterschätzen wird die Mannschaft also auch in Zukunft niemand, das Etikett “Favorit” muss sie sich aber trotzdem von der restlichen Liga aufs Trikot kleben lassen.

Da durch die Aufstockung der Pro B am Ende der Saison mindestens zwei Teams sportlich aus der 1. Regionalliga aufsteigen können, scheint der Sprung nach oben durchaus machbar. Individuell müssen sich die Sixers des Jahrgangs 2009/10 wohl vor niemandem in der Liga verstecken. Die spannende Frage wird sein, ob das auch für ihren Auftritt als Mannschaft gilt.

Thomas Schaarschmidt ist stellvertretender BVSA-Vorsitzender und Pressewart, lebt in Dessau und kann per Mail erreicht werden.

Bisher erschienen in den Camp Reports:
08.09.2009 - Hallescher SC 96 (2. RL Herren Ost)