Basketball News

Unvergessliche Weltmeisterschaft in der goldenen Stadt

Montag, 13. Juli 2009

2009-07-13-maxi-em-rueckschau

Die X. Maxi-(Oldie-)Weltmeisterschaft mit zweitausend Spielern aus zweiunddreißig Ländern in 163 Mannschaften ist Geschichte. In einem perfekt organisierten Turnier in der goldenen Stadt Prag bedurfte es in einer Woche insgesamt 405 Spiele, um die Sieger in den Altersklassen Ü30 bis Ü70 Jahre (Herren) und Ü40 bis Ü50 Jahre (Damen) zu ermitteln. Die USA und Russland gewannen je vier Titel, die restlichen gingen an Brasilien, Polen, Italien und Litauen. Deutschland war mit zehn Teams vertreten und hatte so Anteil an einem neuen Teilnehmerrekord. In die Medaillenränge kamen die Herren (Ü60) mit einem hervorragenden zweiten Platz hinter dem Weltmeister USA und die Damen (Ü50) mit einem dritten Rang. Bemerkenswert die Ränge fünf des Ü50- und Ü45-Teams.

Der Landesverband Sachsen-Anhalt war im männlichen Bereich mit elf Spielern (10 von der BG Febro Magdeburg und einem aus Halle) sowie Coach Frank Retzlaff (BG Febro Magdeburg) stark vertreten. Nach dem sehr guten Abschneiden bei den Deutschen Meisterschaften Ü45 (7. Platz), Ü50 (6. Platz, beide BG Febro) und Ü65 (4. Platz, Halle) ein großes Ausrufezeichen der BVSA - Oldiebasketballer. Der Löwenanteil der BVSA-Spieler tummelte sich in den Ü40- und Ü45 -Teams. Lediglich Karl-Heinz Gärtner spielte in der deutschen Ü55 Mannschaft.


Turnier Ü40 Jahre
Insgesamt meldeten 21 Teams und spielten in sieben  Dreiergruppen. Weltmeister wurde Polen vor dem B- Gastgeberteam und Russland B. Das Niveau war extrem hoch. Die vier Magdeburger im Deutschen Team, Dimitri Buschin, Jens Angenstein, Erik Hebold  und Jan Bank, mussten fünf Spiele absolvieren. Der Turnierstart gestaltete sich mit einer Ein-Punktniederlage, gegen Litauen nach Verlängerung, denkbar ungünstig. Anschließend gab es zwei knappe Niederlagen gegen Russland (-4) und die  Tschechische Republik -B (-2). Abschließend gab es Erfolge gegen Kolumbien (+28) und  Litauen (+28). Dies bedeutete am Ende Rang neun in einem Turnier, in dem sehr viel mehr möglich gewesen wäre. Jan Bank verdiente sich Bestnoten. Trainer des Teams war Karl-Heinz Gärtner (BG Febro Magdeburg).

Turnier Ü45  Jahre2009-07-13-maxi-em-rueckschau-text
Auch hier meldeten 21 Teams. Das ehrgeizige Ziel der deutschen Mannschaft (Foto) unter die Besten acht zu kommen, wurde mit Rang fünf deutlich überboten. Auch der Turnierstart der Ü45 hatte mit der Ein-Punkt Niederlage gegen die Tschechische Republik einen unglücklichen Beginn. Es folgten zwei Siege gegen Kroatien (+18) und Estland (+4) - damit sprang das Retzlaff Team unter die besten acht. Europameister Italien ließ dem gewiss nicht schlechten deutschen Team beim 38:114 keine Chance und wurde später verdient Weltmeister. Der Sieg im letzten Turnierspiel gegen Griechenland (+7) brachte den sehr guten fünften WM-Rang. Bestnoten im Team verdienten sich Fred Thieme (64 Punkte und Michael Niemann (41). Aber auch Victor Morosowski (verletzt, 4), Michael Constabel (4) und Andreas Nölle (8, alle BG Febro Magdeburg) sowie Thomas Wolf (26, Halle) hatten Anteil an diesem schönen Erfolg.


Turniere Ü50, Ü55 und Ü60
Das deutsche Ü50-Team von Coach Ronald Heinold  (Ex-AdW Berlin) gewann fünf der sechs absolvierten Spiele gegen Chile, die Tschechische Republik A und C, Slowenien B und Griechenland. Lediglich die Niederlage gegen den späteren Weltmeister USA (-7) bedeutete am Ende den undankbaren fünften Rang bei 24 Teilnehmern, der aber aller Ehren wert war.

Für das Ü55-Team erfüllte sich das Ziel, den 6. Rang von der letzten WM in Puerto Rico zu verteidigen, nicht. Zwei Siege gegen Polen und Costa Rica sowie Niederlagen gegen die Tschechische Republik, Slowenien und Uruguay reichten dafür nicht - am Ende landete das Team mit Karl-Heinz Gärtner (BG Febro Magdeburg) auf Rang zwölf bei 15 Teilnehmern. Insgesamt fehlte dem Team etwas Substanz. Weltmeister wurde Russland. Der Magdeburger Karl-Heinz Gärtner verletzte sich im ersten Spiel (Muskelfaserriß linke Wade) und konnte nicht mehr eingesetzt werden. Da er ein erfahrener Coach ist, betreute er die Ü40- und Ü55-Herren und ein Damenteam.

Die Herren des Ü60-Teams schafften es bei 15 Teilnehmern bis ins Endspiel. Eine Niederlage gegen Litauen und Siege gegen Finnland, Argentinien und Russland B bedeuteten die Endspielteilnahme gegen die USA. Die knappe 57:65-Niederlage  bedeutete den nicht erwarteten Gewinn der Vize-Weltmeisterschaft.

Peter Bogel