Archive for Juli, 2009

Angekommen im Gallischen Dorf

Dienstag, Juli 28th, 2009

2009-07-28-anderson-head

Chris Anderson ist ansteckend. Doch er ist nicht krank. Hat keinen gefährlichen Virus, vor dem man sich in Acht nehmen müsste. Im Gegenteil: Chris Anderson zieht die Menschen um ihn unweigerlich und wie ein Magnet in seinen Bann. Er lässt sie teilhaben an seinem Leben. Lässt sie sein Glück und seine Zufriedenheit spüren. Chris Anderson ist angekommen. An einem Ort, von dem er sich das wohl nie träumen lassen hätte: Sandersdorf.

Vor gut sieben Monaten ist der 34-jährige Deutsch-Amerikaner als Basketballer zu den BSW Sixers in die 1. Regionalliga gewechselt. Ein Glücksgriff, raunte die halbe Liga - und behielt Recht. Andersons Leistungen, sorgten für Furore, aber auch für Gesprächsstoff: Würden es die Sixers schaffen, diesen außergewöhnlichen Korbjäger halten zu können?

Seit Montagabend, als die Mannschaft zum ersten offiziellen Training für die neue Saison 2009/10 zusammenkam, ist diese Frage beantwortet. „Chris hat sich für die nächsten zwei Jahre für die Sixers entschieden und ich kann gar nicht sagen, wie glücklich uns das macht“, bestätigt Team-Manager Maik Leuschner. Für Anderson musste der Verein wohl bis an seine finanzielle Schmerzgrenze gehen. Gerade das aber imponierte dem sympathischen Familienvater.

Familienmensch Chris Anderson.

Familienmensch Chris Anderson.

„Vom ersten Tag an hier habe ich gespürt, wie sehr man sich um mich bemüht, was man für mich alles möglich machen will.“ Natürlich habe es in der Sommerpause Angebote von höherklassigen Klubs gegeben. „Ich glaube nicht, dass da draußen so viele erfahrene deutsche Spieler wie ich mit meinen Stationen herumrennen.“ Doch die anderen Optionen schlossen nicht ein, was Anderson mittlerweile an seinem momentanen Karrierepunkt wichtig ist. „Ich habe nach dem perfekten Kompromiss zwischen Sport und Familie gesucht“, so Anderson, „und genau den hier gefunden.“ Der Verein habe finanziell ein sehr gutes Angebot gemacht, das ihn und seine Familie, die ganz nah an der Halle wohnt, absichert.

Und dann, das betont Anderson immer wieder, sei da noch diese besondere Situation bei den Sixers. „Manchmal fühlt sich das alles hier wie in der Geschichte von dem kleinen gallischen Dorf an, das gegen das große Rom kämpft.“ Und das eben sehr erfolgreich. „Die Sixers sind ein Projekt, ein Verein, der sehr außergewöhnlich agiert und sich hohe Ziele stellt“, für einen ambitionierten Spieler sei dies eine ideale Situation.

Den neuen Trainer Keith Gray bezeichnet Anderson als „Glückstreffer“ – und muss lächeln. „Ich hab mal gegen ihn gespielt, er war schon Trainer und wir haben ihn ganz bös geschlagen.“ Nun aber sind Gray und Anderson Partner und die wenigsten zweifeln, dass der neue Chefcoach Anderson zu seinem verlängertem Arm auf dem Feld macht. Die letzte Saison, als Andersons Ankunft mitten in der Saison die Hierarchie auf dem Feld etwas durcheinanderwirbelte, ist Geschichte.

In diesem Jahr sollen die Rollen von Anfang an klar verteilt sein – auch zwischen Anderson und dem US-Amerikaner Elton Coffield, der ebenfalls bereits gestern für seine dritte Saison bei den Sixers zurückkehrte. „Elton ist ein junger Spieler mit viel Potenzial und ich denke es ist wichtig, dass ich ihm mit meiner Erfahrung die Richtung zeige.“ Man müsse nun gemeinsam die richtige Rolle finden, „dann sind wir kaum zu stoppen.“

Davon ist Anderson sowieso überzeugt, auch wenn momentan noch zwei Planstellen im Sixers-Kader inklusive des zweiten Amerikaners vakant sind. „Alles andere als sich den Aufstieg zum Ziel zu stellen, wäre Schwachsinn“, sagt Anderson ehrlich, „wir waren eigentlich schon vergangene Saison das beste Team.“ Doch die Summe einiger Baustellen habe den großen Erfolg verhindert. „Diese Erfahrung“, sagt Anderson, „war extrem wichtig für das Management.“

Das hat für die kommende Saison noch einmal kräftig nachgelegt, mit Hilfe von Sponsoren und Unterstützern das Budget wohl erneut erhöht und mit Ronny Weihmann, Hanno Freimuth sowie Matthias Haut bereits drei gelungene Neuverpflichtungen realisiert. Weitere werden kommen und Chris Anderson weiß was das bedeutet: „Wenn die Teile zusammen passen, können wir uns nur selbst schlagen.“ Irgendwie kommt man nicht umhin, dem 34-Jährigen das direkt abzunehmen. Einfach ansteckend.

Thomas Schaarschmidt

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MyBall 2: Wayne Bernard

Mittwoch, Juli 22nd, 2009

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Die abgelaufene Basketballsaison wird Wayne Bernard wohl so schnell nicht vergessen.Bernard welcher letzte Saison aus Finnland an die Saale gewechselt war, wusste in seinem ersten Jahr bei den Wölfen mehr als nur zu überzeugen. Der 1,90 Meter große Flügelspieler sicherte sich nicht nur die PRO-A Meisterschaft mit dem Mitteldeutschen Basketball Club, sondern auch den MVP-Titel der Liga.

Immer wenn es darauf ankam Verantwortung zu übernehmen, war der US-Amerikaner zur Stelle und überzeugte dabei nicht selten mir einem ruhigen Händchen von jenseits der Dreipunkt-Linie. Nur ein Grund, warum Wayne auch kommende Saison das MBC-Erstliga-Abenteuer mit in Angriff nimmt.

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Warum ich den Ball in die Hand genommen habe
I began playing when i was young and have enjoyed it ever since i started.

Mein erster Trainer hat zu mir gesagt
Move your feet!!!

Mein erstes Spiel
In Germany? - It was exiting. It felt good to be playing in front of all of the fans and hearing them cheer for the team with excitement.

Das liebe ich am Spiel
The loud fans, the pressure and the intense competiviness of the sport. I also like being in a group or team atmosphere.

Das ärgert mich
Playing one game a week.

Das sagt mein Gegenspieler über mich
You must ask him, I´m not sure.

Hier spiele ich am liebsten
The entire floor is my favorite spot.

Ich würd gern mal auflaufen mit…
Jason McElwain

Dann höre ich auf
When i feel like my mind and body have had enough basketball.

Meine All Time Starting Five
In their best shape: Baron Davis, Lebron James, Michael Jordan, Rasheed Wallace,  Shaquille O’ Neal.


In MyBall wird jede Woche ein Basketballer aus Sachsen-Anhalt vorgestellt - egal ob U12 oder Regionalliga.

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Änderung des Schiedsrichter Einsteiger Lehrgangs am 15./16.08.2009

Montag, Juli 20th, 2009
Der geplante Ablauf des Einsteiger Lehrgangs für Schiedsrichter am 15./16.08.2009 musste aufgrund organisatorischer Gründe geändert werden. Es wird nun die Theorie am Samstag wie geplant in Magdeburg zwischen 9 und 18 Uhr stattfinden.

Am Sonntag werden alle Teilnehmer bei einem Miniturnier in Dessau eingesetzt und haben zusätzlich die Möglichkeit das Länderspiel am Abend in der Anhalt-Arena zu sehen. Die Kosten belaufen sich weiterhin auf 35 € pro Teilnehmer, in den Kosten ist der Eintritt für das Länderspiel mit inbegriffen. Anmeldungen sind per Mail an Sven Rosenbaum möglich.

Sven Rosenbaum, Schiedsrichterkommission

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MyBall 1: Martin Weidig

Mittwoch, Juli 15th, 2009

2009-07-15-myball-martin-weidig-head-neu

Nach seinem Kreuzbandriss im vergangenen Herbst schien zumindest seine Karriere als Spieler vorzeitig beendet. Doch Martin Weidig ist viel tiefer mit dem Basketball verwurzelt, als es viele wissen. Ganz nebenbei ist er Trainer zahlreicher Nachwuchsteams des Halleschen SC 96 und der NBBL-Mannschaft des MBC. Scheinbar damit nicht genügend ausgelastet, arbeitet er momentan fleißig an seinem Comeback auf dem Spielfeld. In welchem Team des HSC das allerdings sein wird, entscheidet allein die ausgeheilte Verletzung.
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Warum ich den Ball in die Hand genommen habe
Ich wollte meine Brüder, die bereits Basketballspiel spielten, fertig machen.

Mein erster Trainer hat zu mir gesagt
Du bist ein Kampfschwein.

Mein erstes Spiel
Mit dem PSV Dessau gegen Zörbig. Da war ich mit 25 Punkten der zweitbeste Scorer. Das war der Knaller.

Das liebe ich am Spiel
Dass es ziemlich schnell hin und her geht. Es ist die  Geschwindigkeit des Spiels, die mich noch heute fasziniert.

Das ärgert mich
Ein Spiel dauert nur vier mal zehn Minuten und nicht wie in der NBA vier mal zwölf. Da könnte ich viel mehr Punkte machen.

Das sagt mein Gegenspieler über mich
Jetzt mach doch mal endlich was anderes.

Hier spiele ich am liebsten
Ganz klar die Burgstraße in Halle, auch wenn ich das Feld oft schon als Verlierer verlassen musste.

Ich würd gern mal auflaufen mit…
..Larry Bird – für mich einer der coolsten Basketballer aller Zeiten.

Dann höre ich auf
Wenn mir auch die zweite Achillessehne reißt. Oder ich meinen ersten NBA-Ring gewinne.

Meine All Time Starting Five
Daniel Günther, Tim Vogt, Mario Friedrich, Stefan Seifert, Georg Dölle – trainiert von Andreas Hinz

In MyBall wird jede Woche ein Basketballer aus Sachsen-Anhalt vorgestellt - egal ob U12 oder Regionalliga.

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BVSA trauert um Hannelore Straube

Dienstag, Juli 14th, 2009

Die Basketballgemeinde Sachsen-Anhalts trauert um Hannelore Straube (geb. Venzke). Die erfolgreiche Nationalspielerin (37 Länderspiele für den DBV) aus Halle nahm an Welt- und Europameisterschaften teil und gewann dort Medaillen. Unser Mitgefühl gilt ihrer Familie.
Der Vorstand des BVSA

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Unvergessliche Weltmeisterschaft in der goldenen Stadt

Montag, Juli 13th, 2009

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Die X. Maxi-(Oldie-)Weltmeisterschaft mit zweitausend Spielern aus zweiunddreißig Ländern in 163 Mannschaften ist Geschichte. In einem perfekt organisierten Turnier in der goldenen Stadt Prag bedurfte es in einer Woche insgesamt 405 Spiele, um die Sieger in den Altersklassen Ü30 bis Ü70 Jahre (Herren) und Ü40 bis Ü50 Jahre (Damen) zu ermitteln. Die USA und Russland gewannen je vier Titel, die restlichen gingen an Brasilien, Polen, Italien und Litauen. Deutschland war mit zehn Teams vertreten und hatte so Anteil an einem neuen Teilnehmerrekord. In die Medaillenränge kamen die Herren (Ü60) mit einem hervorragenden zweiten Platz hinter dem Weltmeister USA und die Damen (Ü50) mit einem dritten Rang. Bemerkenswert die Ränge fünf des Ü50- und Ü45-Teams.

Der Landesverband Sachsen-Anhalt war im männlichen Bereich mit elf Spielern (10 von der BG Febro Magdeburg und einem aus Halle) sowie Coach Frank Retzlaff (BG Febro Magdeburg) stark vertreten. Nach dem sehr guten Abschneiden bei den Deutschen Meisterschaften Ü45 (7. Platz), Ü50 (6. Platz, beide BG Febro) und Ü65 (4. Platz, Halle) ein großes Ausrufezeichen der BVSA - Oldiebasketballer. Der Löwenanteil der BVSA-Spieler tummelte sich in den Ü40- und Ü45 -Teams. Lediglich Karl-Heinz Gärtner spielte in der deutschen Ü55 Mannschaft.


Turnier Ü40 Jahre
Insgesamt meldeten 21 Teams und spielten in sieben  Dreiergruppen. Weltmeister wurde Polen vor dem B- Gastgeberteam und Russland B. Das Niveau war extrem hoch. Die vier Magdeburger im Deutschen Team, Dimitri Buschin, Jens Angenstein, Erik Hebold  und Jan Bank, mussten fünf Spiele absolvieren. Der Turnierstart gestaltete sich mit einer Ein-Punktniederlage, gegen Litauen nach Verlängerung, denkbar ungünstig. Anschließend gab es zwei knappe Niederlagen gegen Russland (-4) und die  Tschechische Republik -B (-2). Abschließend gab es Erfolge gegen Kolumbien (+28) und  Litauen (+28). Dies bedeutete am Ende Rang neun in einem Turnier, in dem sehr viel mehr möglich gewesen wäre. Jan Bank verdiente sich Bestnoten. Trainer des Teams war Karl-Heinz Gärtner (BG Febro Magdeburg).

Turnier Ü45  Jahre2009-07-13-maxi-em-rueckschau-text
Auch hier meldeten 21 Teams. Das ehrgeizige Ziel der deutschen Mannschaft (Foto) unter die Besten acht zu kommen, wurde mit Rang fünf deutlich überboten. Auch der Turnierstart der Ü45 hatte mit der Ein-Punkt Niederlage gegen die Tschechische Republik einen unglücklichen Beginn. Es folgten zwei Siege gegen Kroatien (+18) und Estland (+4) - damit sprang das Retzlaff Team unter die besten acht. Europameister Italien ließ dem gewiss nicht schlechten deutschen Team beim 38:114 keine Chance und wurde später verdient Weltmeister. Der Sieg im letzten Turnierspiel gegen Griechenland (+7) brachte den sehr guten fünften WM-Rang. Bestnoten im Team verdienten sich Fred Thieme (64 Punkte und Michael Niemann (41). Aber auch Victor Morosowski (verletzt, 4), Michael Constabel (4) und Andreas Nölle (8, alle BG Febro Magdeburg) sowie Thomas Wolf (26, Halle) hatten Anteil an diesem schönen Erfolg.


Turniere Ü50, Ü55 und Ü60
Das deutsche Ü50-Team von Coach Ronald Heinold  (Ex-AdW Berlin) gewann fünf der sechs absolvierten Spiele gegen Chile, die Tschechische Republik A und C, Slowenien B und Griechenland. Lediglich die Niederlage gegen den späteren Weltmeister USA (-7) bedeutete am Ende den undankbaren fünften Rang bei 24 Teilnehmern, der aber aller Ehren wert war.

Für das Ü55-Team erfüllte sich das Ziel, den 6. Rang von der letzten WM in Puerto Rico zu verteidigen, nicht. Zwei Siege gegen Polen und Costa Rica sowie Niederlagen gegen die Tschechische Republik, Slowenien und Uruguay reichten dafür nicht - am Ende landete das Team mit Karl-Heinz Gärtner (BG Febro Magdeburg) auf Rang zwölf bei 15 Teilnehmern. Insgesamt fehlte dem Team etwas Substanz. Weltmeister wurde Russland. Der Magdeburger Karl-Heinz Gärtner verletzte sich im ersten Spiel (Muskelfaserriß linke Wade) und konnte nicht mehr eingesetzt werden. Da er ein erfahrener Coach ist, betreute er die Ü40- und Ü55-Herren und ein Damenteam.

Die Herren des Ü60-Teams schafften es bei 15 Teilnehmern bis ins Endspiel. Eine Niederlage gegen Litauen und Siege gegen Finnland, Argentinien und Russland B bedeuteten die Endspielteilnahme gegen die USA. Die knappe 57:65-Niederlage  bedeutete den nicht erwarteten Gewinn der Vize-Weltmeisterschaft.

Peter Bogel

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Schiedsrichterfortbildungen stehen fest

Montag, Juli 13th, 2009

In Vorbereitung auf die neue Saison sind auch in diesem Jahr alle Schiedsrichter des BVSA verpflichtet, an einer der angebotenen Fortbildungsmaßnahmen teilzunehmen. Nur eine erfolgreich (Regeltest, vollständige Anwesenheit) absolvierte Fortbildung berechtigt zum Leiten von offiziellen Spielen im Landesverband in der Saison 2009/2010. Der für den Regeltest zu Grund liegende Fragenkatalog kann hier eingesehen werden. Mit Ausnahme der Oberliga Herren Pool Fortbildung (namentliche Einladung) am 22.08.2009 in Halle werden folgende Termine von der Schiedsrichterkommission angeboten.

23.08.2009 in Halle (Jacob-Volhardt-Hörsaal, Mühlpforte 1, 06108 Halle)

23.08.2009 in Magdeburg (Seminarraum Uni-Sporthalle „Schroteplatz“, Am Krökentor/Zschokkestraße, 39104 Magdeburg)

12.09.2009 in Halle (Jacob-Volhardt-Hörsaal, Mühlpforte 1, 06108 Halle)

Schiedsrichterkommission

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“Ich lebe immer im hier und jetzt”

Donnerstag, Juli 9th, 2009

2009-07-09-protzig-dbb

Am heutigen Donnerstagabend beginnt mit der Partie Deutschland - Ukraine im polnischen Gdynia für Nadja Prötzig die U20-EM. Die Nationalspielerin aus Halle hofft bei ihrem letzten Nachwuchsturnier auf eine gute Rolle im deutschen Team. So, wie ihr es auch in der vergangenen Spielzeit bei den SV Halle Lions in der Damen-Basketball Bundesliga (DBBL) gelungen ist. Mit bvsa.de sprach die 19-Jährige über ihre Ziele bei der EM, die Gründe für den Wechsel von Halle nach Wasserburg und ihre ganz persönliche Zukunftsplanung.


Während ganz Deutschland die Sommerferien genießt, ist es für sie als Nationalspielerin nicht der erste Sommer, in dem es statt Urlaub heißt: Trainieren und spielen. Schon mal bereut, Basketballerin geworden zu sein?
Prötzig:
Nein, natürlich nicht. Es kommt ja immer darauf an, wie man sich den Sommer und die Turniere einteilt. Da Deutschland bisher ja meistens nicht um die vorderen Plätze bei den Europameisterschaften gespielt hat, ist eigentlich immer auch etwas Freizeit geblieben. So wie zum Beispiel vergangenes Jahr in Italien.

Mit welchen Gefühlen brechen sie auf nach Polen?

Prötzig:
Ich bin schon etwas aufgeregt und nervös. Immerhin ist es meine letzte Jugend-EM. Ich hoffe, wir schaffen das mit dem Klassenerhalt. Als eine der Spielerinnen mit der meisten Erfahrung werde ich natürlich versuchen, diese in unser Spiel einzubringen. Die Vorbereitung ist gut gelaufen, hier und da gab es Höhen und Tiefen, aber ich bin mit mir zufrieden und hoffe, dass ich während der EM noch zulegen kann.

Sie kommen gerade von einem Turnier in Italien, jetzt geht es direkt nach Polen zur EM. Wann bleibt eigentlich Zeit, sich den neuen Arbeitgeber in Wasserburg anzuschauen?
Prötzig: Eigentlich nicht viel. Ich werde am 20. Juli von der EM zurückkehren, danach bin ich erstmal zu Hause in Halle und tue gar nichts. Außer den Führerschein machen. Wasserburg hat sich für mich um eine Wohnung gekümmert, gesehen habe ich die allerdings noch nicht. Doch bevor es richtig losgeht, Trainingsstart ist am 1. September, werde ich nach Wasserburg fahren und mir alles dort anschauen.

War Wasserburg von Anfang an die Nummer eins auf ihrer Wechselwunschliste?
Prötzig:
Eigentlich nicht. Ich hätte auch nicht erwartet, dass sie mir ein Angebot machen. Für mich stand fest, dass ich mit dem was ich tue und liebe, nämlich Basketballspielen, Geld verdienen will. Das geht sicher auch im Ausland, doch auf der anderen Seite ist Wasserburg zur jetzigen Zeit einfach die beste Entscheidung. Ich habe die Möglichkeit, in einem guten Team zu spielen und zu trainieren.

Wie lange haben sie darüber nachgedacht eventuell doch beim SV Halle zu bleiben?
Prötzig:
Die Möglichkeit war da, ich habe ein Angebot der Lions bekommen und natürlich  habe ich auch überlegt. Aber dann gab es eben noch dieses Angebot aus Wasserburg und dann war die Entscheidung klar.

Nach einer tollen Spielzeit werden die Lions 2009/10 ein völlig neues Gesicht bekommen, ist der Erfolg aus der Vorsaison damit wiederholbar?
Prötzig:
Das kann ich als jetzt Außenstehende schwer beurteilen. Natürlich wird es nicht leicht, wieder so erfolgreich zu  sein, in der vergangenen Saison hat keiner mit uns gerechnet, wir waren das Überraschungsteam. Jetzt haben alle die Lions auf der Liste. Doch ich hoffe und wünsche es dem Verein, dass es weiter so gut läuft, schließlich freue ich mich ja auch jetzt schon auf die Duelle.

Zwischen Halle und Wasserburg liegen 484 Kilometer, man fährt nicht mal eben so nach Hause. Was werden Sie an ihrer Heimat am meisten vermissen?
Prötzig:
Die Freunde, mein Umfeld und irgendwie auch den Osten und das Feeling hier. Doch ich will eben Profi werden und dafür muss man Herausforderungen annehmen.

Bundestrainer Imre Szyttia hat über Nadja Prötzig vor kurzem gesagt: Wenn sie so weiter macht wie bisher, dann heißt ihre Perspektive A-Nationalmannschaft. Großer Ansporn oder hohe Bürde?
Prötzig: Bisher wusste ich von seiner Aussage noch nichts (lacht), doch es ist natürlich schön das zu hören. Ich werde trotzdem relaxt bleiben, es bringt nichts, sich da reinzusteigern. Erst mal geht es darum, meine Leistung weiter zu steigern. Irgendwann in der A-Nationalmannschaft zu spielen, wäre eine große Ehre, doch ich bin jemand, der immer im hier und jetzt lebt.

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Die neue BVSA Homepage ist online!

Dienstag, Juli 7th, 2009

2009-07-07-launch

Bundestrainer Dirk Bauermann, Nationalspieler Johannes Herber und BVSA-Vorsitzender Bernd von der Heide haben am heutigen Dienstagmittag gemeinsam auf den Startknopf gedrückt und die neue Homepage des Basketball Verbandes Sachsen-Anhalt gelauncht. Nach Jahren der Vorbereitung hat sich der BVSA damit eine völlig neue virtuelle Heimat gegeben, die für ein modernes Auftreten des Verbandes im Netz sorgen soll.

Der BVSA beschreitet mit seiner neuen Homepage neues Terrain. Unser Landesverband unternimmt den ambitionierten Versuch, die bisherige Berichterstattung aus dem Verbandsleben konsequent mit spannenden redaktionellen Inhalten zu verbinden. Neben den traditionellen Informationen für die Vereine und Funktionäre will bvsa.de mit interessanten Geschichten, Porträts, Interviews und Features die Basketballszene Sachsen-Anhalts beleuchten.

Dafür hat der BVSA unter Leitung des stellvertretenden Vorsitzenden Thomas Schaarschmidt ein “Medien-Team” gegründet, dass aus den verschiedenen Regionen des Bundeslandes berichten wird. “Sachsen-Anhalt muss sich mit zwei Erstligisten, ambitionierten Regionalliga-Mannschaften und zahlreichen Nationalspielern nicht verstecken”, meinte Bernd von der Heide, “über diese Erfolge wollen wir unsere Anhänger, aber auch alle anderen Sportfans aktuell und unterhaltsam informieren. Wir hoffen, den Nerv unserer Benutzer getroffen zu haben.”

Von der Heide und Dirk Bauermann waren gemeinsam mit Nationalspieler Johannes Herber nach Dessau gekommen, um mit dem Sportdirektor Dessau-Roßlaus, Ralph Hirsch, in einer Pressekonferenz über die Vorbereitungen für das Basketball-Länderspiel der Männer zwischen Deutschland und Serbien am 16. August (17 Uhr) in der Dessauer Anhalt-Arena (Tickets) zu berichten. Die Partie ist eines von zahlreichen Vorbereitungsspielen der deutschen Mannschaft, die nach vielen Rücktritten ein völlig neues Gesicht bekommen wird. “Wir haben einen sehr erfolgreichen Zyklus hinter uns”, meinte Dirk Bauermann, “doch wir freuen uns auch auf den Neuanfang.”

Johannes Herber.

Johannes Herber freut sich auf die Partie in Dessau.

Den soll auch Johannes Herber entscheidend mitgestalten. “Es ist der richtige Schritt, die jungen Spieler zu integrieren, es dauert zwar eine Weile, aber ich bin guten Mutes.” Die Partie gegen Serbien in Dessau sieht Herber als echten Härtetest an. “Serbien ist sicherlich eine der besten Mannschaften in der Welt, in Europa sowieso.” Dessaus Sportdirektor Ralph Hirsch versprach dem deutschen Team am 16. August große Unterstützung. Bis heute sind bereits knapp 2.300 Tickets für die gut 3.000 Zuschauer fassende Anhalt-Arena verkauft. Dessau hatte eine sieben Jahre andauernde Basketball-Länderspielpause eingelegt, “doch jede Pause muss auch mal vorbei sein”, betonte Hirsch. Dessau verfüge zwar über eine vergleichsweise kleine Halle, “dafür aber ist es eine besondere.”

Für Bernd von der Heide ist die Tatsache, dass der DBB nach dem Bundestag im vergangenen Jahr erneut ein Großereignis nach Sachsen-Anhalt vergeben hat, ein großer Gewinn für den Verband. “Wir versuchen unseren Sport auch in der Fläche zu etablieren, dafür aber muss man auch Höhepunkte setzen.” Danach griff von der Heide zum Startknopf - und das Duo Bauermann/Heber schickte die neue BVSA Homepage auf die Reise.

Ausführlicher BVSA-TV Beitrag

Die wichtigsten neuen Features der BVSA Homepage im Überblick

Basketball-News, Verbands-News: Neuigkeiten aus dem Verband und redaktionell extra produzierte Inhalte werden getrennt dargestellt.

Forum: Das neue Meinungs-Sammelbecken funktioniert ähnlich wie das bisherige Forum, Schreiber müssen jedoch angemeldet sein. Die neuesten Forumposts erscheinen in einem extra Fenster auf der Homepage.

Vereins Twitter: Twitter-Kanal, der allen Vereinen des Landesverbandes offen steht, die dort maximal 140 Zeichen lange Kurznachrichten “twittern” können. Die neuesten Twittereinträge erscheinen in einem extra Fenster auf der Homepage.

MZ-Web News: RSS-Feed Service der Mitteldeutschen Zeitung, die neuesten Basketball-Meldungen aus dem Internet-Angebot der MZ erscheinen in einem extra Fenster auf der Homepage.

BVSA-TV: Verbands-TV, das zu wichtigen Saison-Highlights Filmbeiträge präsentiert.

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